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Autor Thema: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?  (Gelesen 153796 mal)

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NobbyNobbs

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Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
« Antwort #660 am: 13. September 2017, 20:31:06 »

Selbst die härtesten Bodenbearbeitungsfreunde haben hier erkannt, dass es mehr Sinn macht, erstmal die Altverunkrautung auf der Stoppel zu killen.

OT:
 ;-p ;-p ;-p
OT Ende

???
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Stanky

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Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
« Antwort #661 am: 13. September 2017, 20:35:14 »

Moin,
passt jetzt nicht ganz in die Diskussion, aber ich habe heute beim Arzt im Wartezimmer einen Spiegel gelesen. In dem Artikel ging es um uns ach so böse Bauern. Wenn ich mal von der wirklich grottenschlechtet Recherche absehe, finde ich es interssant, das einem als Bauer verwehrt wird Geld verdiehnen zu wollen. Weswegen geht denn ein Arbeitnehmer arbeiten? :frage:
Leider konnte ich den Artikel nicht zu ende lesen, ich bin dran gekommen. ;D
Gruß
Frank
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De een hett een Rittergut, de anner ritt dat Gitter rut.

Euro-T

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Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
« Antwort #662 am: 13. September 2017, 20:35:43 »

Selbst die härtesten Bodenbearbeitungsfreunde haben hier erkannt, dass es mehr Sinn macht, erstmal die Altverunkrautung auf der Stoppel zu killen.

OT:
 ;-p ;-p ;-p
OT Ende

???

Ei, für dich bin ich doch auch so ein Erdbewegungsfanatiker  ;D
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Gruß

~~ Olli

NobbyNobbs

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Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
« Antwort #663 am: 13. September 2017, 20:36:26 »


Ei, für dich bin ich doch auch so ein Erdbewegungsfanatiker  ;D

Bei dir geht's noch, gibt viel Schlimmere  ;D ;D
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Wade

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Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
« Antwort #664 am: 13. September 2017, 20:37:57 »

Selbst die härtesten Bodenbearbeitungsfreunde haben hier erkannt, dass es mehr Sinn macht, erstmal die Altverunkrautung auf der Stoppel zu killen.
hab ich auch gemacht, zwangsläufig ohne Glyphosat sondern einfach mit nem Mulcher, danach ging alles ohne Stopfen durch meinen popeligen Terrano. Aber ich weiß auf was du hinaus willst.


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BNT

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Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
« Antwort #665 am: 13. September 2017, 20:44:29 »

Sind denn das auch richtige Bio-Ackerbau-FF mit optimaler Menge Leguminosen ? Oder "nur" konvi-extrem-extensiv-FF ?

Alles konventionell und eher klassisch. Also Weizen/Kartoffeln oder Weizen/Raps usw.


Zitat
Wenn die Legus optimiert sind in der FF ist wohl am ehsten Phosphor limitierend, nebst der Auswaschung von Ca und Mg... Las mal einen Wert von ca. 40kg P2O5 / Jahr die vom Boden nachgeliefert werden können durch den Abbau der schwerstlöslichen Reserven (Gestein, Sand).


Im Mangel ist langfristig alles, wenn kein Ausgleich erfolgt. N spürt man halt am schnellsten und ist auch am schwierigsten zu bekommen. Düngen darf man meines Wissens bei Bio ja alle Nährstoffe, aber aus welchen Quellen... ;)

Zitat
Richtig nachaltig bezüglich Humus und einfacher bezüglich N und Unkraut wird es erst bei ca. 20 Jahresprozente Kleegras  und mind. 5-monatige Gründüngungen. Das soll laut alter Forschung (glaube ein Herr Rauhe aus der DDR) den Humusgehalt erhalten. Bei mehr % steigt der Humusgehalt... Sepp Braun hat mit ausgefeilten Anbaumethoden, unter anderem 40% Kleegras in der FF, den Humusgehalt innert 20ig Jahren um 2 Prozentpunkte erhöht.

Diese 2% sind allerdings kein Dauerhumus, sondern wenn, dann Nährhumus. Es gibt da ja auch Experten, die Wurzeln und Stroh zum Humus rechnen.
20% Kleegras in der FF sind doch ein wenig wenig, oder? So viel N bindet das ja nicht, aber wenn man eine wenig N bedürftige FF fährt. Nicht jeder baut E-Weizen an. ;)


@Wade: Zur Frage, ob es Ökobetriebe gibt, deren Nährstoffhaushalt unausgeglichen ist? Da kenne ich einige. Sogar einer der größten österr. Biobetriebe verfolgt kein nachhaltiges Konzept. 25% Luzerne, 30% Ölkürbis, 45% Winterweizen auf einem Hochertragsstandort.


Das größte Problem bei Öko ist der Flächenbedarf. Global lässt sich alles einfacher beschaffen, als Ackerland. N haben wir faktisch ohne Ende. Das Haber-Bosch-Verfahren wurde von "Nature" zur wichtigsten Erfindung des letzten Jahrhunderts gewählt. "Brot aus Luft". Dank Haber und Bosch kann die Pflanzenproduktion bei weitem effizienter erfolgen. Faktor 10!
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Heico

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Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
« Antwort #666 am: 13. September 2017, 21:36:35 »

Ihr mischt da ein wenig alles untereinander...
Bio Funktioniert zu 100%(5000Jahre hat es ja geklapt..),nur ob man alle Satt bekommt... andere Frage..und zu welchen preis..wen man dem Bio die Beiträge streicht, dan ist schnell schluss(gut die Konvi auch..)
Wen man nur so etwas mehr als 50Jahre zurück schaut, da gabe es grossen Hunger, zum Teil Wegen Kriege(hat mit LW nichts zu tun also lassen wir es mal weg)
....................................................................................

Also hungern musste man vor 50 und 60 Jahren nicht. Vor 70 Jahren war es in den großen Städten noch etwas knapp.
Die Erträge waren damals unter unseren heutigen Bioerträgen.

Wie @Wade schon schreibt, von nur 1 Mittel weniger geht die Welt nicht unter, es wird nur etwas anspruchsvoller gegenüber heute. Gute Ackerbauern stecken so was ohne Probleme weg. Vor 30 Jahren wurde das Mittel nicht eingesetzt, obwohl es zur Verfügung stand.

Der Bioanbau sorgt markttechnisch dafür dass es nicht noch mehr Überschüsse gibt, die auf die Preise drücken.
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BNT

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Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
« Antwort #667 am: 13. September 2017, 21:51:00 »

Die letzte große Hungersnot gab es bei uns im Winter 1946/47.
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hanns

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Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
« Antwort #668 am: 13. September 2017, 22:01:51 »

.... Vor 30 Jahren wurde das Mittel nicht eingesetzt, obwohl es zur Verfügung stand.

Der Bioanbau sorgt markttechnisch dafür dass es nicht noch mehr Überschüsse gibt, die auf die Preise drücken.
vor 35 jahren übernahm ein aussteiger mit geld den nachbarhof und baute einen kleinen biohof mit hofladen auf.
bevor er ackerte,hatte er erstmal roundup eingesetzt  ;D
hiesiger bioanbau spielt markttechnisch keine rolle,weil zu wenig angeboten wird.
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EWD

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Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
« Antwort #669 am: 13. September 2017, 22:37:29 »

Ich will keineswegs einen Keil zwischen Konventionell und Bio treiben,
ganz im Gegenteil finde ich diese Marktnische hoch interessant.

Ich bin nur so kritisch, weil ich Statistiken von Bodenuntersuchungen
gesehen habe, die mehr als alarmierend sind.

Desweiteren wird von den hochgebildeten Experten jegliche Form der
mineralischen Düngung als nichtbiologisch gesehen.
So hat mein Biokollege böse Ärger von seinen Kapitalgebern bekommen,
als ich für ihn mal Kali gestreut habe.

Auch ohne Glyphosat dreht die Erde sich weiter, Nobby hat ja schon
nette bunte Alternativen aufgezeigt.

Übelst ist nur die ganze ideologische Diskussion.
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Wade

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Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
« Antwort #670 am: 13. September 2017, 22:44:01 »

.... Vor 30 Jahren wurde das Mittel nicht eingesetzt, obwohl es zur Verfügung stand.

Der Bioanbau sorgt markttechnisch dafür dass es nicht noch mehr Überschüsse gibt, die auf die Preise drücken.
vor 35 jahren übernahm ein aussteiger mit geld den nachbarhof und baute einen kleinen biohof mit hofladen auf.
bevor er ackerte,hatte er erstmal roundup eingesetzt  ;D
hiesiger bioanbau spielt markttechnisch keine rolle,weil zu wenig angeboten wird.

Er meint wohl die ~10% Bio drücken schon nicht auf die konventionellen Preise. Genauso die 10-15% Fläche die für Biogas angebaut wird. Wobei es vermutlich egal ist, im Vergleich dazu was man importieren könnte sind das ja nur Peanuts.
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jotesen

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Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
« Antwort #671 am: 13. September 2017, 22:49:41 »

Immer wenn es um den möglichen Zulassungsentzug von Glyphosat geht und konventionelle Kollegen an der Disskudion beteiligt sind, muss ich unweigerlich da dran denken:




Nehmt euch ein Beispiel an Nobby. Das Ärgern über den Wegfall eines Wirkstoffs ist ein Zeichen von mangelnder Kreativität.
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- = Ökologischer Landbau in der Magdeburger Börde = -

Euro-T

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Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
« Antwort #672 am: 13. September 2017, 23:18:16 »

Immer wenn es um den möglichen Zulassungsentzug von Glyphosat geht und konventionelle Kollegen an der Disskudion beteiligt sind, muss ich unweigerlich da dran denken:

Es geht - zumindest mir - nicht um das ob, sondern um das WIE.

Denn:
Wenn Glyfos als einer der untoxischsten und bestüberwachtesten Wirkstoffe fällt, dann fällt auch bald der Rest, Bananenrepublik Olè!

Zitat
Nehmt euch ein Beispiel an Nobby. Das Ärgern über den Wegfall eines Wirkstoffs ist ein Zeichen von mangelnder Kreativität.

Es würde ihn härter in seiner Schaffenskraft treffen, als man vermuten würde, dessen bin ich mir sicher.

Nobby ist kein Blümchenmann.

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tuning Esel

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Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
« Antwort #673 am: 14. September 2017, 04:02:02 »

Ich will auch keinen keil zwichen Bio und Konvi, ganz im gegenteil, es braucht beide.., nur ich wolte sagen wen wir Glyphosat verbieten, dan kommt die salami taktik, was einmal .. dan wirt X verboten dan Z bis es nichts mehr gibt, dan sind Bio und Konvi auf gleicher höhe und Bio hat dan sein + an den anderen verloren..

Es geht ja schon lange  nicht mehr um die sache öko, da wirt ein wundert Punkt in der Politik ausgenutzt  , und wir sind die  Opfer..
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tuning Esel

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Re: Bald Zulassungsentzug für Glyphosat ?
« Antwort #674 am: 14. September 2017, 04:10:38 »

Und die Politik hat ja kein besseres Wahlthema... das breit nimt Arbeitlose gibt es nicht viele und  bedroht werden wir auch nicht dan muss halt die Bauern dran glauben..da könnte man noch sparen...
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