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Autor Thema: Zwischenfrucht  (Gelesen 977566 mal)

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wolf

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Re: Zwischenfrucht
« Antwort #2445 am: 01. Dezember 2017, 12:38:29 »

Abschläge wegen niedriger Eiweisgehalte in der Braugerste?

Das habe ich noch nie gehört. Bisher war ein niedriger Eiweisgehalt das Qualitätskriterium und unter 9% wird die Gerste wohl nicht gehabt haben, oder?. Aber die Mälzer sind im Erfinden neuer Kriterien um Abschläge zu begründen seit vielen Jahren sehr kreativ.   

nofear

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Re: Zwischenfrucht
« Antwort #2446 am: 01. Dezember 2017, 13:14:51 »

Gut, wolf hat bei den Eiweißgehalten ja schon nachgehakt, sonst hätte ich das gemacht.
Bei bestimmten Sorten kommt aber eben mit höherem N-Einsatz eine Verdünnung des Eiweißes über den Ertrag, von daher kann mehr N manchmal schon ratsam sein. Nur blöd, dass ich immer nicht weiß ob der gedüngte N auch in entsprechend Ertrag umgesetzt werden kann/wird ;)

Hab jetzt nochmal bissel mit den Boden-/Klimaräumen im BESyD gespielt: Die kann man in jedem Schlag separat nochmal ändern/zuweisen...
bei den im Vergleich mit den Lösböden schlechteren V-Böden fällt die Empfehlung bei den Ackerkulturen teilweise/meist um 5-10(15) kg/ha höher aus (bei gleicher Anbaukonstelation), im GL ändert sich nix. (Berechnung fachlich erweitert, also mit Vorfrucht, Bodenbearbeitung, Wetterdaten, langjährige org. Düngung, etc.)
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WilliW

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Re: Zwischenfrucht
« Antwort #2447 am: 01. Dezember 2017, 13:41:36 »

Habe eben extra noch mal nachgeschaut.
2014 lag ich im Schnitt unter 8,5% Eiweiß und war damit noch gut.
Es gab viele, die unter 8 lagen.
Sorte war Quench.

Willi
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Rammstein

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Re: Zwischenfrucht
« Antwort #2448 am: 02. Dezember 2017, 10:01:09 »

Ja, das pdf meine ich.

Habe eben noch mal mit meinem Wasserschutzberater telefoniert.
Stand heute gelten die 80 kg für die Bilanz; für die Planung jedoch nicht.
Hast du deinen Wasserschutzberater mal auf den Fragenkatalog angesprochen? Seine Aussage steht ja im Gegensatz dazu, wie begründet er das?
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Gruß Rammstein

WilliW

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Re: Zwischenfrucht
« Antwort #2449 am: 02. Dezember 2017, 10:33:00 »

Die Begründung ist wohl, dass org. N Dünger und eben auch Zw.fr. länger wirken und in den Folgejahren noch was kommt.
Bei Pferdemist kann ich das noch verstehen aber bei Leguminosen?
Angesichts der Diskrepanz zwischen den 80 kg und 10 kg, bzw. Bilanz und Planung zeigt sich doch schon, dass hier was nicht stimmt.
Vor allem auf Sand, wo über Winter 200 mm Regen durch rauschen, sind die hohen Werte utopisch.

Wenn die Düngegesetzgebung stur nach "es kann nicht sein, was nicht sein darf" durchgezogen wird und wir auf unserem Karnickelsand nach ergiebigen Regenfällen nicht mehr nachdüngen dürfen und Ertragsausfälle nach starken Trockenperioden den rechnerischen Düngebedarf immer weiter senken, wird es hier in der Heide zu einem massiven Humusabbau und Beschränkung der Fruchtfolge auf Mais und Roggen kommen.
In spätestens 20 Jahren reicht es dann vielleicht gerade noch zum Aufforsten.

Wahrscheinlich werden wir nicht umhin kommen, Korrekturen an der DüVo einzuklagen, wenn es nicht bald Ausnahmeregelungen gibt.

Willi

PS: Meine Legus können wirklich keinen Stickstoff binden.
Molybdän ist im Boden nicht drin, ohne Molybdän keine Nitrogenase, ohne Nitrogenase keine N-Bindung durch die Knöllchenbaktierien.
Ich werde im nächsten Jahr doch noch mal einen Versuch anlegen und den Wicken eine Blattdüngung mit Molybdän verpassen.
Mal schauen, ob die Knöllchen dann um diese Jahreszeit bluten.
« Letzte Änderung: 02. Dezember 2017, 10:38:32 von WilliW »
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Jo

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Re: Zwischenfrucht
« Antwort #2450 am: 20. Januar 2018, 14:27:46 »

Von den aktuell nassen Bedingungen habe ich mich nicht aufhalten lassen und hab die Tage mal in die Zwischenfrucht geschaut..
Mischung war Bohne/Phacelia/Alex/Ramtill, gesät anfangs August, mit 0,5l Agil kurz nach Auflauf behandelt.
Räumt man das Stroh etwas zur Seite, sieht man viele Wurmlöcher. Reißt man Pflanzen aus, kommen dicke Helfer zum Vorschein.
Man sieht auf einem der Bilder ein Spritzfenster der Gräserbehandlung mit Agil: kleinkörnige Pflanzen wurden hier zum Teil unterdrückt, Weizen hat dafür überlebt.
Ich hätte mir etwas mehr Überreste erhofft, mit verbesserter Sätechnik sollte im nächsten Jahr eine höhere Bestandesdichte machbar sein. Geplant ist ein seichter Grubberstrich mit dem Schmalschar (8cm), um den Boden stabil zu halten und Mulchmaterial an der Oberfläche zu lassen. Ob die schwarzen Ackerbohnen hier tatsächlich einen Einfluss auf die Bodenerwärmung haben... da bin ich skeptisch.
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nofear

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Re: Zwischenfrucht
« Antwort #2451 am: 20. Januar 2018, 17:20:29 »

Genau die selbe Mischung hab ich auch nach WG gestellt.
Kann bei Gelegenheit mal Bilder machen.

War bei mir aber nicht direkt gedrillt. Zuviele Knick- und Schnittähren weil sehr zusammengebrochen...
Zuerst Stoppelbearbeitung mit KSE. Auflauf abgewartet, dann Ackerbohnen mit dem Schleuderstreuer verteilt und anschließend eingegrubbert.
Dann flach den Rest gedrillt.
Auflauf und Bestand waren für den relativ späten Drilltermin (09.08.) hier gut.

@jo: Welche Saatstärken? (bei mirdie Feinsämereien insgesamt ca.17kg/ha)
Was soll danach hin? (bei mir Mais, soll noch Gülle und Mist drauf, deshalb wird wenig Mulch überbleiben, mal sehen wie es fällt und welche Spuren beim Ausbringen entstehen)
« Letzte Änderung: 20. Januar 2018, 18:59:40 von nofear »
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Jo

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Re: Zwischenfrucht
« Antwort #2452 am: 20. Januar 2018, 23:19:53 »

Die Mischung wurde auch nicht in DS bestellt. Ich habe nach einer Gabe Rindermist oder Gärrest sep. gegrubbert, dann Bohnen geworfen und mit einer Drillkombination die Feinsämereien eingesät.
Bohnen waren ca. 50kg/ha, die Mischung war "Gesundvariante Phacelia" von Andreae, mit - lass miich lügen.. 7-8kg/ha. Nächstes Jahr soll die Mischung durch Öllein und Sonnenblume ergänzt werden.

Hier kommt ebenfalls Mais hin, separierte Gärreste sollen im besten Fall bei Frost gestreut werden. Ich bin gespannt.. das erste mal, dass Witterung und Know-how gepasst haben und wir eine saubere ZF ohne Pflug etabliert haben... ich erhoffe mir höhere Erträge und weniger Probleme mit Verschlämmung. Wir werden sehen.
Deine Bilder würden mich sehr interessieren!

Ich erwarte Zielkonflikte bei:
Saatzeit - Bodenfeuchte
Org. Düngung - Fahrspuren
Frühe org. Düngung - Nitrat im Mesokotylwurzelbereich

Auf unserem Standort kann man einen tiefen Eingriff im Frühjahr nur schlecht wiedergutmachen, die Bodenstruktur, die die ZF generiert hat, steht an erster Stelle und muss unbeingt erhalten bleiben.
Einen späteren Saattermin (1. Mai, Körnermais) würde ich tolerieren....
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nofear

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Re: Zwischenfrucht
« Antwort #2453 am: 21. Januar 2018, 13:11:48 »

Vom Boden sieht man grad leider nix, alles bissel weiß zur Zeit  ;D
Ich hoffe ich denk demnächst mal dran.
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Felix

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Re: Zwischenfrucht
« Antwort #2454 am: 21. Januar 2018, 17:50:55 »

Zum Teil hat der leichte Frost gereicht einen Teil der Zwischenfrucht zu erledigen aber der Ölrettich zeigt sich derzeit unbeeindruckt.

Bild 1: viterra Mais - nach Güllegabe direkt in die Stoppel gesät mit Frontgrubber und Drillkombination
Bild 2: viterra Raps - nach 3-maliger Bearbeitung und Güllegabe gesät mit Drillkombination
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nofear

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Re: Zwischenfrucht
« Antwort #2455 am: 24. Januar 2018, 20:00:10 »

War noch Bilder schuldig...

man sieht, dass die Bohnen komplett weg sind, Phacelia fast und Alex auch fast.
Ansonsten Unkraut drin und teilweise Ausfallraps
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Felix

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Re: Zwischenfrucht
« Antwort #2456 am: 08. Februar 2018, 19:23:26 »

Zum Teil hat der leichte Frost gereicht einen Teil der Zwischenfrucht zu erledigen aber der Ölrettich zeigt sich derzeit unbeeindruckt.

Bild 1: viterra Mais - nach Güllegabe direkt in die Stoppel gesät mit Frontgrubber und Drillkombination
Bild 2: viterra Raps - nach 3-maliger Bearbeitung und Güllegabe gesät mit Drillkombination

-8 Grad in der letzten Nacht und aktuell -4 bei klarem Himmel ... ich hoffe das reicht für den grünen Rest  ;D
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Felix

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Re: Zwischenfrucht
« Antwort #2457 am: 04. März 2018, 08:46:54 »

Die letzte Woche hat wohl nun das Ende der Zwischenfrucht besiegelt. Sehr erfreulich das außer ein wenig Ausfallgetreide (Weizen in dem Fall) die Fläche sehr sauber ist. Somit kann der Striger kommen und die Strips für den Mais ziehen  :)

Gesät wurde die Zwischenfrucht nach einer Güllegabe direkt in die Stoppel mit Frontgrubber und Drillkombi. Sorte viterra Mais und einiges an Resten die ich noch so hatte  ;D
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Owler

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Re: Zwischenfrucht
« Antwort #2458 am: 05. Mai 2018, 23:55:50 »

Ich suche momentan eine "Zwischenfrucht". Sie soll auf das (kleine) Vorgewende der Kartoffeln. Anforderungen wären:
-Boden bedecken und Unkraut unterdrücken
-Das Befahren beim Hacken der Kartoffeln überstehen (Hält das überhaupt eine Pflanze aus oder gehen die kleinen Pflanzen/Samen sofort kaputt?)
-Nicht Aussamen bis Mitte/Ende August oder die Pflanze muss in den nachfolgenden Kulturen (Getreide) leicht zu bekämpfen sein

Hatte jetzt spontan an Klee gedacht. Was meint ihr? Bisher fängt nach dem letzten Hacken der Kartoffeln das Unkraut an die Oberhand zu gewinnen...
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FFFlorian

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Re: Zwischenfrucht
« Antwort #2459 am: 06. Mai 2018, 02:59:59 »

Wenn geht nur weißklee alle amderen sind trittempfindlich.

Wäre persönlich für ein gemenge.
Bzw würd ich dem klee ne deckfrucht geben für den anfang.
Buchweizen vieleicht und diesen vor der samenreife walzen oder mulchen bis dann sollte sich der klee halbwegs etabliert haben.
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