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Autor Thema: Herbizide in Wintergetreide  (Gelesen 505268 mal)

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BNT

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Re: Herbizide in Wintergetreide
« Antwort #1320 am: 16. April 2018, 07:20:15 »

Komisch ist es schon, weil man die Problematik etwas direkter doch auch von der Insektenbekämpfung kennt.
Ob man der Industrie die Schuld geben soll? Ich hatte bisher nur gute Erfahrungen mit denen gemacht. Man muss halt die richtigen Leute fragen. An der Entstehung von Resistenzen hat niemand Interesse; schon gar nicht die Industrie.
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nofear

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Re: Herbizide in Wintergetreide
« Antwort #1321 am: 16. April 2018, 07:37:52 »


Ganz ehrlich, die Zeit als ich mit Ackerbau wenig am Hut hatte, war für mich irgendwie entspannter.
Der Anspruch an einen selber, immer zum optimalen Zeitpunkt das Richtige zu tun kann sehr anstrengend sein.

Für mich der (Ab)Satz des Tages!  :daumen1: :)
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„Die Welt hat genug für jedermanns Bedürfnisse, aber nicht für jedermanns Gier.“ (M. Gandhi)

„Gott gebe mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann, den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann, und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden.” (R. Niebuhr)

Franzl

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Re: Herbizide in Wintergetreide
« Antwort #1322 am: 16. April 2018, 15:20:09 »

Aber nimm dir mal die Zeit und setz` dich im Zeitraum der Herbizidmaßnahmen mal ne Stunde zu deinem Landhändler.

Einfach still in eine Ecke.

Dann wirst du verstehen, was ich meine.


Genau auf das wollte ich mit meiner Aussage hinaus, sehr treffend.
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granola

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Re: Ehrenpreis, AFu
« Antwort #1323 am: 09. Mai 2018, 12:12:33 »

gegen grossen Ehrenpreis gut gewirkt hat 1,25 Duplosan KV mit 1ltr CCC und etwas AHL zur Hauptbestockung, parallel dazu Antarktis gefahren, das war nix! Wollte meinen schwachen Bestände nicht schocken deswegen kam das Atlantis erstz 10 Tage später. das hat eine ordentliche Stauching gegeben aber auch den teils schon gut bestockten AFu noch erledigt.
Leider ist das Duplosan KV unverhältnismässig teuer geworden, auch im Vergleich zu Duplosan DP und U 46 D; Verträglichkeit der Massnahme war super; allerdings musste ich dann noch etwas gegen die Kamille tun beim Atlantis, das war beim Antarktis natürlich besser!
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... kann schweigen wie ein Radio!

christian79

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Re: Sommerzwischenfrucht nach Weizen zu/vor Wintergetreide
« Antwort #1324 am: 30. Mai 2018, 15:08:08 »

Da Felix ja hier seine komplette Schlaghistorie und die Maßnahmen beschrieben hat, lässt sich das relativ leicht von vorne abarbeiten:
Die Saat wurde mit einer geliehenen 4m Ultima durchgeführt, die Pflegebreite bei Felix beträgt 21m, der Anschluss in einer stehenden ZF ist nicht immer so leicht ordentlich zu treffen.
Außenherum wurde mit betriebseigener KE-Drillkombi 3m gedrillt.
Ich nehme an, die 21m Pflegebreite wurde wahrscheinlich von Hand reingefahren.
Im Herbst wurde eine VA-Hervizidmaßnahme mit 0,6 Herold gefahren, Feuchtigkeit war genug vorhanden, die Wirkung wohl gut. Damit wurde 120g DFF ausgebracht, in Gerste schon eine Hausnummer, die auch die Winterfestigkeit und Bestockungsfähigkeit herabsetzen kann. Bei evtl. Doppelung dann schon 240g DFF  :o, mit dem späten Frost kann da schon ein Totalausfall kommen...

Felix wird die Sache auflösen.
Vielen Dank!


Ich greife dieses mal auf; evtl. sollten wir ein neues Thema raus machen.

Wie bereits geschrieben kommt hier jetzt auch viel AFU durch, ansonsten sind die Felder in diesem Jahr sehr sauber (Disteln, Klette,...)
Ich (und die meisten hier in der Gegend) haben Herold + 1,5 l CTU eingesetzt. Beim Herold in der Gerste 0,45 l, im Weizen 0,55 l. Gefühlt war die Wirkung im Herbst sehr gut, die Verträglichkeit (auf Grund der Nässe??) aber nicht so optimal.
Die Gerste hat sich davon wesentlich besser erholt als der Weizen, obwohl eigentlich die Gerste die Mimose ist. In unserem Betrieb ist in WG kein Afu zu finden, teilweise jedoch etwas im Weizen (und das obwohl mehr Herold eingesetzt wurde).
Ich komme nicht so richtig mit den Schlussfolgerungen klar. Sollte ich jetzt im nächsten Jahr beim Weizen auch auf 0,45 l runtergehen, aber wer weiß, was dann für Mengen AFU durchgehen.
Irgendwie bilde ich mir auch ein, dass die WG den Boden durch die gute Bestockung im Herbst abgeschottet hat, so dass der AFU in Wg nicht keimen konnte; der Weizen hatte sich zu bestimmten Zeiten soweit zurückgezogen, dass man fast keine Pflanzen mehr erkennen konnte und evtl. so zum keimen angeregt.
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charlie

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Re: Herbizide in Wintergetreide
« Antwort #1325 am: 30. Mai 2018, 15:39:27 »


Ich greife dieses mal auf; evtl. sollten wir ein neues Thema raus machen.


@christian79

Hab ich mal abgetrennt und an das bestehende Herbizidthema angehängt... hier steht auch schon viel zu deinen Fragen drin, einfach rückwärts lesen...


Die Wirkung gegen den AFU kommt im Herold ja hauptsächlich aus dem Flufenacet, eine Unterstützung und Verbesserung durch das Diflufenikan ist da, aber alleine kann DFF nix ausrichten.
Zusätzliche Wirkung vor allem bei gerade auflaufendem AFU kommt durch das CTU (früher auch IPU).

Die Kulturen, vor allem Gerste mag aber die größeren Mengen DFF gerade in Kombination mit CTU nicht so. Wie schon geschrieben: Bestockungshemmung und Herabsetzung der Winterhärte, ebenso schlechtere Wurzelleistung.
Ich habe meine Lösung dazu gefunden:
Ich ersetze Herold+CTU(Lentipur) durch Cadou SC (Fence, Diplomat) + Carmina 640
Hier kann ich bei voller Flufenacetmenge (240g) die DFF-Menge gerade in Gerste auf 60g reduzieren, bei 900g CTU.

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Gruß

Charlie

Nicht immer sind die, die das Gras wachsen hören, auch bereit, es zu mähen.

Felix

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Re: Herbizide in Wintergetreide
« Antwort #1326 am: 30. Mai 2018, 18:37:02 »

Da Felix ja hier seine komplette Schlaghistorie und die Maßnahmen beschrieben hat, lässt sich das relativ leicht von vorne abarbeiten:
Die Saat wurde mit einer geliehenen 4m Ultima durchgeführt, die Pflegebreite bei Felix beträgt 21m, der Anschluss in einer stehenden ZF ist nicht immer so leicht ordentlich zu treffen.
Außenherum wurde mit betriebseigener KE-Drillkombi 3m gedrillt.
Ich nehme an, die 21m Pflegebreite wurde wahrscheinlich von Hand reingefahren.
Im Herbst wurde eine VA-Hervizidmaßnahme mit 0,6 Herold gefahren, Feuchtigkeit war genug vorhanden, die Wirkung wohl gut. Damit wurde 120g DFF ausgebracht, in Gerste schon eine Hausnummer, die auch die Winterfestigkeit und Bestockungsfähigkeit herabsetzen kann. Bei evtl. Doppelung dann schon 240g DFF  :o, mit dem späten Frost kann da schon ein Totalausfall kommen...

Felix wird die Sache auflösen.
Vielen Dank!


Ich greife dieses mal auf; evtl. sollten wir ein neues Thema raus machen.

Wie bereits geschrieben kommt hier jetzt auch viel AFU durch, ansonsten sind die Felder in diesem Jahr sehr sauber (Disteln, Klette,...)
Ich (und die meisten hier in der Gegend) haben Herold + 1,5 l CTU eingesetzt. Beim Herold in der Gerste 0,45 l, im Weizen 0,55 l. Gefühlt war die Wirkung im Herbst sehr gut, die Verträglichkeit (auf Grund der Nässe??) aber nicht so optimal.
Die Gerste hat sich davon wesentlich besser erholt als der Weizen, obwohl eigentlich die Gerste die Mimose ist. In unserem Betrieb ist in WG kein Afu zu finden, teilweise jedoch etwas im Weizen (und das obwohl mehr Herold eingesetzt wurde).
Ich komme nicht so richtig mit den Schlussfolgerungen klar. Sollte ich jetzt im nächsten Jahr beim Weizen auch auf 0,45 l runtergehen, aber wer weiß, was dann für Mengen AFU durchgehen.
Irgendwie bilde ich mir auch ein, dass die WG den Boden durch die gute Bestockung im Herbst abgeschottet hat, so dass der AFU in Wg nicht keimen konnte; der Weizen hatte sich zu bestimmten Zeiten soweit zurückgezogen, dass man fast keine Pflanzen mehr erkennen konnte und evtl. so zum keimen angeregt.

Ich hatte auf der Fläche meinen Rest Herold verbraucht, ist Aufgrund der 5m Gewässerabstand hier nicht mehr tragbar.

Den Rest der Gerste habe ich mit Baccara Cadou behandelt. Wo die Gerste nicht auf Tiefe lag hat diese gezeichnet, hat sich aber alles ohne Probleme wieder verwachsen. Andere Seite vom Ort hat jmd nahezu alles so gemacht wie ich, der hatte allerdings 20mm mehr Niederschlag ... seine Fläche war nahezu komplett weiß. Hier hat die Gerste arg Federn gelassen, aber der Bestand sieht mittlerweile ganz gut aus.

AFU war hier auch kein Thema bis er auf einigen Flächen mal durchgegangen ist ... mit dem Problem muss ich nun umgehen und es beseitigen.

Auf dem Foto die Folgen von Baccara Cadou  (0,75 l/ha   + 0,3 l/ha). Pflanzen vom Vorgewende.
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hannes

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Re: Herbizide in Wintergetreide
« Antwort #1327 am: 13. Juni 2018, 23:41:58 »

Moin , kann man eigentlich Hirse in Weizen bekämpfen ?
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Uwe

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Re: Herbizide in Wintergetreide
« Antwort #1329 am: 14. Juni 2018, 07:17:39 »

Wie ist das eigentlich mit Axial 50, wenn das Sommergetreide schon im Ährenschieben ist, gibt das Fruchtbarkeitsprobleme?
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angusy

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Re: Herbizide in Wintergetreide
« Antwort #1330 am: 14. Juni 2018, 09:10:02 »


Ich ersetze Herold+CTU(Lentipur) durch Cadou SC (Fence, Diplomat) + Carmina 640
Hier kann ich bei voller Flufenacetmenge (240g) die DFF-Menge gerade in Gerste auf 60g reduzieren, bei 900g CTU.

Mit 1,5 l/ha Carmina kommt man in dieser Mischung auch gegen zweikeimblättrige Unkräuter aus?
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Re: Herbizide in Wintergetreide
« Antwort #1331 am: 14. Juni 2018, 09:13:11 »

Wie ist das eigentlich mit Axial 50, wenn das Sommergetreide schon im Ährenschieben ist, gibt das Fruchtbarkeitsprobleme?

Ich habe keine eigenen Erfahrungen, aber es wird immer dringlichst von allen Seiten davon abgeraten, zwischen Ährenschieben und Ende Blüte Herbizidmaßnahmen jeglicher Art zu fahren.

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Gruß

~~ Olli

joe

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Re: Herbizide in Wintergetreide
« Antwort #1332 am: 14. Juni 2018, 12:44:09 »


Ich ersetze Herold+CTU(Lentipur) durch Cadou SC (Fence, Diplomat) + Carmina 640
Hier kann ich bei voller Flufenacetmenge (240g) die DFF-Menge gerade in Gerste auf 60g reduzieren, bei 900g CTU.

Mit 1,5 l/ha Carmina kommt man in dieser Mischung auch gegen zweikeimblättrige Unkräuter aus?

ich bin zwar nicht charlie , aber weil ich es im letztenjahr zum erstenmal eingestzt habe meine erfahrung .....
selbst bei direktsaat/striptill mit viel org.masse war die eirkung im frühen nachauflauf herbst , gegen zweiblättrige und windhalm ausreichend , einzig  storchschnabel ist zum teil durchgegangen .
wo es entäuscht hat , war die wirkung auf weidelgräser
« Letzte Änderung: 14. Juni 2018, 12:46:29 von joe »
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Auf die Fresse ist umsonst .........
....... den Rest mußt du bezahlen !

angusy

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Re: Herbizide in Wintergetreide
« Antwort #1333 am: 14. Juni 2018, 13:00:45 »

OK

Aber leider bei uns (drainierte Flächen) ohnehin nicht möglich.
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adefrank

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Dränkonform mit Trinity-Mischung
« Antwort #1334 am: 14. Juni 2018, 13:30:31 »

OK

Aber leider bei uns (drainierte Flächen) ohnehin nicht möglich.
Was ginge wären Trinity (2l/ha) ergänzt mit Flufenacet (Cadou SC, Fence). Das wären immerhin 500 g/ha CTU und ohne Drainauflage (bis 31.10.)  Die DFF Menge wäre dabei mit 2 l Carmina vergleichbar, die Breitenwirkung durch das zusätzliche Pendimthalin etwas besser und die Gräser (und Kamille) Wirkung wird durch das CTU zusätzlich unterstützt (im vgl. z.b. zu Herold)
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