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Autor Thema: Zwischenfrucht  (Gelesen 984926 mal)

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klausg

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Re: Zwischenfrucht
« Antwort #2565 am: 08. November 2018, 15:15:59 »

Ich fahre nur Phacelia und Ramtil. Klee möchte ich auch nicht, da Erbsen in der Fruchtfolge sind. Sieht für den Saattermin und die Trockenheit auch passabel aus.
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BNT

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Re: Zwischenfrucht
« Antwort #2566 am: 08. November 2018, 17:02:20 »

Erbsen, Ackerbohnen und Rübsen blühen derzeit. Beim Landsberger Gemenge hat sich momentan die Wicke durchgesetzt und macht einen undurchdringbaren Teppich. Da freuen sich die Mäuse.  :rolleyes: Vielleicht doch noch mähen...
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nofear

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Re: Zwischenfrucht
« Antwort #2567 am: 08. November 2018, 17:15:44 »

Vielleicht doch noch mähen...

Na aber klar!

Hier wärst mit dem Futter König oder Millionär  ;) ;D
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„Die Welt hat genug für jedermanns Bedürfnisse, aber nicht für jedermanns Gier.“ (M. Gandhi)

„Gott gebe mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann, den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann, und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden.” (R. Niebuhr)

Kamile

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Re: Zwischenfrucht
« Antwort #2568 am: 08. November 2018, 18:03:56 »

Die Radieschen möchte ich noch lange nicht von unten betrachten. Bei meinen Zwischenfrüchten bin ich dieses Jahr ein ganzes Stück weniger unglücklich, wenn ich die Bestände statt von oben von unten betrachte. Selbst klägliche Bestände haben ein beachtliches Wurzelwerk. Da meine Dutzi auf 2,5 m nur drei Schare hat ist diese Maschine eigentlich die älteste Strip-tillmaschine. Bei meinen zuerst gesäten Beständen haben die Schare noch Feuchtigkeit aus dem Boden geholt und es sind auf 2,5 m drei Spuren vorallem Ölrettich gekeimt. 83 cm Reihenabstand reichen für einen geschlossenen Bestand.
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Felix

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Re: Zwischenfrucht
« Antwort #2569 am: 08. November 2018, 19:27:26 »

In der Regel steht die Zwf hier nach Getreide (Gerste, Roggen,Weizen) bei Aussaattermin so Ende Juli. Auf die Zwf folgt in der Regel Mais, eventuell mal Soja. Begrüngungsroggen steht auf Flächen wo Mais auf Mais folgt, gibt es aber kaum noch Aufgrund der Fruchtfolge.

Auswahl der Komponenten wird eben durch Winterraps in der FF eingeschränkt, Raps steht alle 4 (5) Jahre (WRa - WW/WR - Mais - (Soja)- WG/WW/WR). Obwohl es eine strenge FF hier nicht gibt, auch bedingt durch die unterschiedliche Bodengüte.

Winterhart vor Mais ist so eine Sache, Mais idR als StripTill ohne Bodenbearbeitung im Frühjahr. Das geht mit den Maisherbiziden aber Glypho ist in dem Fall ein Werkzeug von vielen im Regal.

Ist Biostriptill eine Option? Lässt sich ja auch mit Striptill + Gärrest/Gülle kombinieren. Dann braucht es zwar wahrscheinlich Glyphosat um winterharte Komponenten abzutöten, aber Striptill im Frühjahr wird wahrscheinlich einfacher, zumal der Boden sich im Streifen vorher schon erwärmen kann.

Daran habe ich bereits einige Gedanken verschwendet bedingt durch ein Gespräch und auch durch einen Zufallsfund -> http://www.green-tillage.com/

Wäre interessant Ackerbohnen in/auf die Zukünftigen Strips zu legen, oder eben was anders (tillage radish?!). 
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"Dem Mutigen gehört die Welt, frisch gewagt ist halb gewonnen"

BNT

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Re: Zwischenfrucht
« Antwort #2570 am: 08. November 2018, 21:34:13 »


Na aber klar!

Hier wärst mit dem Futter König oder Millionär  ;) ;D

Wir verkaufen nichts und die Lager sind voll. ;)
Ich werde mal ein paar m² mähen. Mal sehen, was da nach wächst. Wahrscheinlich das Weidelgras für die Silvestersilage. :D

Der Buchweizen ist komplett abgereift. Da haben sich die Vögel gefreut.
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johndeere820

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Re: Zwischenfrucht
« Antwort #2571 am: 08. November 2018, 22:22:17 »

Daran habe ich bereits einige Gedanken verschwendet bedingt durch ein Gespräch und auch durch einen Zufallsfund -> http://www.green-tillage.com/

Wäre interessant Ackerbohnen in/auf die Zukünftigen Strips zu legen, oder eben was anders (tillage radish?!).

Tillage Radish wäre da meine erste Wahl. Der Mais wurzelt gerne in bereits vorhandene Bioporen. Würde auf dem Strip aber zusätzlich Lupinen, eventuell Ackerbohnen und Phacelia säen. Lupinen und Ackerbohnen wurzeln ebenfalls tief und frieren gut ab, hinterlassen aber nicht viel Rückstände, sodass der Boden sich gut erwärmen kann. Der fixierte N wird vom Tillage Radish gespeichert und im Frühjahr abgegeben. Phacelia durchwurzelt den Oberboden und hinterlässt gute Bedingungen für den Mais im Jugendstadium. Zwischen die Strips passen bei Mais als Folgefrucht neben Roggen noch Winterwicken und Wintererbsen. Wenn die Mischung komplett abfrieren soll, dann die Sommerungen wählen und mit (Rau-) Hafer und eventuell einem C4 Gras (Sorghum?) kombinieren. Je nach Zusammensetzung lässt sich dann gut steuern, wie lange die Bodenbedeckung erhalten bleibt. Das weite C:N-Verhältnis im Roggen führt dazu, dass dieser langsamer abgebaut wird, aber mit der Gefahr, dass N festgelegt wird.
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treckeripaq01

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Re: Zwischenfrucht
« Antwort #2572 am: 08. November 2018, 22:27:56 »

In dem Video ist mal meine Zwischenfrucht zu sehen BetaMaxx TR 35 kg/ha die Aussaat wat leider erst auf Grund der Dürre am 10.09.2018

https://youtu.be/RYimaEdGu5s
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LW geht auch ohne Berater
Gruß Toni

Felix

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Re: Zwischenfrucht
« Antwort #2573 am: 11. November 2018, 18:06:21 »

Daran habe ich bereits einige Gedanken verschwendet bedingt durch ein Gespräch und auch durch einen Zufallsfund -> http://www.green-tillage.com/

Wäre interessant Ackerbohnen in/auf die Zukünftigen Strips zu legen, oder eben was anders (tillage radish?!).

Tillage Radish wäre da meine erste Wahl. Der Mais wurzelt gerne in bereits vorhandene Bioporen. Würde auf dem Strip aber zusätzlich Lupinen, eventuell Ackerbohnen und Phacelia säen. Lupinen und Ackerbohnen wurzeln ebenfalls tief und frieren gut ab, hinterlassen aber nicht viel Rückstände, sodass der Boden sich gut erwärmen kann. Der fixierte N wird vom Tillage Radish gespeichert und im Frühjahr abgegeben. Phacelia durchwurzelt den Oberboden und hinterlässt gute Bedingungen für den Mais im Jugendstadium. Zwischen die Strips passen bei Mais als Folgefrucht neben Roggen noch Winterwicken und Wintererbsen. Wenn die Mischung komplett abfrieren soll, dann die Sommerungen wählen und mit (Rau-) Hafer und eventuell einem C4 Gras (Sorghum?) kombinieren. Je nach Zusammensetzung lässt sich dann gut steuern, wie lange die Bodenbedeckung erhalten bleibt. Das weite C:N-Verhältnis im Roggen führt dazu, dass dieser langsamer abgebaut wird, aber mit der Gefahr, dass N festgelegt wird.

Da der Strip in unserem Fall im Frühjahr erst gezogen wird ist der Bereich dazwischen viel wichtiger, um eben hier dem Mais das wurzeln zu ermöglichen. Phacelia  steht hier in der Zwischenfrucht, Ackerbohnen/Erbsen kommen eventuell noch als Komponente dazu. Das Mais auf Mais folgt ist eher eine Ausnahme, wenn dann mit Untersaat oder Roggen als Begrünung.

Untersaat wäre dieses Jahr ein richtiges Trauerspiel geworden, deswegen weiß ich nicht ob ich 2019 eine etablieren werde. Immerhin sind mittlerweile da auch Leguminosen möglich anstatt reiner Gräsermischungen. 
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johndeere820

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Re: Zwischenfrucht
« Antwort #2574 am: 12. November 2018, 20:07:08 »

Da der Strip in unserem Fall im Frühjahr erst gezogen wird ist der Bereich dazwischen viel wichtiger, um eben hier dem Mais das wurzeln zu ermöglichen. Phacelia  steht hier in der Zwischenfrucht, Ackerbohnen/Erbsen kommen eventuell noch als Komponente dazu. Das Mais auf Mais folgt ist eher eine Ausnahme, wenn dann mit Untersaat oder Roggen als Begrünung.

Untersaat wäre dieses Jahr ein richtiges Trauerspiel geworden, deswegen weiß ich nicht ob ich 2019 eine etablieren werde. Immerhin sind mittlerweile da auch Leguminosen möglich anstatt reiner Gräsermischungen.

Ob du den Strip im Frühjahr oder Herbst ziehst, spielt ja bei Bio-Strip-Till keine Rolle. Das Verfahren kommt aus dem No-Till Bereich, wo die Bearbeitung eben durch den Tillage Radish erfolgen soll. Ziel ist eine gezielte Bodenlockerung und das Schaffen von Bioporen sowie die Speicherung von Nährstoffen. Die bessere Bodenerwärmung sehe ich auch als Vorteil an, gerade wenn man Direktsaat macht.
In deinem Fall ist das Verfahren trotz Gülle-Strip-Till und Lockerung interessant, da der Rettich bzw. die Ackerbohne deutlich tiefer wurzelt, als bearbeitet wird. Somit schaffst du in dem Streifen gute Bedingungen für die tiefen Maiswurzeln.
Mit der Phacelia hast du auf jeden Fall eine Pflanze in der Zwischenfrucht, die den Oberboden intensiv durchwurzelt. Das hat sich auch in einem kleinen Gefäßversuch gezeigt, den ich im letzten Semester mitbetreut habe. Gerade die Luftwurzeln profitieren davon.
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