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Verbraucher fragen Landwirte => Informationen aus erster Hand => Thema gestartet von: Cris am 29. Juli 2007, 15:14:28

Titel: Milchpreise
Beitrag von: Cris am 29. Juli 2007, 15:14:28
Hallo,

jetzt wird in den Nachrichten öfters auf die Erhöhung der Milchpreise bzw. der Milch-Produkte hingewiesen.

Wir, meine Familie und ich, sind größere Abnehmer von Käse, Butter und Milch.

Uns interessiert, bekommen die Landwirte denn auch tatsächlich davon etwas mit!!!
Wie viel bekommt der Landwirt Heute für einen Liter Milch??
Ist das eingentlich in den Bundesländern auch noch untersiedlich??


Danke, schon für die Antwort, Cris.
Titel: Milchpreise
Beitrag von: Klaus am 29. Juli 2007, 15:49:38
Hallo Cris,

auf dem Milchmarkt ist zu einer Rohstoffverknappung gekommen, und zwar weltweit. Dadurch werden Milchprodukte für den Verbraucher teurer.

Ein Milch erzeugender Landwirt ist frei in der Auswahl seines Vermarktungspartners, sprich Meierei. So kann es durchaus vorkommen, dass mehrere Landwirte in einem Ort unterschiedliche Auszahlungspreise erhalten. Also nicht nur zwischen den Bundesländern können Unterschiede bestehen, sondern auch regional und sogar örtlich.

Im letzten Jahr bekam ein Landwirt grob gesagt 24 - 27 ct für ein kg Milch. Durch die oben angesprochene Rohstoffverknappung ist der Milchgeldauszahlungspreis inzwischen auf 30 - 33 ct/kg gestiegen. Im Herbst sollen bis zu 38 ct/kg möglich sein.
Der derzeitige Preis wird dringend benötigt um die Produktion der Milch kostendeckend durchzuführen. Erschwerend kommt noch hinzu, dass die auch gestiegenen Getreidepreise die Futtermittelkosten immens in die Höhe getrieben haben. Dafür wird wiederum ein großteil der zu erwartenden Auszahlungspreissteigerungen für Milch zur Kostendeckung verbraucht werden.

Sollte ich etwas vergessen oder falsch wiedergegeben haben, so bitte ich meine mitschreibenden Kollegen um Ergänzung oder Verbesserung.

Ich hoffe, dass ich deine Fragen einigermaßen verständlich beantwortet habe, falls noch weitere Fragen auftreten, nur zu.

Gruß
Klaus
Titel: Milchpreise
Beitrag von: Cris am 29. Juli 2007, 16:00:02
Hallo Klaus,

danke zuerst mal für Deine beiden Anworten.

Nur damit kein falscher Eindruck entseht, ich bin generell für die Erhöhung der Preise für die Erzeuger.
Das es soviele unterschiedliche Preisverhandlungen und Möglichkeiten gibt wußte ich auch noch nicht.

Mein Vater, er war Bauer mit einem kleinen Betrieb in den 80er,
hat die Milch nur an eine Meierei gegeben, mir fällt überhaupt nicht mehr ein ob es noch weitere hier im
Umkreis gibt oder gab.  Das kann ja dann noch spannend werden.
Bist Du selbst auch davon betroffen???...
Wenn ich mich recht erinnere ist in Schleswig-Holstein die Viehzucht doch noch sehr verbreitet.

Gruß Cris
Titel: Milchpreise
Beitrag von: Cris am 29. Juli 2007, 22:14:35
Hallo,

das ist ja ein Ding. Nun ist meine Anfrage von Heute, gleich in die von Clara mit eingefasst worden.
Find ich nicht gut............

Clara ist, so wie mir scheint, kein oder nicht nur Verbraucher, sondern eher ein wandelndes Lexikon.
Die Anworten auf die Fragen von vielen sind von ihr nicht schlecht. Auch sehr verständlich.
Aber, ich hatte mich als Verbraucher nur nach dem Erzeugerpreis erkundigt.

Ich habe nichts mit dem Markt in Asien oder Indien zu tun. Die Info von Clara gehört auf eine andere Ebene.
Das die Milchpreise steigen oder auch die Preise für Getreide und andere Produkte, (wie eben nochmals in den Nachrichten erwähnt)
werden die Verbraucher mit ca. 2 % schon bezahlen können, hoffentlich habt ihr als Erzeuger auch was davon.

Vielleicht kümmert  ihr Euch auf dieser Plattform mal um die Verbraucher, mit dem Untertitel  ---Milchsee  und Butterberge.
Denn die Schlagzeilen haben jetzt die Verbraucher auch wieder zu lesen und zu höhen bekommen!!!!!!!!!

Freue mit aber weiterhin in diesem Forum auf Anregungen.
Grüße Cris
Titel: Milchpreise
Beitrag von: Frank am 30. Juli 2007, 07:27:11
Cris,

ich wars! Ich hab die beiden Threads thematisch zusammengefasst, da sie das selbe Thema behandelten. Es tut mir leid, dass ich Deinen unterschiedlichen Ansatzpunkt nicht erkannt hatte. Ich hoffe, wir können alle dennoch damit leben.

Wir müssen uns offensichlich alle irgendwie dem Weltmarkt stellen, ob wir das mögen oder auch nicht. Offensichtlich führt höhere Nachfrage von Milchprodukten in Asien zu höheren Preisen bei uns. Dies gefällt den Verbrauchern nicht immer. Der Verbraucher hat auch mehr als 2% zu zahlen, dies wäre ja gerade mal etwas mehr als die durchschnittliche Preissteigerung.

Mit Deinem Wunsch nach mehr verbraucherorientierung sprichst Du mir aus der Seele.
Wir versuchen mehr Verbraucherbeteiligung zu bekommen, dies ist aber eine mittelfristige Aufgabe. Wir können uns ja nicht ständig selber Fragen stellen und die dann auch noch selber beantworten.
Genau dafür brauchen wir interessierte Verbraucher wie Dich, die gerne Fragen stellen, die dann aus unserer Sicht beantwortet werden. Deine Frage nach dem Erzeugerpreis und die -entwicklung hat Klaus ja oben bereits beantwortet.

Ich freue mich auch auf Anregungen von Dir.

Schöne Woche wünschend.

Titel: Milchpreise
Beitrag von: Klaus am 30. Juli 2007, 08:16:05
Mein Vater, er war Bauer mit einem kleinen Betrieb in den 80er,
hat die Milch nur an eine Meierei gegeben, mir fällt überhaupt nicht mehr ein ob es noch weitere hier im
Umkreis gibt oder gab.  Das kann ja dann noch spannend werden.
Bist Du selbst auch davon betroffen???...
Wenn ich mich recht erinnere ist in Schleswig-Holstein die Viehzucht doch noch sehr verbreitet.

Hallo Cris,

nein, selbst betroffen bin ich davon nicht.
Ich bewirtschafte einen viehlosen Ackerbaubetrieb und baue Getreide und Raps an.
Das heißt aber nicht, dass ich die Problematik im Viehsektor nicht mitbekomme, denn dazu habe ich im Ort, in direkter Nachbarschaft, in der Verwandtschaft, im Freundeskreis und ehrenamtlich zuviel mit Milchvieh haltenden Betrieben zu tun.

Ich finde es sehr erfrischend, wie Du hier auftrittst, Fragen stellst und (leise) Kritik übst!
Bitte weiter so!

Gruß
Klaus
Titel: Re: Milchpreise
Beitrag von: Georg am 30. Juli 2007, 11:09:40
Cris:

Bie den derzeit enormen Preissteigerungen im Lebensmittelbereich kommt leider bei den Bauern am wenigsten an.

Diese Preissteigerungenhaben ganz andere Ursachen:

Fakt ist, das in Deutschland die Lebesnmittel in den letzten 10 Jahren am billigste (zu billig) waren.
Das war politisch so geollt, dadurch konnte man die Inflationsrate sehr niedrig halten. Sonst wäre unser EU Defizit noch viel höher ausgefallen.Ein weiterer Grund war der Mrkteinstieg vor 10 Jahren von der FIrma Wall Markt. Wall MArkt hat die Devise "Best Price"! Und hat mit gewaltigen zuschüssen bzw Verlusten verucht Aladi Lidl un co. Marktanteile abzujagen. Das Funktioniert eigentlich über all für Wall Markt, nur hat in Deutschland nicht funktioniert.

Nun hat die Metro im Frühjahr Wall Markt "aus Deutschland raugekauft".
Es war abzuusehen das nun eine Proeskorrektur (nachobne9 vom Lebensmittelhandle durchgeführst werden wird.

Titel: Re: Milchpreise
Beitrag von: Ansgar am 30. Juli 2007, 18:59:29
Hallo zusammen,

bezüglich der Verteuerung von Milchprodukten ist heute in der WAZ folgender Kommentar zu lesen, den ich Euch keineswegs vorenthalten möchte:

"Es gibt die auf der Kante genähten Haushalte, in denen die Erhöhung der Preise für Butter und Käse wie Sauermilch aufstößt. Da ist die darbende Rentnerin, die jeden Cent dreimal umdreht, weil sie ihre magere Rente aus Scham nicht durch ergänzende Sozialhilfe aufbessert. Es gibt auch Folgendes im Ruhrgebiet (und anderswo) zu beobachten. Straßenszene in Wanne-Eickel, kurz nach elf. Zwei sichtlich nicht betuchte stabile Mütter schlendern zur Pommesbude, nehmen eine Currywurst nebst Cola für sich und den Nachwuchs, und die Zigarette danach darf auch nicht fehlen. In Gegenden des Ruhrgebietes (und anderswo), die Sozialarbeiter "Soziale Brennpunkte" nennen, fällt die hohe Zahl an Elektromarkt-Ketten, Glücksspielhallen, Nagelstudios und Videotheken auf. Und nirgendwo sonst donnern die aufgemotzten Opel mit fetten Boxen so laut durch die tristen Straßen.
Wenn für Zigaretten (Schachtel vier Euro), Fastfood, Handy, Spoiler und die Flasche Bier (doppelt so teuer wie Milch) Geld da ist, dann sollte die Preiserhöhung für die immer noch billigen Grundnahrungsmittel kein wirklicher Aufreger sein."

Dem habe ich nichts, aber auch gar nichts hinzuzufügen.

MfG
Ansgar Tubes
Titel: Re: Milchpreise
Beitrag von: Hans am 30. Juli 2007, 19:54:21
Ja, ja heut war ganz schön was geboten in den Medien:

z.B. hier:

http://www.welt.de/wirtschaft/article1062308/Am_Mittwoch_explodieren_die_Preise.html (http://www.welt.de/wirtschaft/article1062308/Am_Mittwoch_explodieren_die_Preise.html)

oder:

http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,497296-2,00.html
 (http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,497296-2,00.html)

und natürlich Reuters: will ich euch nicht vorenthalten.

Berlin (Reuters) - Deutschlands Verbraucher müssen für Butter und andere Molkereiprodukte so tief in die Tasche greifen wie schon lange nicht mehr.

"Die Discounter haben ihre Preise schon erhöht", sagte der Geschäftsführer des Milchindustrieverbandes, Eckhard Heuser, am Montag der Nachrichtenagentur Reuters in Berlin. Bei ihnen koste das halbe Pfund Butter bereits 1,19 Euro nach bislang 0,79 Euro. Das ist ein Preisaufschlag um 50 Prozent. Der Liter normale Trinkmilch koste mit 0,62 Euro nach 0,55 Euro nun über zehn Prozent mehr.

Agrarminister Horst Seehofer nannte das Ausmaß der Anhebungen überzogen und nicht gerechtfertigt. Er forderte die Verbraucher auf, ihre Marktmacht auszuspielen und preisbewusst einzukaufen. Der Einzelhandel profitiert nach Angaben seines Spitzenverbandes HDE von der Anhebung nicht.

Auf das Verbraucherpreisniveau in Deutschland werden die Milchpreiserhöhungen vermutlich relativ wenig Auswirkungen haben. Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke wie Milch sind nach Angaben des Statistischen Bundesamtes mit 10,3 Prozent am Warenkorb zur Ermittlung der Verbraucherpreise gewichtet, darunter Molkereiprodukte und Eier mit gerade einmal knapp 1,5 Prozent. Die Verbraucherpreisentwicklung ist für die Europäische Zentralbank (EZB) eine der maßgeblichen Größen, die sie in ihren Zins-Entscheidungen leitet. HDE-Sprecher Hubertus Pellengahr sagte Reuters, er rechne mit keiner allgemeinen Preiserhöhungswelle im Einzelhandel.

MILCHINDUSTRIE: BAUERN BEKOMMEN BIS ZU 15 PROZENT MEHR

Heuser kommentierte die Milchpreis-Anhebung mit den Worten: "Davon werden auch die Bauern profitieren." Deren "Milch-Geld" werde um zehn bis 15 Prozent steigen. Grund für die Erhöhung seien die allgemeine Marktentwicklung mit einer kräftigen Nachfrage gerade auch im Inland sowie allgemeine Kostensteigerungen.

Seehofer sagte dagegen: "Die derzeitigen Steigerungen der Erzeugerpreise für Milch rechtfertigen keinesfalls eine derartige Belastung der Verbraucher durch die Lebensmittelketten." Auch wenn die Bauern ein paar Cents mehr pro Liter Milch erhielten, sei das kein Grund, "daraus die Preisspirale für Endprodukte um bis zu 50 Prozent nach oben zu drehen." Ebenso wenig könne das die weltweite Verknappung von Milch und Milcherzeugnissen rechtfertigen. Seehofer gestand aber ein, er habe kaum eine Handhabe, um auf die Preisentwicklung einzuwirken. Dass die Bauern mehr Geld bekämen, sei richtig, dass der Handel das ausnutze, nicht.

Einzelhandels-Sprecher Hubertus Pellengahr widersprach dem. "Das ist der Versuch, die höheren Kosten eins zu eins weiterzugeben", sagte er mit Blick auf die Milchwirtschaft. "Der Handel kann seine Margen dadurch nicht verbessern." Der Lebensmitteleinzelhandel, der eine Rendite von weniger als einem Prozent habe, zähle nicht zu den Profiteuren. Ansonsten riet Pellengahr zur Gelassenheit. Es müsse sich noch zeigen, ob sich diese Preiserhöhungen dauerhaft halten ließen.

Die Vorsitzende des Bundestags-Agrarausschusses, Ulrike Höfken (Grüne), warf der Milchindustrie und dem Handel Abzocke der Verbraucher vor. Sie dürften sich das nicht gefallen lassen. Die Bauern aber benötigten eine Preisaufbesserung auf etwa 40 Cent pro Liter Milch statt derzeit 26 Cent, sagte sie dem RBB. Der Verbraucher würde das nur wenig spüren.

Der Sprecher des Bundesverbandes Deutscher Milchviehhalter (BDM), Hans Foldenhauer, sagte dem Sender N24, an den Preiserhöhungen bediene sich der Handel "recht massiv". Bei dem Milchbauern sei von den Preiserhöhungen bislang kaum etwas angekommen. Grund für die stattliche Preiserhöhung sei nicht ein zu geringes Milchangebot, sondern das Verhalten von Händlern, die auf steigende Preise spekulierten.

Hans , dem der Kommentar von Horst Seehofer ein Lachen nach einem harten Tag entlockte >:(
Titel: Re: Milchpreise
Beitrag von: cara am 30. Juli 2007, 20:24:33
was ich dabei wieder lustig finde:
die Preise steigen um 50%, aber niemand verdient daran...
weder der Einzelhandel noch die Molkereien.. nur beim Erzeuger bleiben 15% hängen, da frag ich mich, wo bleiben die restlichen 35%?

übrigens finde ich Herrn Seehofers Aussage gar nicht so witzig, er hat ja recht... und da ist wieder meine Frage, wo die 35% sind? :gruebel:
Titel: Re: Milchpreise
Beitrag von: Hans am 30. Juli 2007, 20:36:27
Cara,

da Herr Seehofer hier momentan seinen Wahlkampf für den CSU-Parteivorsitz führt und auch sehr viel vor Bauern zum Thema Regionalität und Zukunft der Landwirtschaft (unter besonderer Berücksichtigung der Milch) usw. geredet hat mußte ich schon laut lachen, als er die Verbraucher zu preisbewußtem Einkaufen aufgefordert hat.

Auf gut bayerisch: dann miasts hod zum AAldi gä

Aber hast recht. Dieses Lachen kann einem schon einen dicken Hals machen.

Hans
Titel: Re: Milchpreise
Beitrag von: cara am 30. Juli 2007, 21:10:30
Hallo Hans,

ich glaube, ich habe mich falsch ausgedrückt.
Ich finde nämlich, Herr Seehofer hat schon ein wenig recht, denn eine Preissteigerung von 50% ist sicherlich nicht gerechtfertigt, wenn nicht das meiste beim Erzeuger bleibt...
der Handel oder auch die Molkereien, irgendjemand versucht doch da, sich auf die Kosten der verbraucher zu bereichern..
Titel: Re: Milchpreise
Beitrag von: Beate am 30. Juli 2007, 22:34:12
Hallo
 
Pressemeldungen  von heute

Regierung klagt über Raffgier der Milchhändler (http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,497283,00.html)
 
Politik wirft Milch-Industrie Abzocke vor (http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,497202,00.html)
 
Hintergrund: So entsteht der Ladenpreis für Milch (http://www.fr-online.de/in_und_ausland/politik/thema_des_tages/thema_des_tages/?em_cnt=1182358&sid=03d149f605119110748a597007bd3de7)


Spiegel online Forum 
 
Lebensmittelpreise - gerechte Anpassung oder Verbraucher-Abzocke?  (http://forum.spiegel.de/showthread.php?t=1962) 

seit heute morgen 214 Beiträge
 
am 25. Mai hieß es
 
Chinas Milchdurst treibt die Preise hoch (http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,484828,00.)

Und ganz wichtig ... eine Abstimmung in der Frankfurter Rundschau (http://www.fr-online.de/top_news/?em_cnt=1182107&sid=03d149f605119110748a597007bd3de7)

sieht nicht schlecht aus  ;D

(http://s3.bilder-hosting.de/img/O4EHS.jpg)

 
Gruß
Beate
Titel: Re: Milchpreise
Beitrag von: Frank Junge am 31. Juli 2007, 21:30:48
Ich zähle mich auch zu den 69%.Früher waren mir die Bauern auch scheiß egal :pfeiff: Aber da ich mich seit einiger Zeit für die Landwirtschaft interessiere,kann ich die Bauern immer besser verstehen.Ich bin auch für die Erhöhung der Milchpreise.Aber die Angepeilten Butterpreise,sind doch aus der Luft gegriffen.Das ist pure Abzocke! :zeter:
Titel: Re: Milchpreise
Beitrag von: Matthias am 31. Juli 2007, 21:50:45
Fakt ist hier greifen Angebot und Nachfrage.

Unser Molker hat gesagt er kann sich nicht vorstellen wo zur Zeit das ganze Butterfett gefragt wird. Ein Bekannter ist als Einkäufer beim Großhandel angestellt, meinte er weiß noch nicht wo die Butter und das Butterschmalz für die Weihnachtsbäckerei herkommen soll.

also wo geht die Butter hin ?
Titel: Re: Milchpreise - Butter wieder "billiger"
Beitrag von: Hage am 10. Dezember 2007, 19:27:25

Hallo,

heute den Newsletter von Feinkost Aldi erhalten.
Butter wieder günstiger!

http://www.aldi-essen.de/PV_D/index.shtml

25,3 % Preissenkung :o
Titel: Re: Milchpreise
Beitrag von: Cris am 10. Dezember 2007, 21:10:45
Hallo Hage,

das habe ich doch glatt überlesen. Ja, es stimmt 0,95 Cent 250gr Milfina Butter.
Hoffentlich geht es Euch jetzt nicht an die Preise für die Milch.

Vielleicht will man nur das Geschäft zum Jahresende nochmal ankurbeln.

Wir beobachten mal.

Gruß Cris
Titel: Re: Milchpreise
Beitrag von: Georg am 10. Dezember 2007, 21:40:07
Das das "unerwartete" passieren wird, wird schon seit 4 Wochen "gemunkelt"!

Die deutschen Verbrauche essen tatsächlich 30% weniger Butter seit der Preiserhöhung! Man dachte von der Handelsseite her, das sich die Verbraucher schon wieder beruhigen werden und sich das Ganze wieder "einpendelt".
Anschienend ist es nun doch nicht so, und zu allen Üble wird durch die höheren Preis auch noch weniger Weihnachtsgepäck gekauft. Die Lager sind voll mit Butter, und die muss raus!

Man muss sich auch im klaren sein, das die "Masse" der Verbraucher zuerst bei Luxusverbrauchsgütern das Sparen anfangen. Butter ird halt nur noch halb so dick aufgestrichen usw.
Wenns Geld nicht mehr reicht wird als erstes beim Essen gespart! Das merken derzeit verstärkt die Gaststäten, und der Lebensmittelhandel. Irgendwie muss es sich ja doch mal durchschlagen das die Nettoeinkommen tatsächlich sinken. Vor allen Dingen alle die Fahren müssen, und das sind in unserer "Mobilgesellschaft" eigentlich alle! DIesel und Nomalbenzin kosten nun auch bie uns soviel wie Superbenzin. (1.31 Euro) wie kann es sein das in Bad Langensalza am Samstag das Diesel nur 1,23 gekostet hat?
Titel: Re: Milchpreise und sonstiges
Beitrag von: Cris am 10. Dezember 2007, 22:32:01
Hallo Georg,
Du hast ja die gleiche Meinung wie mein Mann. Es stimmt, das Leben ist teurer geworden.
Selbst wir, bisher Doppelverdiener, schauen was es rundherum kostet.

Lebensmittel sind für mich/uns bisher noch im Rahmen geblieben.
Der Rest von dem Du schreibst, na ja, da können nicht alle sparen. Ohne Mos nichts los…
d.h. fast jeder muss ja zur Arbeit fahren….Trotzdem sollten wir den Kopf nicht hängen lassen.
Das Weihnachtsfest sollte auch mal wieder auf normale Werte zurück kommen.
Spaß und Freude mit der Familie sind auch was wert.

Gruß Cris
Titel: Re: Milchpreise
Beitrag von: CS 977 am 13. Dezember 2007, 07:03:40
Also ich gehe mal davon aus das der neue Butterpreis in etwa zwischen dem alten 0,8 und dem aktuellen von 1,2 Euro liegt, also ca bei 1 Euro für das 250 g Päckchen! Also der große Boom bei den Milchpreisen wird sich abschwächen aber unter 30 Cent geht der Preis nicht.
Die Milchhändler kommen hier jetzt auch dadurch in Schwierigkeiten. Auf einmal soll die Nordmilch deren Milch abnehmen. Habe gestern gehört das die Zufriedenheit mit der Milchhanse (hiesiger Milchhändler) doch vorsichtig fomuliert deutlich nachgelassen hat!
Aber das Milchboard wird uns die Preise ja retten... ;D
Titel: Re: Milchpreise
Beitrag von: Frank am 15. Dezember 2007, 18:34:06
Hier werden wohl Überbestände abverkauft.
Ich denke, dass sich der Gleichgewichtspreis bei 0,99 EUR / 250gr liegen wird.
Ob der sich halten wird ist natürlich fraglich, da der Preis für den Rohstoff Milch beim Landwirt wohl kaum wieder sinken wird, da Milchprodukte im Export weiter stark nachgefragt sind.
Titel: Re: Milchpreise
Beitrag von: CS 977 am 15. Dezember 2007, 21:12:37
Die Milchpreise werden sinken, das sieht da leider nach aus! Die Spotmarkthändler sind doch auch schon mit ihrem Latein am Ende weil die Nachfrage nach von denen gebündelter Milch auch strak sinkt...
Titel: Re: Milchpreise
Beitrag von: ct am 18. Dezember 2007, 14:49:24
Ach CS 977,
wer verbreitet denn so einen Blödsinn ? :stop:
Das Geschwafel der Nordmilch ist jedenfalls absolut dummes Zeug und was unser Verband von sich gibt ist fast das gleiche. :hopp: :baeh:
Die Nordmilch wird dieses Jahr wieder die rote Laterne abbekommen, keine Sorge.
Top Agrar Milchpreisspiegel, gleitender Schnitt in 2007 sagt da alles. :klugscheiss:
Da ist jeder milchhanse Lieferant in 2007 wesentlich besser gefahren. :kuh:
Aber von mir aus kannst auch das Gegenteil glauben, aber dann behalt es bitte für dich, denn das sind leider nur absichtlich gestreute Parolen, damit keiner mehr bei der Nordmilch kündigt.

Diese Einschüchterungstaktik der Nordmilch soll nur den weiteren Schwund von
Mitgliedern eindämmen.
Seit Okt 05 hat die Nordmilch bis zum Nov. 07 insg. 2015 eigene Lieferanten
verloren. :zahnstocher:
In diesem Zeitraum enthalten sind alle, die die Milchanlieferung an die
Nordmilch eingestellt haben, also auch Aufgabe des Gesamtbetriebs, Aufgabe
der Milcherzeugung und der Wechsel an eine andere Molkerei.
Alle Ausscheider haben aber zum Ende aller Fristen den Anspruch auf die
Auszahlung der Geschäftsanteile.
Innerhalb von Nov. 06 bis Nov. 07 haben 1240 Lieferanten die Milchandienung
an die Nordmilch aus vielerlei Gründen gestoppt.
Die monatliche Milchanlieferung von eigenen Nordmilchlieferanten ist
immerhin im Zeitraum von Nov. 06 mit 221,5 Min. kg auf bis 197,8 Min. kg im
Nov. 07 gesunken.
Die Nordmilch schreibt in ihren letzten Rundschreiben an die Mitglieder aber
von einer Erhöhung der Monatsmilchmenge im Nov 07 im Vergleich zum Vorjahr
um 4,6 %.
Hier werden eindeutig die Liefermengen aus dem letzten Jahr schon um die
verlorenen Mitglieder und Milchmengen in 07 optisch geschönt, wie aus der
Fußnote und den alten Rundschreiben eindeutig hervorgeht. ;-p
In Wirklichkeit hat die Nordmilch in diesem Zeitraum von ihren Mitgliedern
nur eine Jahresmenge von ca. 2,9 Mrd. kg Milch angedient bekommen, ergibt
eine Addition der Monatsmengen.
Von wo und zu welchen Preisen wird die andere verarbeitete Milchmenge bis zu
den immer genannten 4 Mrd. kg wohl zugekauft?
Bekommt man Mengen zu schlechteren Preisen als Nordmilchpreis zugekauft ?
 :denk:Über dieses Thema werden die Mitglieder wieder klar im Dunkeln gelassen.
Bestimmt wäre es diskussionswürdig dieses Thema deutlich zu klären.
Vor allem ob es in dieser Form weiterhin so sinnvoll ist Milchwerke mit
einer schlechte Verwertung durch Zukaufsmengen künstlich am Leben zu
erhalten. Gibt es eine Kalkulation, um wieviel Cent sich der Milchpreis für
die Mitglieder und Eigentümer durch diese Strategie erhöht (oder verringert)
?

Weiterhin steht der Nordmilch ein turbulenter Jahreswechsel und ein neues
schweres Jahr 2008 bevor. :fecht:
Allein aus Aktionismus ist die Nordmilch aus diesem Hintergrund im Moment
zum Handeln verdammt -> peinliche Liebesbriefaktion .... ***ggg.
Denn ändert die Nordmilch im neuen Jahr die Satzung, um die
Umgründungsklausel aus der alten Satzung zu entfernen, gibt sie dann den
noch verbliebenen Mitgliedern damit ein neues einfaches
Sonderkündigungsrecht, wovon dann bestimmt rege Gebrauch gemacht wird. :idee:

Egal wie die Nordmilch sich in Zukunft verhält, es wird nicht einfach die
Lieferanten und Mitglieder ohne einen überdurchschnittlichen Milchpreis und
ohne ein richtiges Vertrauensverhältnis zum
bleiben animieren zu können.
Die momentane Firmenphilosophie der Nordmilch, mit dem Aufbauen von hohen
Mauern und die Strategie der Einschüchterung mit Zuckerbrot (Prämien) und
Peitsche (Verbandsdiszi), um die Leute mit aller Gewalt am gehen zu hindern,
erinnert stark an die vergangene DDR Historie.
Sind sich die Mitglieder überhaupt alle bewusst, daß sie sich durch das
dulden dieser Philosophie selbst innerhalb dieser Mauer einsperren lassen?
Ist hier noch der Genossenschaftsgedanke an oberster Stelle oder nach
welcher Prämisse richtet sich hier das Unternehmen?
Wir werden sehen wieviel die Versprechungen aus der Top Agrar 11/2007 dann
wirklich taugen.
Dort hat Dr. Gloy ein Milchgeld von 38 Cent für die ersten Monate in 08
angekündigt. In persönlichen Gesprächen mit Lieferanten loben die
Nordmilchvertreter die 38 Cent sogar bis zum März 08 an. Daran werden sie
sich unzweifelhaft
messen lassen müssen.
Die Gerüchteküche diesbezgl. brodelt aber auch auf Hochtouren und kündigt
bereits eine
Milchpreisabsenkung unter die 38 Cent bereits für Dez.07 an.
Damit würde sich die Nordmilch dann selbst den Gnadenstoß geben. crazy
Warten wir es doch einfach ab.

Gruß Christian :weihnachten:

Hier noch eine aktuelle Übersicht zur Nordmilch
  Monat     LieferantenVeränderung  Milchmenge Veränderung
                                  Vormonat     Mio. kg         Vormonat
      Okt 05      8785
      Nov 05      8711 -74
      Dez 05      8657 -54
      Jan 06       8348 -309
      Feb 06       8315 -33
      Mrz 06       8320 5
      Apr 06       8205 -115
      Mai 06       8175 -30
      Jun 06       8146 -29
      Jul 06         8113 -33
      Aug 06       8097 -16
      Sep 06       8047 -50
      Okt 06       8010 -37
      Nov 06       7946 -64      221,5
      Dez 06       7920 -26      242,0     20,5
      Jan 07       7655 -265      244,0      2,0
      Feb 07        7631 -24      221,5    -22,5
      Mrz 07       7622 -9        248,2     26,7
      Apr 07       7483 -139     243,6     -4,6
      Mai 07       7403 -80       251,5      7,9
      Jun 07       7369 -34        231,4     -20,1
      Jul 07          7218 -151    222,7     -8,7
      Aug 07       7147 -71       214,1     -8,6
      Sep 07       7042 -105      201,1     -13
      Okt 07       6912 -130      204,0     2,9
      Nov 07       6770 -142      197,8     -6,2


Titel: Re: Milchpreise
Beitrag von: Ede am 18. Dezember 2007, 15:31:18
Die Milchpreise werden sinken, das sieht da leider nach aus! Die Spotmarkthändler sind doch auch schon mit ihrem Latein am Ende weil die Nachfrage nach von denen gebündelter Milch auch strak sinkt...

Wenn schon kein anderer den Milchpreis zerredet, dann müssen es die Bauern wohl selbst machen, oder was hat das nun zu bedeuten?  :nixweiss:

Wenn ich so meine Milchgeldabrechnung der letzten Monate ansehe, macht melken endlich mal wieder Spaß.

MfG
Ede
Titel: Re: Milchpreise
Beitrag von: CS 977 am 18. Dezember 2007, 16:55:10
Warten wir es einfach mal ab! Anfang des Jahres sind wir schlauer. Dann werden wir auch wissen wer der Milchhanse die Milch abnimmt und vielleicht sogar zu welchem Preis...
Titel: Re: Milchpreise
Beitrag von: Frank am 27. Dezember 2007, 14:01:03
Wird es denn eine Quotenaufstockung, also eine Erhöhung der zulässigen Produktionsmengen, zum 01.04.2008 geben?
Das würde ja zu einem etwas höheren Angebot führen, was bei gleichbleibender Nachfrage zu sinkenden Preisen führen kann.

Welche Auswirkungen für die Erzeuger und für die Verbraucher sind dann denkbar?
Titel: Re: Milchpreise
Beitrag von: Matthias am 27. Dezember 2007, 14:17:52
Ja , die Quote wird erhöht 2 % glaube ich. Aber Europaweit gibt es zur Zeit einige Länder die die Quote schon seit ein paar Jahren nicht erfüllen, und auch in Deutschland gibt es viele die ihre Quote nicht erfüllen. Also denke ich wird der Effekt der Quotenanhebung nicht so stark ins Gewicht führen.
Außerdem die die jetzt aufs Gas treten überliefern mit und ohne Quotenanhebung, bei der Superabgabe die im Gespräch ist produziert man diese Übermilch im schlimmsten Fall zu den Preisen des Vorjahres.
Titel: Re: Milchpreise
Beitrag von: Frank am 27. Dezember 2007, 14:19:21
Als Nicht-Milcherzeuger frage ich mal:
Welche Superabgabe ist im Gespräch?
Titel: Re: Milchpreise
Beitrag von: Matthias am 27. Dezember 2007, 14:32:49
Die Superabgabe soll bei 27,83 ct liegen, wobei in den wenigsten Fällen die volle Superabgabe fällig wird, Wenn in der  eigenen Molkerei die Quote nicht erfüllt wird hat man bis 10 % Überlieferung nichts zu befürchten, ansonsten hängt es mit der Höhe der der prozentualen Überlieferung des einzelnen im Verhältniss zur Molkereiüberlieferung an. Haben wir mal in der Fachschule durchgerechnet, kann ich aber jetzt nicht wiedergeben.
Titel: Re: Milchpreise
Beitrag von: CS 977 am 27. Dezember 2007, 20:15:45
Über die tatsächliche Höhe der Superabgabe kannst du aktuell noch nix sagen! Viele gehen davon aus das sie wenn überhaupt niedrig ausfallen wird, aber es sind ja noch drei Monate! Allerdings sind die Fettprozente hoch, das kann den Spielraum einschrenken...
Bei der Quotenerhöhung braucht man dann nächstes Jahr keine Quote kaufen, in Deutschland haben wir es die letzten Jahre man gerade geschaftt die jährliche Erhöhung um 0,5% zu ermelken...
Titel: Re: Milchpreise
Beitrag von: Frank am 28. Dezember 2007, 16:47:48
Wo wird die dann letztendlich landen? 15 ct?
Wenn Du also 38ct pro Liter bekommst, für die Überlieferung dann wieder 15ct abgezogen werden, dann bleiben aber doch 23ct über.
Dieser geringere Auszahlungspreis ist doch sicher besser und der Verlust ist niedriger, als wenn ich nun meine Produzentinnen "herunterfahre" um die dann ab 01.04. wieder anzutreiben. Das wird doch auch nicht so ganz funktionieren, oder?
Ist doch eigentlich nur eine simpele kaufmännische Rechnung, wo ich weniger Verluste habe, oder?
Titel: Re: Milchpreise
Beitrag von: Jochen am 28. Dezember 2007, 17:48:01
Hi

Ich find die Superabgabe ja sowieso eine der größten Blödheiten die da eingeführt wurden...

Warum können es länder wie die Kanada etc. und wir nicht? dort gibts einen preis für die milch der fürs kontigent geliefert für den rest gibts weltmarktpreis - ok ich weiß derzeit nicht die höhe des preise aber teilweise wurde wenn man die superabgabe abzieht weniger ausbezahlt - ich versteh das system so nicht ganz

und die quotenerhöhung wird halt dazu dienen das sie keinen wert mehr ....

mfg
Titel: Re: Milchpreise
Beitrag von: cara am 28. Dezember 2007, 17:50:35
Was ist denn die SUperabgabe?? :gruebel:
Titel: Re: Milchpreise
Beitrag von: Matthias am 28. Dezember 2007, 17:53:42
Superabgabe ist eine Strafzahlung die man leisten muss für Überlieferung der Quote. Sie lag in den letzten Jahren so hoch das es nicht Sinnvoll war zu überliefern.

Wie CS schon sagt wenn Deutschlandweit die Quote nicht erfüllt wird gibt es gar keine Superabgabe. Ansonsten hängt es von der Höhe der Überlieferung ab wieviel der einzelne zu Zahlen hat 15 ct sind realistisch und dabei würde man seine "Übermilch" fast zum Vorjahrespreis los. Die Produktion aus Quotengründen zu bremsen haben schon einige bitter bezahlt.
Titel: Re: Milchpreise
Beitrag von: ct am 29. Dezember 2007, 19:14:25
Was ist denn die SUperabgabe?? :gruebel:

Ich möchte noch kurz ergänzen, dass die Gelder, die wir Milcherzeuger als Superabgabe für zu viel produzierte Mengen an die EU abführen müssen dazu verwendet wurden Exportsubventionen an unsere Molkereiwirtschaft zu zahlen.
Im Prinzip schaden wir uns doppelt.
Einmal mit der Superabgabe und ein zweites mal durch die so entstehenden Dumpingpreise für Milchprodukte, mit denen der Weltmarktpreis in der Vergangenheit noch von uns selbst künstlich gedrückt wurde.  :runter:
Wie wurde sonst immer argumentiert : "Nö, höhere Milchpreise können wir euch Milcherzeugern nicht geben, Guckt doch nur mal diese miserablen Weltmarktpreise für Butter und Pulver an ..."
Ein halbes Jahr später wird genau anders herum argumentiert - zumindest bis zum 1. Okt- und aktuell ist das mit der Milchknappheit auch schon nicht mehr wahr und und und .....

http://www.misereor.de/themen/welthandel/weltagrarhandel/fallbeispiel-milch.html (http://www.misereor.de/themen/welthandel/weltagrarhandel/fallbeispiel-milch.html)

Mehr zu den Hintergründen gibt es auch hier in dem knapp 6 minütigen Video. Dort erklärt Prof. Radermacher sehr schön das Dilemma, in dem wir Milcherzeuger bisher gefangen waren.

http://www.myvideo.de/watch/1947274 (http://www.myvideo.de/watch/1947274)

Gruß  :wink: Christian

Titel: Re: Milchpreise
Beitrag von: CS 977 am 29. Dezember 2007, 19:38:10
Was wird denn im zweiten Link zu erzählt? Kann das Video zwar gucken, habe aber keine Boxen um es zu hören...
Und zum ersten Link, was soll man dazu sagen? Sollen wir unsere Milchproduktion reduzieren damit die mehr produzieren können und dann hier her liefern? Wir sollten uns da kein schlechtes Gewissen aufgrängen lassen. Sollten uns angewöhnen zuerst an uns zu denken und dann an die anderen! Nur vom guten Gewissen das wir Entwicklungsländern helfen unser Märkte zu bedienen kann hier auch keiner leben...
Titel: Re: Milchpreise
Beitrag von: ct am 29. Dezember 2007, 19:48:09
Hallo CS,
1. Kauf dir Boxen .... ;D
2. Es geht zwar bei dieser Betrachtung auch um die Schädigung der Entwicklungsländer, aber man muß hier auch immer den Umkehrschluß ziehen. Die Botschaft lautet ganz einfach : "Preis vor Menge" und nicht Menge produzieren, egal zu welchem Preis.
Die genaue Erklärung gibts im Video. Also kauf Dir Boxen  ;D
Gruß CT
Titel: Re: Milchpreise
Beitrag von: donnershag am 29. Dezember 2007, 19:56:43
Zum ersten link von Christian möchte ich nur anmerken, daß die Milchproduktion in Indien von 1995 bis 2005 um etwa ein Drittel angestiegen ist.

Gruß Martin
Titel: Re: Milchpreise
Beitrag von: CS 977 am 29. Dezember 2007, 20:12:55
Das heißt dann ja Menge runter, und zwar in Europa um 20 % damit der Selbstversorgungsgrad bei 100 liegt. Würde aber nur was bringen wenn man dann den Markt gegen Importe schützt und abschottet, denn sonst geht das ganz schnell das andere Länder nicht nur unsere Exportmärkte übernehmen sondern auch unseren preislich dann sehr guten Binnenmarkt erobern. Wie groß die Wahrscheinlichkeit ist das wir unsere Agrarmärkte wieder abschotten brauch ich glaube ich nicht zu erklären. Nächste Möglichkeit wäre dann weltweit die Milchproduktion zu drosseln, auch unwahrscheinlich!
Wie stellst du dir das vor, wie das geregelt werden soll?
Titel: Re: Milchpreise
Beitrag von: CS 977 am 30. Januar 2008, 12:25:11
Hier mal so ein paar Preise die ich heute vormittag so erfahren habe:

Dezember 07:

 Nordmilch 38
Ammerland 43
Milchhanse 29-30
van Bakel   34,2

Januar 08:

Nordmilch 38
Ammerland 38

Und der Rest? Wie zahlt der Rest so aus?

Allgemeine Tendenz: fallend...
Titel: Re: Milchpreise
Beitrag von: Thomas am 30. Januar 2008, 12:30:33
Schmalfeld Dezember 40 Cent, für Januar wird gemunkelt, dass es 35 geben soll. In 2 Wochen wissen wir mehr.

Gruß
Thomas
Titel: Re: Milchpreise
Beitrag von: CS 977 am 30. Januar 2008, 12:35:25
Mit den 35 für Januar habe ich auch so gehört. Die Verwertung aus Konzentraten (Butter und Pulver) soll ja nur noch bei 28 oder 29 cent liegen...
Titel: Re: Milchpreise
Beitrag von: Michi am 23. Juni 2009, 18:44:47
so, ich hab da mal ein bisschen nachgedacht und mich von anderen bereichen der lw inspirieren lassen.

warum werden nicht einfach mal die milchliefermengen der einzelnen landwirte als "soll und ist" veröffentlicht??

das ist meiner meinung nach momentan die einzige chance dafür zu sorgen das sich jeder an seine quote hält und damit die milchmenge zu kontrollieren.

schliesslich ist die einhaltung der quote doch auch grundlage der solidarischen milchpreisgestaltung. und wer sich nicht dran hält macht sie kaputt ...
Titel: Re: Milchpreise
Beitrag von: Henrik am 23. Juni 2009, 18:58:43
 :daumen:

Dann löst sich der BDM auf.
Titel: Re: Milchpreise
Beitrag von: Michi am 23. Juni 2009, 20:43:02
ich glaube auch, da würde so mancher gehörig auf den arsch fallen. aber ich glaube ohne eine solche transparenz wird man ewig in der sackgasse stecken bleiben.
Titel: Re: Milchpreise
Beitrag von: CS 977 am 23. Juni 2009, 21:34:41
Die Quote läuft nun mal 2015 aus und deswegen ist das schon in Ordnung wenn man bis dahin die Quoten erhöht und damit die Quotenregelung quasi lockert, d.h dann natürlich auch das einige Betriebe diesen Spielraum ausnutzen und ihre Milchproduktion mehr oder weniger deutlich über ihre vorhandene Quote hinaus ausdehen...

Ich weiß das es einigen Leuten sehr weh tut, aber ich denke Angebot und Nachfrage müssen sich von alleine wieder einpendeln. Eine Quote wird immer unflexibel sein!

Die aktuelle Milchanlieferung in der EU liegt doch sogar unter der der Vorjahre, d.h. die Quotenerhöhungen der letzten Jahre wurden garnicht beliefert. Die aktuelle Milchpreise sind schon schwer erträglich, aber noch schlimmer wäre es wenn man dazu immer noch hohe Quotenkosten hätte...

Außerdem baut die EU ihren Aussenschutz ab und für mich passt einfach dieser Abbau in Kombination mit einer strengen Quote einfach nicht zusammen, es sei denn Ziel der EU Agrarpolitik besteht daran die Länder darin zu unterstützen in die EU zu exportieren...

Von daher halte ich es für absoluten Irrsinn sich über das Auslaufmodell quote irgendwelche Gedanken zu machen. Und damit diese Gedanken endlich mal aufhören sollte die EU die Quoten am Besten nochmal um 5 % erhöhen! Dann ist das Thema entgültig vom Tisch und niemand muß sich berufen fühlen mit´m Trecker nach Brüssel oder sonst wo hinzufahren...
Soll auch Berufszweige geben die ohne Produktionquoten wirtschaften können, habe ich mal gehört... ;)
Titel: Re: Milchpreise
Beitrag von: euro am 23. Juni 2009, 21:42:04
Nur die dümmsten Kälber applaudieren ihrem Metzger ...
Titel: Re: Milchpreise
Beitrag von: Jonny B.Goode am 23. Juni 2009, 22:05:07

      Also...es wird keine wundersamme Heilung des Milchmarktes geben.Es ist Ziel der Politik,und das Europaweit ,die Landwirtschaft
               an den freien Markt zu gewöhnen

             Die  Utopien  des BDM sind auf Dauer Unsinn und überflüssig.
             (Warum gabs die Milchprämie,die langsam aber sicher abgebaut wird;Die Krücke zum aussteigen aus dem fahrenden Zug)

             (Warum gabs eigentlich in der Vergangenheit keinen BDS (Bund deutscher Schweinehalter))

            Wie CS 977 schon sagte ;ich hab auch gehört das es Zweige in der Landwirtschaft gibt die im freien Markt bestehen.

            Seht den Tatsachen in die Augen und entscheidet euch ob ihr in der Lage seid finanziell und nervlich die kommenden
            Jahre zu überstehen.
             (Und behaltet im Hinterkopf das alle existierenden Prämien auf Dauer keinen Bestand haben)

      Quelle:"Aus einem Gespräch mit einem besonnenem älteren Landwirt"
Titel: Re: Milchpreise
Beitrag von: euro am 23. Juni 2009, 22:10:52
Es ist schon ungaublich mit welcher Naivität manche ihre Zukunft sehen.
Jungs die Amis hatten auch mal Quote.
Die Amis haben kein QM, kein CC und dürfen Hormone einsetzen.
Kennt irgendjemand von euch die Entwicklung, vor allem die regionale, der Milchproduktion dort, nach Abschaffung der Quote?
Titel: Re: Milchpreise
Beitrag von: CS 977 am 23. Juni 2009, 22:19:26
Hallo euro,

kluger Satz den du da geschrieben hast! Kannst den ja vielleicht noch etwas erläutern...

@ Jonny B.Goode

Die Schweinhalter haben ja ne eigene Interessenvertretung....

http://www.schweine.net/

Die Geflügelleute haben auch was in der Richtung.

Das ist ja auch ok, aber die arbeiten nicht mit den selben Methoden wie der BDM. Die arbeiten irgendwie mehr im tatsächlichen Interesse ihrer Mitglieder. Ihre Arbeit ist sachlicher! ;ir ist nicht bekannt das die ISN mal ne Ferkelquote oder so gefordert hat...
Im Gegensatz zum BDM, der an der Realtät vorbei arbeitet. Irgendwelche Wunschträume fordert oder in Aussicht stellt und wenn das nicht in Erfüllung geht rumschreit und hetzt...
Titel: Re: Milchpreise
Beitrag von: CS 977 am 23. Juni 2009, 22:21:27
@ euro: Und du meinst die Amerikaner können wir mit ner europäischen Quote ohne Außenschutz aufhalten?

Das stell ich mir die Frage wie naiv bist du?
Titel: Re: Milchpreise
Beitrag von: euro am 23. Juni 2009, 22:29:18
@ euro: Und du meinst die Amerikaner können wir mit ner europäischen Quote ohne Außenschutz aufhalten?

Das stell ich mir die Frage wie naiv bist du?

Der Naive bist ganz klar du.
Aussenschutz funktioniert wenn du entsprechende Kriterien festlegst zB keine Hormonmilch egal woher, keine abgesiebte Zellmilch aus Ozeanien etc.
Die momentane EU-Politik des Dänentrampels läuft klar auf Produktion in begünstigte Küstenregionen bzw. in Länder mit hoher nationaler Beihilfe hinaus.
Das verstösst imho gegen den EU-Vertrag.
Mit dem Kalb warst übrigens du auch gemeint weil du die Zusammenhänge nicht schnallst.
Wie gesagt schau mal nach Amiland wohin die Milchproduktion dort, nach Ende Quote migriert hat.
Titel: Re: Milchpreise
Beitrag von: Matthias am 23. Juni 2009, 22:37:11
@ euro: Und du meinst die Amerikaner können wir mit ner europäischen Quote ohne Außenschutz aufhalten?

Das stell ich mir die Frage wie naiv bist du?

Der Naive bist ganz klar du.
Aussenschutz funktioniert wenn du entsprechende Kriterien festlegst zB keine Hormonmilch egal woher, keine abgesiebte Zellmilch aus Ozeanien etc.
Die momentane EU-Politik des Dänentrampels läuft klar auf Produktion in begünstigte Küstenregionen bzw. in Länder mit hoher nationaler Beihilfe hinaus.
Das verstösst imho gegen den EU-Vertrag.
Mit dem Kalb warst übrigens du auch gemeint weil du die Zusammenhänge nicht schnallst.
Wie gesagt schau mal nach Amiland wohin die Milchproduktion dort, nach Ende Quote migriert hat.

du bist ja voll über den Milchmarkt auf dem laufenden  :bruell:
Titel: Re: Milchpreise
Beitrag von: CS 977 am 23. Juni 2009, 22:38:17
Und weil ich daran zweifele das die von dir beschriebenen Kriterien beim Import von Milchprodukten eingeführt werden und dann auch bestand haben bin ich naiv?

Und was bist du dann? ;D

Die Milchproduktion wird auch in Europa in die guten Produktionsregionen wandern! Da wo sie auch hingehört!
Hat man ja an den Börsenterminen in der Vergangenheit gesehen wo die Quote hinwandert, immer Richtung Norden!


Titel: Re: Milchpreise
Beitrag von: Michi am 23. Juni 2009, 22:49:31
auch die usa hat enorme probleme mit den milchpreisen. dort finanziert ein fond den kontrollierten ausstieg von betrieben.
Titel: Re: Milchpreise
Beitrag von: CS 977 am 23. Juni 2009, 22:50:51
Ne Quotenregelung funktioniert nur bei

1. vollem Außenschutz
2. bei 100 % Selbstversorgunggrad
  
Das bedeutet wenn wir Quote kürzen wollen, dann nicht um 5 % (hätte dann nur eine kurzfristige Wirkung), sondern mindestens um 20 % dammit wird von 120 auf 100 % Selbstversorgung die Produktion verringern.
Da dann aber durch die gestiegenden Preise der Inlandverbrauch zurück geht, müßte man dann wahrscheinlich nochmal 5 bis 10 % kürzen. Also wären wir dann bei 25 bis 30 % Kürzung! Wo dann wohl der Quotenpreis hingeht?

Aber wir haben nunmal immer weniger und bald keinen Außenschutz mehr! Das bedeutet wir können dann unsere Quoten nochmal weiter kürzen. Denn alles was an haltbaren Milchprodukten benötigt wird kann man günstiger von außerhalb der EU beziehen...
Also bei strikter Quote mit deutlichem Preiseffekt und das ganze ohne Außenschutz, würde ich mal sagen können wir die Quote halbieren!
Titel: Re: Milchpreise
Beitrag von: euro am 23. Juni 2009, 22:52:38
auch die usa hat enorme probleme mit den milchpreisen. dort finanziert ein fond den kontrollierten ausstieg von betrieben.

Nö, die Amis zahlen Betrieben unter 100 Kühen nen Ausgleich wenn der Preis unter ein festgestztes Limit fällt.
Titel: Re: Milchpreise
Beitrag von: euro am 23. Juni 2009, 22:54:09
Wo dann wohl der Quotenpreis hingeht?



Heist wohl du hast jetzt keine Quote? Oder wie?
Titel: Re: Milchpreise
Beitrag von: Michi am 23. Juni 2009, 22:54:32
da gibt es ein ausstiegsprogramm ... link find ich grad nicht, hatte ich im bäuerinnentreff schon mal gepostet.
Titel: Re: Milchpreise
Beitrag von: CS 977 am 23. Juni 2009, 23:01:40
Wo dann wohl der Quotenpreis hingeht?



Heist wohl du hast jetzt keine Quote? Oder wie?

Wüßte nicht was dich das angeht!? 
Titel: Re: Milchpreise
Beitrag von: CS 977 am 23. Juni 2009, 23:04:21
auch die usa hat enorme probleme mit den milchpreisen. dort finanziert ein fond den kontrollierten ausstieg von betrieben.

Vor den Amerikanern habe ich keine Angst. Die kochen auch nur mit Wasser! So viele Regionen gibt es nicht auf der Welt die billiger produzieren können wie wir...
Titel: Re: Milchpreise
Beitrag von: Michi am 23. Juni 2009, 23:04:35
Wo dann wohl der Quotenpreis hingeht?



Heist wohl du hast jetzt keine Quote? Oder wie?

Wüßte nicht was dich das angeht!? 

hmmm ...
Titel: Re: Milchpreise
Beitrag von: CS 977 am 23. Juni 2009, 23:20:02

hmmm ...

Warum hmmm...?

Besteht neuerdings dazu Auskunftspflicht? Weil du dir das so schön ausgedacht hast?
Titel: Re: Milchpreise
Beitrag von: Michi am 23. Juni 2009, 23:36:43
nö. was macht die biogasanlage?
Titel: Re: Milchpreise
Beitrag von: euro am 23. Juni 2009, 23:50:52
Ist doch schon komisch wenn jemand von Produktionsreduktion um 20-50% schreibt und dann gleichzeitig über hohe Quotenkosten heult.Glaubhaft ist anders ...
Bestätigt eigentlich meine Vorurteile über Komamelker. ;D
Titel: Re: Milchpreise
Beitrag von: Matthias am 24. Juni 2009, 06:50:07
Ist doch schon komisch wenn jemand von Produktionsreduktion um 20-50% schreibt und dann gleichzeitig über hohe Quotenkosten heult.Glaubhaft ist anders ...
Bestätigt eigentlich meine Vorurteile über Komamelker. ;D

Außer dem üblichen BDM-Gewäsch, und Angriffen auf den Gegenüber ist von dir aber auch nix konstruktives gekommen, aber das scheint ja bei dir Programm zu sein. Wie hier http://www.agrowissen.de/de/forum/index.php?topic=5435.0 Erst wettern und wenn eine konkrete Frage kommt hört man nichts mehr von dir.
Titel: Re: Milchpreise
Beitrag von: CS 977 am 24. Juni 2009, 08:20:39
Ist doch schon komisch wenn jemand von Produktionsreduktion um 20-50% schreibt und dann gleichzeitig über hohe Quotenkosten heult.Glaubhaft ist anders ...
Bestätigt eigentlich meine Vorurteile über Komamelker. ;D

Wenn du meine Beiträge richtig lesen würdest, dann hättest du erkannt das ich nur beschrieben habe unter welchen Umständen überhaupt eine Weiterführung der Quote mit dem Ziele einer dauerhaften Milchpreiserhöhung  funktionieren könnte...

Und dann wäre eine Kürzung zwischen 20 und 50 % nötig, je nach dem im welchem Umfang der Außenschutz bestehen bleiben würde (was er aber ja nicht tut).

Habe aber nicht beschrieben das ich das befürworten würde.

Ich habe manchmal den Eindruck das BDMler so versteift in ihre Propaganda sind, das sie der anderen Seite garnicht mehr zuhören oder zuhören wollen. Ich will nämlich Niemanden die Intelligenz absprechen die beschriebenen Zusammenhängen zu verstehen...

Und wenn du was von Komamelkern schreibst, dann kann ich dir versichern das mich das kein Stück berührt. Da kann ich nur drüber lächeln...

@ Michi: Denke (und hoffe) mal das wir im September sowohl mit BGA als auch Kuhstallanbau beginnen können so daß wir zumindest mit der BGA noch 2009 ans Netz gehen können. Beim Kuhstall ist hauptsächlich erstmal die neue Vorgrube wichtig, weil von da die zentrale Güllenetnahme für die Anlage erfolgen soll...
Titel: Re: Milchpreise
Beitrag von: canuck am 27. Juni 2009, 17:57:40
habt ihr nicht gesetze und regelungen in deutschland  an diese ihr euch streng haltet ?
es scheint mir  laecherlich eine quota  fuer milch zu haben, aber wenns  darum geht  der regulation  der milchmenge  da sind  allerlei fuer tricke  um das ganze  legal zu umgehen.
kontrolliert  alles  so genau  wie beim umweltschutz  oder dem srassenverkehr und eure milchmenge  wird  sich  der quota menge  annaehern.

canuck
Titel: Re: Milchpreise
Beitrag von: lilly am 16. Mai 2010, 12:19:14
ganz am rande habe ich etwas aufgeschnappt:

der milchpreis wird in kurzer zeit auf über 40 cent steigen.
begründung: alle läger seien leer, reichlich milchpulver ist nach afrika gegangen und die nachfrage der chinesen
sei wieder gestiegen.

die prognose ist ja super.
der haken:
es würde nicht sehr lange anhalten, und dann würde der preis sehr schnell wieder auf das niveau von 23-25 cent fallen.

was meint ihr?
ist da was wahres dran oder nur stammtischgeschwätz?
Titel: Re: Milchpreise
Beitrag von: Ede am 16. Mai 2010, 13:41:39
Die Lager seien leer?
Hat da jemand vergessen, daß 282000 Tonnen Milchpulver und 83000 Tonnen Butter in die Intervention gegangen sind, und diese noch nicht wieder ausgelagert sind?

Ich halte das für Stammtischgeschwätz. Prognostiziert wird momentan ein möglicher Preis von 32Cent zum Jahresende.
Titel: Re: Milchpreise
Beitrag von: lilly am 16. Mai 2010, 19:45:11
kann man irgendwo im www nachlesen, mit was und mit wieviel die interventionsläger gefüllt sind?
Titel: Re: Milchpreise
Beitrag von: Ede am 16. Mai 2010, 20:27:59
Die Zahlen habe ich in einem Bericht bei Agrarheute von irgendwo Februar/März diesen Jahres gefunden.

Finde den Beitrag aber leider nicht wieder.
Titel: Re: Milchpreise
Beitrag von: lovelyjuergen am 17. Mai 2010, 07:58:45
Hier mal ein Link zu Beständen und Kosten :
http://europa.eu/rapid/pressReleasesAction.do?reference=IP/09/1779&format=HTML&aged=0&language=DE&guiLanguage=en


und für den, der französisch kann :

http://ec.europa.eu/agriculture/markets/freefood/index_fr.htm

Gruss
Jürgen
Titel: Re: Milchpreise
Beitrag von: Ede am 17. Mai 2010, 08:12:29
Moin Jürgen,
der erste Link hat mMn nichts mit den tatsächlichen Lagerbeständen zu tun, da geht es doch lediglich um Hilfsprogramme und die dafür zu verwendenden Mengen aus den Lagerbeständen, wenn ich das richtig sehe, oder nicht?

Zitat.
"Die Europäische Kommission hat heute ihr Nahrungsmittelhilfeprogramm für bedürftige Bevölkerungsgruppen für 2010 veröffentlicht."

Bei Butter kommen die auf "nur" 51148Tsd Tonnen, Milchpulver 65290Tsd Tonnen, die verwendet werden, das ist definitiv weniger als die Mengen, die eingelagert wurden.

MfG
Ede
Titel: Re: Milchpreise
Beitrag von: Mathilde am 17. Mai 2010, 12:46:37
Hallo,

soviel zu Euren "Milchpreisen"
Heute in einem Werbeprospekt von einem Supermarkt (Kette) gelesen:
H-Milch 1,5% Fett 1Liter Packung Einzelpreis 0,48 €  ab 12 Packungen je 0,45 €  Sie sparen 0,36 € beim Kauf von 12 Packungen

Wie krank ist denn so was ?

LG Mathilde
Titel: Re: Milchpreise
Beitrag von: Matthias am 17. Mai 2010, 18:45:57
Um da mal was dagegenzusetzen

http://www.topagrar.com/index.php?option=com_content&task=view&id=18408&Itemid=519#usercomments

Ich denke das momentan der beste Zeitpunkt ist die Interventionsläger zu leeren.
Titel: Re: Milchpreise
Beitrag von: hoschscheck am 17. Mai 2010, 19:03:40
kann man irgendwo im www nachlesen, mit was und mit wieviel die interventionsläger gefüllt sind?



http://www.milchwirtschaft.de/downloadcenter/dateien/notierung_marktordnungsbestaende.pdf

Gruß vom Hoschscheck
Titel: Re: Milchpreise
Beitrag von: lovelyjuergen am 17. Mai 2010, 19:34:52
Hallo,

soviel zu Euren "Milchpreisen"
Heute in einem Werbeprospekt von einem Supermarkt (Kette) gelesen:
H-Milch 1,5% Fett 1Liter Packung Einzelpreis 0,48 €  ab 12 Packungen je 0,45 €  Sie sparen 0,36 € beim Kauf von 12 Packungen

Wie krank ist denn so was ?

LG Mathilde

Man kann ja niemandem verbieten, unter Einstand zu verkaufen .....
Aber bei der milch macht es einer und nur für ein paar Tage.
Im Pflanzenschutz ist es leider bei vielen Produkten dauerhaft und bei allen Händlern der Fall......

Gruss
Jürgen
Titel: Re: Milchpreise
Beitrag von: Stefan am 20. November 2011, 15:50:21
Wollte mal hören wie ihr so die Entwicklung des Milchmarktes einschätzt. Hier im Norden kratzen die Auszahlungspreise an der 40 cent-Marke. Die hohen Preise werden die weltweite Produktion wohl wieder ganz schön anheizen. Kann man nur hoffen, dass nicht gleichzeitig wieder ne weltweite Rezession eintritt...
Gebt ihr jetzt vollgas oder ist die Zeit gekommen sich wieder auf sinkende Preise einzustellen?
Hat noch Jemand Quote gekauft in letzter Zeit? Wir sind glaub ich schon dicht an 100% - Superabgabe könnte auch mal wieder kommen.
Titel: Re: Milchpreise
Beitrag von: nofear am 20. November 2011, 16:22:44
Wer jetzt im Osten bei uns seine Produktion noch straff ausdehnen will, z.Bsp. weil es noch eine ansehnliche invstive Förderung für gibt, der kauft auch Quote, um sofort auszulasten und nicht erst ab 2015. Kann man nicht viel falsch machen für 3ct/kg und in den meisten Fällen ist dafür auch das Geld da.

Bei uns kratzt leider nichts an der 40ct-Marke, offensichtlich wird nicht soviel Milch gebraucht bei den Molkreien ;)

Der Milchpreis ist zwar nicht unbedingt schlecht, aber hat zufällig schonmal jemand auf die Kostenseite geschaut? Da sind auch 40ct nicht zuviel!

Klar wird jetzt nach Möglichkeit Vollgas gegeben (innerhalb der vorhanden Kapazitäten), um noch paar Kröten anzusparen, denn die Sache mit der Rezession steht doch mMn schon vor der Tür... ob sie welteit stattfindet und ob es den Milchabsatz wieder so hart trifft: Keine Ahnung. Ich weiß bloß, dass manche noch an der Sanierung von der letzten Krise basteln. Aber bissel Strukturwandel gibt´s immer und die werden dann halt von den Größeren aufgekauft, oder zumindest die Milchmenge (noch Quote) mit übernommen.

Ansonsten sind die ganz gut durch die Krise gekommen, wo der Kapitaldienst nicht zu hoch war... wobei dies eben nicht unbedingt die Wachstumsbetriebe sind.

Theoretisch müsste bei uns mehr Milch am Markt sein (Molkreiebene hat grad mal 95% Quotenerfüllung) Keine Ahnung was da bremst: Zuwenig Nachzucht, rel. schlechtes Futter? Aber irgendwie ist der saisonale Anlieferungstiefpunkt dieses Jahr irgendwie später als die übrigen Jahre, dürft aber wohl jetzt hinter uns liegen.

Superabgabe dürfte deutschlandweit wohl eine Rolle spielen, hat man ja auch am Quotenpreis der letzten Börse gesehen. Bei mir leider nicht, hatte futterbedingt nen ganz schönen Hänger in der Milchleistung  >:(

MfG nofear
Titel: Re: Milchpreise
Beitrag von: Wilh am 20. November 2011, 16:30:53
Wer jetzt im Osten bei uns seine Produktion noch straff ausdehnen will, z.Bsp. weil es noch eine ansehnliche invstive Förderung für gibt, der kauft auch Quote, um sofort auszulasten und nicht erst ab 2015. Kann man nicht viel falsch machen für 3ct/kg und in den meisten Fällen ist dafür auch das Geld da.

Bei uns kratzt leider nichts an der 40ct-Marke, offensichtlich wird nicht soviel Milch gebraucht bei den Molkreien ;)

Der Milchpreis ist zwar nicht unbedingt schlecht, aber hat zufällig schonmal jemand auf die Kostenseite geschaut? Da sind auch 40ct nicht zuviel!

Klar wird jetzt nach Möglichkeit Vollgas gegeben (innerhalb der vorhanden Kapazitäten), um noch paar Kröten anzusparen, denn die Sache mit der Rezession steht doch mMn schon vor der Tür... ob sie welteit stattfindet und ob es den Milchabsatz wieder so hart trifft: Keine Ahnung. Ich weiß bloß, dass manche noch an der Sanierung von der letzten Krise basteln. Aber bissel Strukturwandel git´s immer und die werden dann halt von den Größeren aufgekauft, oder zumindest die Milchmenge (noch Quote) mit übernommen.

Ansonsten sind die ganz gut durch die Krise gekommen, wo der Kapitaldienst nicht zu hoch war... wobei dies eben nicht unbedingt die Wachstumsbetriebe sind.

Theoretisch müsste bei uns mehr Milch am Markt sein (Molkreiebene hat grad mal 95% Quotenerfüllung) Keine Ahnung was da bremst: Zuwenig Nachzucht, rel. schlechtes Futter? Aber irgendwie ist der saisonale Anlieferungstiefpunkt dieses Jahr irgendwie später als die übrigen Jahre, dürft aber wohl jetzt hinter uns liegen.

Superabgabe dürfte deutschlandweit wohl eine Rolle spielen, hat man ja auch am Quotenpreis der letzten Börse gesehen. Bei mir leider nicht, hatte futterbedingt nen ganz schönen Hänger in der Milchleistung  >:(

MfG nofear



Kann man nicht viel falsch machen für --3ct/kg--- und in den meisten Fällen ist dafür auch das Geld da.

13 ct  ist der Quotenpreis  pro kg Milch

Gruss Wilh
Titel: Re: Milchpreise
Beitrag von: nofear am 20. November 2011, 16:54:16
Wenn Ihr (im Westen) soviel Geld an der Milch verdient, dann könnt Ihr auch mehr für Quoute ausgeben  ;D

Aber die abgebenden Betriebe wird´s freuen.

Wie gesagt, hier 3ct (siehe auch hier: http://www.bauernverband.de/?redid=159923) und selbst da ist nicht der große Run ausgebrochen. Hängt evtl. auch mit der Betriebsstruktur zusammen und so verückt mit Wachstum um jeden Preis sind die Familienbetriebe hier nicht (könnte sich zwar später evtl. mal als nachteilig herausstellen) und die Großbetriebe haben eh meist genug... müsst Ihr mal auf nen einheitliches Quotenhandelsgebiet hoffen so früh wie möglich vor 2015.

Wie sieht´s da eigentlich aus, ist da nochmal was geplant?

MfG nofear
Titel: Re: Milchpreise
Beitrag von: Stefan am 21. November 2011, 13:36:28
Der Quotenpreis lag im Westen glaub ich so bei 13 cent. Wenn man die Restlaufzeit betrachtet ist das zu teuer mM.

Was mich beschäftigt ist, wie man nun am besten sich auf einen Preisverfall einstellt. Muss ja nicht gleich wieder so eine Horrorphase werden, aber sagen wir mal der Preis würde so Richtung 25 cent tendieren bis zum übernächsten Frühjahr. Was ist nun sinnvoll? Wenn ich mich hier in der Gegend so umschauhe ist das Handeln gegen den Preiszyklus noch nicht so richtig angekommen. Es scheint mir so als wenn das betriebskonto so langsam wieder gut im Plus ist und die Arbeit macht wieder Spass. Dann kommt auch wieder die Lust zu investieren, aber das ist jetzt eigentlich zu spät. Bis mehr Milch im Tank ist sind die Preise wahrscheinlich wieder gefallen. Dazu kommt, dass jetzt alle noch erweitern wollen und die Preise für weibliche Tiere entsprechend hoch sind. Wäre es vielleicht sogar sinnvoll einen Teil der Nachzucht jetzt teuer zu verkaufen und in der Krise wieder günstig aufzustocken (Ich weiß, ist in der Praxis nicht so einfach von wegen Risiken durch Krankheiten usw.). Wie sieht es mit der Fütterung aus? Sollte man die Fütterung umstellen, wenn sich die Relation von Kraftfutter- zu Milchpreis ändert. Oder ist das zu viel Risiko? Nach dem Motto "Never change a running system" - wenn alles gut läuft bloß nichts ändern.
Was taugt sonst noch als Risikovorsorge, außer genügend Geld unter das Kopfkissen zu stecken und zu hoffen, dass es in der Krise reicht?

Gruss
Stefan
Titel: Re: Milchpreise
Beitrag von: nofear am 21. November 2011, 17:44:37
Wenn du ein High-Inpu-High-Output-System mit richtig hoher Milchleistung fährst würd ich am Kraftfutter wenig sparen. Ich würd mal schätzen, das verhält sich ähnlich wie die opt. N-Einsatzmenge bei gegebener Ertagskurve im Feldbau. Selbst rel. große Steigerungen im Einsatzfaktorbreich (Kraftfutter o. N-Dünger) haben nur kleinere Reduzierungen bei der opt. Einsatzmenge zur Folge.
Wenn natürlich der Milchpreis auch noch stark fällt, dann kann´s schon wieder anders aussehen.

Risikovorsorge ist mMn alles gut was zusätzliche Standbeine sind (Diversifizierung), die unabhängig von der Milch Liquidität bringen: Biogas, wenn mgl. aus Gülle, PV, Windkraft etc. immer unter der Vorraussetzung, dass man seinen Hauptzweig die Milch nicht vernachlässigt. Gibt aber nur wenig Leute, die überall gut sind... in größeren Betrieben oft einfacher zu erreichen, da bei mehreren Leute sich jeder auf einwas spezialisieren kann. Ich weiß auch, dass die Beratung oft Spezialisierung empfiehlt, mein Ding wär´s aus den von Dir genannten Gründen nicht.

Wer wirklich wachsen will, kommt wahrscheinlich umdieses antizyklische Investieren, wie es im Schweinebreich schon lange Gang und Gäbe ist nicht herum. Wobei die Hoch- und Tiefphasen bei der Milch systembedingt offensichtlich wesentlich länger andauern werden als bei den Schweinen. Wenn man in einer Boom-Phase investiert, wo es alle tun, dann sind mit Sicherheit auch die Baukosten höher. Wobei natürlich auch Zinsniveau et. eine Rolle mit spielen und die Baubranche nicht nur von der LW lebt/abhängt.
Mittelfristig auslaufende Betriebe werden sehen, dass sie mit dem Kapitaldienst schnell runterkommen um dann schließlich die Abschreibungen zu verfrühstücken. Da kann man ohne Kapitaldienst schon mal ne ganze Weile son Debakel aushalten. Und wenn´s ganz schlimm kommt, dann zieht man halt (hoffentlich rechtzeitig) die Reißleine und steigt aus bevor Kapital vernichtet wird, wenn man alternative Einkommensmöglichkeiten hat.

Am besten ist es natürlich, erstmal die Kosten im Griff zu haben bei entsprechenden Leistungen, da kann man oft mehr erreichen als mit Wachstum. Aber das ist ja ein uralter Hut und es weiß ja jeder und macht es also auch... und doch gibt es immer wieder erstaunliche Unterschiede zwischen vergleichbaren Betrieben in den Auswertungen  ;D

MfG nofear   
Titel: Re: Milchpreise
Beitrag von: nofear am 21. November 2011, 19:21:14
Achso nochwas: Soviel Geld, wie man in nem miesen Jahr verbrennt, rumliegen zuzlassen (Kopfkissen), ist steuerlich sicher die schlechteste Variante, solange es da keine Bewegung bei der Politik hinsichtlich steuerlich begünstigter Risikorücklage (oder wie sich das schimpfte) gibt. Der Vorstoß des DBV diesbezüglich scheint auch erstmal ins Leere gelaufen zu sein.
Titel: Re: Milchpreise
Beitrag von: Kai-Uwe am 07. Mai 2012, 22:12:59
Ich stell es mal hier rein, ein Artikel aus Spiegel online.

Die Kommentare sind das spannende, Sie enthalten meiner Meinung nach 30% warheit und 70% Unwissenheit...
Wie seht ihr das?

http://www.spiegel.de/wirtschaft/service/0,1518,831023,00.html
Titel: Re: Milchpreise
Beitrag von: Biobauer am 07. Mai 2012, 22:28:59
Ich stell es mal hier rein, ein Artikel aus Spiegel online.

Die Kommentare sind das spannende, Sie enthalten meiner Meinung nach 30% warheit und 70% Unwissenheit...
Wie seht ihr das?

http://www.spiegel.de/wirtschaft/service/0,1518,831023,00.html

naja,wenn zuviel da ist,geht der preis nach unten.is doch normal so, warum solls jetzt bei  der milch anders sein..
Titel: Re: Milchpreise
Beitrag von: euro am 07. Mai 2012, 22:58:24
Denk mal dass ein Nachlesen des threads durchaus informativ ist, vor allem was die Entwicklung betrifft...ich sag nur Kälber!
Titel: Re: Milchpreise
Beitrag von: Stefan am 07. Mai 2012, 23:24:56
Also wenn jetzt schon wieder das Gejammer losgeht... :rolleyes: dann wird man auch nicht mehr ernst genommen wenn es wirklich mal kritisch ist. Fakt ist doch, dass die Milchbauern jetzt zwei gute Jahre hatten und 2012 wird auch nicht so schlecht, denk ich. Man sieht es ja auch an der produzierten Menge - Rekordniveau! In Neuseeland und den USA hat die produzierte Menge auch zugelegt. Klar drückt das auf die Preise. Das ist doch auch richtig so. So funktioniert die Steuerung über den Markt nunmal.
Titel: Re: Milchpreise
Beitrag von: Tim am 08. Mai 2012, 00:27:13
ich weiss nicht, das Loch das das Preistief gerissen hat konnte diese Phase auch noch nicht komplett hochbringen (..wie es bei den schweinen ja manchmal ist), da schläft man hungrig ein meine ich... nicht schön , aber die situation ist schon stabiler

zu den milchmengen: - ich glaub nicht das das NUR am preis hängt sondern eher an Milchviehhaltern die die Flucht nach vorn suchen  :frage:

ich finds immer wieder interessant was Milch in den osteuropäischen ländern kostet und wohin die Neuseeländer ihre Produktion schleusen (man gewinnt den Eindruck das China da mit Milchpulverkäufen genauso am Drücker sitzt wie bei eisen/Getreide/Dünger...) - ich blick da nicht durch

mfg tim
Titel: Re: Milchpreise
Beitrag von: kitkat1975 am 08. Mai 2012, 06:20:32
tja wir haben keinen milchviehbetrieb sondern einen mastbetrieb und wenn ich sehe wie die milchbauern hier die letzten jahre mit geld um sich schmeissen wirds zeit das die milch wieder billiger wird. das passt jetzt vielleicht nicht jedem was ich da schreibe, aber ich sehe die pachtpreise die bezahlt werden. wie land für irrsinnspreise gekauft wird, die mechaniesierung und kuhzahlen auf ein ungesundes mass hochgefahren wird und das nur alles um schneller zu wachsen als der nachbar...sorry aber das kann und wird nicht gutgehen!!!
Titel: Re: Milchpreise
Beitrag von: Thorsten am 08. Mai 2012, 08:35:08
tja wir haben keinen milchviehbetrieb sondern einen mastbetrieb und wenn ich sehe wie die milchbauern hier die letzten jahre mit geld um sich schmeissen wirds zeit das die milch wieder billiger wird. das passt jetzt vielleicht nicht jedem was ich da schreibe, aber ich sehe die pachtpreise die bezahlt werden. wie land für irrsinnspreise gekauft wird, die mechaniesierung und kuhzahlen auf ein ungesundes mass hochgefahren wird und das nur alles um schneller zu wachsen als der nachbar...sorry aber das kann und wird nicht gutgehen!!!
Hallo kitkat,
Du hast vollkommen recht, die Wachstumsschritte haben nichts mehr mit nachhaltiger Investition zu tun, sondern sind viel mehr der Angst geschuldet nichts mehr bauen zu dürfen.
Gilt aber nicht nur für Milchviehhalter, sondern, oder grade erst recht, für Schweinehalter(zumindest 40km von mir entfernt).

Gruß,
Thorsten

Titel: Re: Milchpreise
Beitrag von: Tim am 08. Mai 2012, 09:37:19
das Problem ist das die Banken (wenn man hier zum Beispiel mal ein Bauvorhaben vor hat) immer gleich so ne Luftsprünge WOLLEN!

wir haben das erst wieder bei ner Solardachfinanzierug gehabt, am Anfang ist alles zu wenig und zu klein , und das können sie doch noch machen ...

an einem langsamen (eventuell gesünderem) Wachsen ist da doch niemand interessiert.

Zum Schluss läuft es doch recht heufg so, dass wenn hier irgendwo die Entscheidung über Milch weiter JA oder NEIN diskutiert wird dann ist der Stall meist schon einbruchgefährdet und ein neuer müßte her oder die Milchproduktion leer gefahren - dann ist mit 200-300 Kühen doch bestimmt noch reserven da die mit nem ordentlichem Kredit ausgeschöpft werden können?!?!?

Es muss sich immer noch jemand finden der das Spielchen mitspielt , das ist klar und wenn ich mal so rumsehe sind diese wachsenden betriebe nicht unbedingt die mit ner Repro rate unter 30% , das Wachstum wird dort nicht nur finanziell schwierig wegen dem Stallbau (meistens noch mit innovativen Techniken die vorher auch noch kein mensch ausprobiert, man will schliesslich für die nächsten zwanzig jahre gewappnet sein) sondern auch zum echten Herdenproblem, aber das muss jeder für sich selber entscheiden.

Ich für meinen Teil ziehe es vor das ganze Treiben aus einer geduckten Position heras zu beobachten.

mfg tim
Titel: Re: Milchpreise
Beitrag von: nofear am 08. Mai 2012, 09:55:45
@ Tim: Es wird einem doch auch immer wieder suggeriert (von verschiedenen Seiten): Wenn Ihr in 15 Jahren noch Milch melken wollt, oder wars nach 2015 ;), dann brauch Ihr jetzt nen ordentlich großen Stall (am besten Khzahl verdoppeln...), wo es noch Förderung gibt, etc. etc. und viele sehen halt Ihr Heil bei sinkenden Margen/produzierter Einheit im Wachstum...
Ob das Gut oder Schlecht ist, kann ich nicht beurteilen, Fakt ist, es bleibt u.U. viel/viele dabei auf der Strecke.

@ kitkat: Wenn es so ungesund ist, dann brauchst Dich doch nicht so aufzuregen, denn die ungesunden Betriebe werden doch irgendwann aufhören und dann kommt Deine Chance...

Ihr kennt doch den alten, abgedroschenen Spruch: Wachsen oder weichen...

MfG nofear
Titel: Re: Milchpreise
Beitrag von: nofear am 08. Mai 2012, 10:04:35
Ach nochwas, muß Tim zustimmen, bei manchem war das letzte Loch noch nicht wieder gefüllt durch die halbwegs anständigen Preise vom letzten Jahr... und wir waren auch noch lange nicht bei annähernd 40ct wie manche im Norden.
Jammern wird nichts nützen, geschweigedenn ändern, man wird aber mal ganz dezent drauf hinweisen dürfen, dass wir, als wir 23ct Milchpreis hatten auch niedrigere Kosten hatten als heute, wo wir (noch) 28,5ct haben. Ich würd mal behaupten unterm Strich stehen wir derzeit wieder so schlecht da wie damals, auch wenn die globale Situation womöglich eine etwas andere ist. Wer sich seine Kosten mal anschaut wird das bestätigen können.

Aber egal, lasst uns erstmal wieder etwas Kapital verbrennen, wird eh nirgendwo anders gebraucht und ist eh zuviel davon vorhanden  ;D

MfG nofear

PS: Meine Lieblingsmolkerei hat durch die Blume schon weitere Preissenkungen angedroht...
Titel: Re: Milchpreise
Beitrag von: Komet am 08. Mai 2012, 10:56:48
Und ich hab mir gedacht, diese Entwicklung ist nur bei uns im Landkreis.

Die Banken freuen  sich doch über so Harakiri-Finanzierungen. Sind dann die ersten die im Grundbuch stehen und ihnen gehört dann die Klitsche.
Titel: Re: Milchpreise
Beitrag von: Stefan am 08. Mai 2012, 11:54:44
@nofear: du hast recht. die Preise sind ja regional doch sehr unterschiedlich. Hier in SH lagen die Preise die letzten 20 Monate fast immer über 30 cent. Dementsprechend ist die Stimmung gut. Wie kitkat schon geschrieben hat werden da teilweise schon wieder Investitionen getätigt, vor allem in Maschinen, wo man schon mal ein großes Fragezeichen hinter machen muss...

Was ich ganz interessant zu beobachten finde ist, dass die Milchbauern sich jetzt in dem klassischen Schweinezyklus befinden. Antizyklisches Verhalten ist noch ein absolutes Fremdwort. Wäre es nicht sinnvoll Investitionen bis zur nächsten "Krise" zu unterlassen und das Geld zu sparen und dann in der Krise zuzuschlagen? Egal in was man investiert, ob in Gebäude, Tiere, Land oder Technik. Denke in der Krise kann man doch immer günstiger investieren, oder nicht?
Titel: Re: Milchpreise
Beitrag von: donnershag am 08. Mai 2012, 12:26:37
Mich ärgert das ganze nur, weil es vollkommen unnötig ist. Der Binnenmarktpreis kann auch vom Weltmarktpreis abgekoppelt werden. Ich sehe auch keinen wesentlichen Unterschied ob wir 20 oder 25 % mehr als den Inlandsverbrauch produzieren. Aber es soll einen großen Markenartikler aus Bayern geben, welcher ein hohes Interesse an niedrigen Rohstoffpreisen hat, diese senkt er jetzt selber mit Hilfe seiner sächsischen Zweigstelle.
Ach der Theo ist so ein guter Mensch...

Gruß
Martin
Titel: Re: Milchpreise
Beitrag von: kitkat1975 am 08. Mai 2012, 12:35:37
@ Tim: Es wird einem doch auch immer wieder suggeriert (von verschiedenen Seiten): Wenn Ihr in 15 Jahren noch Milch melken wollt, oder wars nach 2015 ;), dann brauch Ihr jetzt nen ordentlich großen Stall (am besten Khzahl verdoppeln...), wo es noch Förderung gibt, etc. etc. und viele sehen halt Ihr Heil bei sinkenden Margen/produzierter Einheit im Wachstum...
Ob das Gut oder Schlecht ist, kann ich nicht beurteilen, Fakt ist, es bleibt u.U. viel/viele dabei auf der Strecke.

@ kitkat: Wenn es so ungesund ist, dann brauchst Dich doch nicht so aufzuregen, denn die ungesunden Betriebe werden doch irgendwann aufhören und dann kommt Deine Chance...

Ihr kennt doch den alten, abgedroschenen Spruch: Wachsen oder weichen...

MfG nofear

ich mache bei wachsen oder weichen schon lange nicht mehr mit...16 stunden tage 6mal die woche sind für mich kein erstrebenswertes ziel. und soweit sind die grossen betriebe, die bei uns alles familienbetriebe ohne angestellte sind, bei uns alle. ich beobachte das ganze nur kopfschüttelnd von der aussenlinie...der erste kuhbetrieb mit ehemals 60 kühen hat hier schon alles verkaufen müssen um die banken zu bedienen, wenn das vor 2 jahren jemand prophezeit hätte hätten sie ihn für verrückt erklärt!!
Titel: Re: Milchpreise
Beitrag von: BNT am 08. Mai 2012, 12:46:43
Bei uns im Süden sind zwar die Milchpreise hoch, aber sonst spricht so ziemlich alles gegen eine Expansion. Dennoch wird in letzter Zeit relativ stark expandiert, aber nur wenige haben so etwas wie eine langfristige Planung. Den Banken ist das auch egal, denn die haben ihre Pfandrechte eingetragen. Aber es ist nun mal so: Wenn ich heute einen Stall baue, ist das ein Projekt das über zwei Generationen läuft. Was sagt die Jugend dazu?
Titel: Re: Milchpreise
Beitrag von: Thorsten am 08. Mai 2012, 13:07:46
@ Tim: Es wird einem doch auch immer wieder suggeriert (von verschiedenen Seiten): Wenn Ihr in 15 Jahren noch Milch melken wollt, oder wars nach 2015 ;), dann brauch Ihr jetzt nen ordentlich großen Stall (am besten Khzahl verdoppeln...), wo es noch Förderung gibt, etc. etc. und viele sehen halt Ihr Heil bei sinkenden Margen/produzierter Einheit im Wachstum...
Ob das Gut oder Schlecht ist, kann ich nicht beurteilen, Fakt ist, es bleibt u.U. viel/viele dabei auf der Strecke.

@ kitkat: Wenn es so ungesund ist, dann brauchst Dich doch nicht so aufzuregen, denn die ungesunden Betriebe werden doch irgendwann aufhören und dann kommt Deine Chance...

Ihr kennt doch den alten, abgedroschenen Spruch: Wachsen oder weichen...

MfG nofear

ich mache bei wachsen oder weichen schon lange nicht mehr mit...16 stunden tage 6mal die woche sind für mich kein erstrebenswertes ziel. und soweit sind die grossen betriebe, die bei uns alles familienbetriebe ohne angestellte sind, bei uns alle. ich beobachte das ganze nur kopfschüttelnd von der aussenlinie...der erste kuhbetrieb mit ehemals 60 kühen hat hier schon alles verkaufen müssen um die banken zu bedienen, wenn das vor 2 jahren jemand prophezeit hätte hätten sie ihn für verrückt erklärt!!

Ja kitkat, du hast vollkomen recht, ganz ganz viele, auch bei mir in der Region haben leider nichts anderes im Kopf wie Arbeit Arbeit und nochmal Arbeit.
Ich weis ja nicht welches Lebensziel diejenigen haben, aber meins ist das auch nicht.
Und mit dem verkaufen, das ist hier gang und gäbe, hauptsache man baut noch einen 100er Kuhstall oder 2500er Maststall. :frage:

Gruß,
Thorsten
Titel: Re: Milchpreise
Beitrag von: BNT am 08. Mai 2012, 13:10:35
Ora et labora. Auf dass man dann im Paradies landet. ;)
Titel: Re: Milchpreise
Beitrag von: Thorsten am 08. Mai 2012, 13:12:05
Bei uns im Süden sind zwar die Milchpreise hoch, aber sonst spricht so ziemlich alles gegen eine Expansion. Dennoch wird in letzter Zeit relativ stark expandiert, aber nur wenige haben so etwas wie eine langfristige Planung. Den Banken ist das auch egal, denn die haben ihre Pfandrechte eingetragen. Aber es ist nun mal so: Wenn ich heute einen Stall baue, ist das ein Projekt das über zwei Generationen läuft. Was sagt die Jugend dazu?

Vergiss es, ich würde Investieren, aber nicht unter den aktuellen Bedingungen.Die warscheinlichkeit das ich außer mehr Arbeit ein wesentlich höheres Einkommen mit der Investition erziele(Tierhaltung) ist mir zu gering.
Dafür ist mir mein Leben zu schade und mir meine Gesundheit zu wichtig.
Titel: Re: Milchpreise
Beitrag von: nofear am 08. Mai 2012, 13:14:05
Bei dem heutigen auf und ab und vor und zurück, kannste nicht mal mehr für eine Generation oder 20 Jahre planen... und schon gar keinen
Stall, wo nur eine Tierart reinpassen könnte... Maximal noc ne Halle, wo man u.a. auch Kühe halten kann.

Ob die Banken sich freuen wenn einer den Bach runter geht, sei mal dahingestellt, denn die brauchen jemanden der dort weitermacht oder zumindest die Zinsen erwirtschaftet, d.h. lieber vor sich hinwurschteln und leben lassen! Außer es hat evtl. ein andrer/besserer Interesse dort die Klitsche mitsamt dem Kapitaldienst zu übernehmen.

@ donnershag: Ich sags ja meine Lieblingsmolkerei in Sachsen...

@ Stefan: Ich vermute mal das es nix wird mit in der Krise günstiger investieren, oder zumindest nicht in gravierendem Ausmaß günstiger, weil irgendwer baut oder kauft immer. So zumindest meine Erfahrungen und trotz drohender Krise ist derzeit Hochkonjunktur am Bau und Stahlpreis ist auch oben... selbst in der großen Krise der Landtechnikindustrie vor 2-3 Jahren gabs den Schlepper damals nicht grad geschenkt...

MfG nofear



Titel: Re: Milchpreise
Beitrag von: Tim am 08. Mai 2012, 13:38:21
nun gut , wir sind bei den milchwerken Oberfranken, dort hat sich der Preis im letzten Jahr ganz gut stabilisert (Absatz wurde wohl auch gut angeleiert) aber was ich so auss Sachsen höre spricht eigentlich auch öfter FÜR Müllermilch, will jetzt keine werbung machen , und zum schluss hängen die anderen Molkereien ja auch alle an diesem Riesen in der Milchbranche (was eine wirklliche freie Entscheidung der milchlieferungen zu kóntrahenten am Markt ja schier unmöglich macht), aber so im milchpreisvergleich gibts schlechtere...

Mit ihren Produkten ramschen sie aber alle durch die Bank weg, das denk ich zumindest wenn ich immer von diesen Discounterkämpfen höre, eni Kumpel aus der Uni hats mal so schön formuliert - wir verramschen unsere Qualitätsprodukte in Geniesserländer wie Frankreich um von denen dann Produkte einzukaufen - beweisen kan ich es nicht , aber ich denke da steckt was wares drin - ähnlich läuft es bei Obst und Gemüse, da ist Deutschland nun wirklich der "Abfalleimer" Europas!

Das mit den Absatzschwankungen im Inland wrd schon so stimmen - die 5% in Deutschland werden wohl weniger machen als wenn in China ein Sack milchpulver (wegen irgendwelcher Eskapaden) umfällt  ;D
Titel: Re: Milchpreise
Beitrag von: nofear am 08. Mai 2012, 14:38:03
Lasst uns doch mal mit Spannung das Quotenende 2015 erwarten!

Ich hatte es im ZR-Thread schonmal gefragt: Wer und warum will dort unbedingt an der Quote festhalten??? Bei der Milch ists beschloßene Sache: Wollen wir nicht, brauchen wir nicht, wirmüssen ja den Weltmarkt zu entsprechenden Preisen bedienen und bei den Rüben droht auch die Abschaffung und da wird konsequent gegen angekämpft! Warum???

MfG nofear
Titel: Re: Milchpreise
Beitrag von: Biosisan am 08. Mai 2012, 15:33:31
Moin !!!

@Tim

Bei den Milchprodukten ist es so, dass Deutschland im Prinzip minderwertige, billige Produkte( vor allem Käse) in andere Länder exportiert.
Und gleichzeitig hochwertige, teure Käseprodukte aus z.B. Italien, Frankreich und den Niederlanden importiert.
So hab ich das gelernt.

MfG Christian
Titel: Re: Milchpreise
Beitrag von: BNT am 08. Mai 2012, 16:09:17
Unsere Molkerei hat zu Billigstarifen Versandmilch nach Italien geliefert. Retour ist das ganze dann als Qualitätskäse gekommen. Geht also auch umgekehrt.

Wegen der Banken und Pfandrechte: Egal wo, dieses System funktioniert nur, so lange die Werte kalkulierbar sind. Sollte der Markt für Agrarland abstürzen, wird's für die Banken eng.
Titel: Re: Milchpreise
Beitrag von: kitkat1975 am 08. Mai 2012, 16:18:58
also  hier nicht, die banken kalkulieren höchstens 50% von dem was ackerland wert ist. ich hatte vor jahren mal stress mit einem neuen kredit für die bank. ich hab mir dann vorrechnen lassen wieviel sie für die einzelnen sicherheiten ansetzen und dann ist mir die kinnlade runtergefallen. seitdem hab ich mir geschworen mich von keiner bank mehr abhängig zu machen und bin mittlerweile in dieser glücklichen lage!! ;)
Titel: Re: Milchpreise
Beitrag von: Tim am 08. Mai 2012, 16:22:58
@ biosisan
ich weiss , ich auch , gut das es in deutschland schulen gibt die uns beibringen was bei uns alles mist ist!
mich lässt das doch schon alles (ganz aktuell) bei der antragsstellung so zweifeln obs die anderen Länder auch so genau nehmen wie wir, und insbesondere in sachen qualitätsmanagement usw.

ich will nicht wissen wie in griechenland Käse gemacht wird, wie sie mit fleisch umgehen hab ich schon gehört , die eskapaden der italiener und ihrer "speziellen" Zusätze zum wein braucht man auch nicht zu reden ...

kann natürlich auch sein das du meinst das wir die Milch nach frankreich exportieren , dort der käse drauss gemacht wird und hier als geramont supidupi provence mischung angeboten wird , aber ich bin mittlerweile doch imer nur davon ausgegangen das wenn milch gehandelt wird dann in Produkten wie Käse, Butter oder eben Pulver , und ich denke nicht das sich deutschland da verstecken muss

nimms mir nicht übel, das sind nur die gedanken die mir bei dieser Diskussion immer wieder hochkommen, meine Mutter kauft auch immer Kerrygold weil die viel "streichzarter" ist und meine schwestern schwören auf den fettarmen Fol Epi in der hübschen verpackung , davon könnten wir deutschen uns vielleicht eher ne scheibe abschneiden, aber das ist die sache der molkereien! (wenn man sich mal ansieht wie aggressiv Arla an seinem Export arbeitet bin ich immer wieder erstaunt das bei dem wettbewerb den wir in Deutschland unter den molkereien in Deutschland haben müßten , zum schluss doch müller den Ton angibt/anzugeben scheint...)

aber wie gesagt, alles bauchgefühl, denn beweisen kann ichsnicht und teifere Markteinblicke kann ich mir nicht verschaffen
mfg tim
Titel: Re: Milchpreise
Beitrag von: BNT am 08. Mai 2012, 16:53:53
also  hier nicht, die banken kalkulieren höchstens 50% von dem was ackerland wert ist.


Das passt schon. Überlege mal, was bei euch für Ackerland bezahlt wird, ziehe 50% ab und überlege mal, ob der Ertragswert hoch genug ist, um diesen Wert irgendwie zu rechtfertigen.
Titel: Re: Milchpreise
Beitrag von: Stefan am 08. Mai 2012, 17:17:12

kann natürlich auch sein das du meinst das wir die Milch nach frankreich exportieren , dort der käse drauss gemacht wird und hier als geramont supidupi provence mischung angeboten wird , aber ich bin mittlerweile doch imer nur davon ausgegangen das wenn milch gehandelt wird dann in Produkten wie Käse, Butter oder eben Pulver , und ich denke nicht das sich deutschland da verstecken muss

nimms mir nicht übel, das sind nur die gedanken die mir bei dieser Diskussion immer wieder hochkommen, meine Mutter kauft auch immer Kerrygold weil die viel "streichzarter" ist und meine schwestern schwören auf den fettarmen Fol Epi in der hübschen verpackung , davon könnten wir deutschen uns vielleicht eher ne scheibe abschneiden, aber das ist die sache der molkereien! (wenn man sich mal ansieht wie aggressiv Arla an seinem Export arbeitet bin ich immer wieder erstaunt das bei dem wettbewerb den wir in Deutschland unter den molkereien in Deutschland haben müßten , zum schluss doch müller den Ton angibt/anzugeben scheint...)

aber wie gesagt, alles bauchgefühl, denn beweisen kann ichsnicht und teifere Markteinblicke kann ich mir nicht verschaffen
mfg tim


Hm, also wenn wir davon reden, dass Milch als Rohstoff exportiert wird dann gehört butter und Pulver dazu. Ist doch fast dasselbe wie Rohmilch, nur ohne Wasser. Von Veredelung kann man da ja nun kaum sprechen. Bei der Thematik ist der Unterschied zwischen Nord und Süd doch sehr interessant. Im Süden die privaten Molkereien mit einer wesentlich höheren Veredelung als die Genossenschaften im Norden, die ihre Rohstoffe in Form von Pulver, Butter und Käse verschleudern. Warum das so ist ist schwer zu sagen. Wahrscheinlich liegt es an der Struktur der Genossenschaften selbst. Eine höhere Veredelung von Produkten zu erreichen ist immer erst mit großen Investitionen und Risiken verbunden. Da spielen viele Genossen schnell nicht mehr mit und nehmen lieber den Spatz in der Hand... Es sind halt unterschiedliche Strategien. Wenn die Rohstoffe gut nachgefragt werden wie zuletzt lässt sich damit ja auch gut Geld verdienen. Hat man ja an den Auszahlungspreisen gesehen. Nur wenn die Rohstoffe keiner haben will und du sitzt mit Aldi an einem Tisch bist halt ziemlich in Arsch gekniffen...

Lasst uns doch mal mit Spannung das Quotenende 2015 erwarten!

Ich hatte es im ZR-Thread schonmal gefragt: Wer und warum will dort unbedingt an der Quote festhalten??? Bei der Milch ists beschloßene Sache: Wollen wir nicht, brauchen wir nicht, wirmüssen ja den Weltmarkt zu entsprechenden Preisen bedienen und bei den Rüben droht auch die Abschaffung und da wird konsequent gegen angekämpft! Warum???

MfG nofear

Dass es die Quote noch gibt hat man doch dieses Jahr seit langem das erstemal wieder gespürt. Die Jahre davor hätte sie auch schon abgeschafft sein können und keiner hätte was gemerkt. Insofern rechne ich nicht mit dem "großen Knall" 2015. Ich kann einer Quote auch nichts positives abgewinnen. Die Quote zementiert alte, ineffiziente Strukturen und führt dazu, dass der jeweilige Bereich nicht mehr alleine wettbewerbsfähig ist, sondern wie ein Säugling an Mutter Politik hängt. Das finde ich nicht gerade estrebenswert...
Zwar kann natürlich in Kombination mit totaler Marktabschottung der Milchpreis auf hohes Niveau gebracht werden. Allerdings hast du dann wieder extreme Quotenkosten. Bringt also auch nix für den Landwirt...

Nichts für ungut, bitte.

Stefan
Titel: Re: Milchpreise
Beitrag von: Tim am 08. Mai 2012, 19:11:07
Die Jahre davor hätte sie auch schon abgeschafft sein können und keiner hätte was gemerkt.

jipp, die Quote kommt mir zurzeit vor wie eine sinnlose enirichtung da sie scheinbar eh keinen interessiert (zumindest scheinbar nicht diese Wachstums Betriebe... ),
es wäre wirklich mal ein Zeichen FÜR die Quote wenns ne Superabgabe gibt , aber ohne braucht sie wohl kein Mensch

Das Thema Milchmarkt ist so komplex das ich immer wieder davor zurückschrecke , wenn man sich da ne fundierte Meinung bilden will muss man schon ganz schön tief in die Materie einsteigen! es wird wohl wirklich keiner so richtig vorher sagen können was das Ende der Milchquote bringt...

mfg tim
Titel: Re: Milchpreise
Beitrag von: Ede am 08. Mai 2012, 20:42:52
Allerdings hast du dann wieder extreme Quotenkosten. Bringt also auch nix für den Landwirt...

Die Quotenkosten sind ja nur da, wenn du wachsen willst. Also sollte man deinen letzten Satz so schreiben: Bringt also auch nix für den wachsenden Landwirt...

Angenommen, es wäre wie in Kanada, Quote, angemessene Milchpreise, Außenschutz. Die Frage ist dann, warum man exorbitant wachsen soll/ob man wachsen muß, wenn man mit der aktuellen Menge ein gutes Auskommen hat.

Gruß
Ede
Titel: Re: Milchpreise
Beitrag von: Hon am 08. Mai 2012, 22:10:15
Ich denke mir, dass langfristig der Mangel an guten Arbeitskräften zu Stillstand führen wird. In SH werden jetzt schon wesentlich mehr Angestellte für Milchviehbetriebe gesucht als es Arbeitswillige gibt. Da stoßen dann auch sehr wachstumsfreudige Betriebe an Grenzen.  Wenns so weiter geht, dann brauchen wir bald wieder willige Arbeitskräfte aus dem Ausland. In Deutschland ist die Jugend so verwöhnt, dass sie lieber Arbeitslos ist statt im Kuhstall Geld zu verdienen.

Ich hab mir eine überschaubare Lösung für die Zukunft errichtet und kann mit moderatem Arbeitsaufwand nun gut 120 Kühe melken (lassen von den Robbis). Dabei ein gut Kalkulierbarer Kapitaldienst. Dann soll die Zukunft kommen.
Titel: Re: Milchpreise
Beitrag von: Kai am 08. Mai 2012, 22:18:10
wir sind ja fast alles "unternehmer" mehr oder weniger.
es gibt in keinen bereich egal wo eine feste planung, der eine baut nen schweinestall oder kuhstall
oder man pachtet acker für teuer mit der überzeugung das die getreidepreise nur nach oben gehen.
Titel: Re: Milchpreise
Beitrag von: Stefan am 08. Mai 2012, 22:51:12
Allerdings hast du dann wieder extreme Quotenkosten. Bringt also auch nix für den Landwirt...

Die Quotenkosten sind ja nur da, wenn du wachsen willst. Also sollte man deinen letzten Satz so schreiben: Bringt also auch nix für den wachsenden Landwirt...

Angenommen, es wäre wie in Kanada, Quote, angemessene Milchpreise, Außenschutz. Die Frage ist dann, warum man exorbitant wachsen soll/ob man wachsen muß, wenn man mit der aktuellen Menge ein gutes Auskommen hat.

Gruß
Ede

Ja, da ist schon was dran. Allerdings könnte man auch mit Kosten durch die Kapitalbindung argumentieren...

Mal abgesehen davon ist es denn sinnvoll, dass immer alles so bleibt wie es ist, dass keiner Druck bekommt sich zu verbessern? Kanada ist ein gutes Beispiel. Wenn man sich die Milchbetriebe anguckt ist es größtenteils ein ganz schönes Trauerspiel. Wenn ich es beurteilen sollte würde ich sagen die sind locker 20-30 Jahre zurück. Bezahlt wird der Spass vom verbraucher oder Steuerzahler. Ist das fair? Ist das sinnvoll???
Titel: Re: Milchpreise
Beitrag von: Biobauer am 08. Mai 2012, 23:23:12
wir sind ja fast alles "unternehmer" mehr oder weniger.
es gibt in keinen bereich egal wo eine feste planung, der eine baut nen schweinestall oder kuhstall
oder man pachtet acker für teuer mit der überzeugung das die getreidepreise nur nach oben gehen.



so isses.

ich kann mich nun nicht erinnern, das ein milchbauer mitleid hatte mit einen  ackerbauer, als das futtergetreide 8 euro kostete.
die getreidebauern sind mittlerweile weg von ihrer ablieferungsmentalität, zumindest grossteils, ........... ;) ;)
Titel: Re: Milchpreise
Beitrag von: Pflugfurche 1 am 08. Mai 2012, 23:30:36
Ablieferungsmentalität??
Titel: Re: Milchpreise
Beitrag von: nofear am 09. Mai 2012, 00:22:56
@ Stefan: Deine Meinung zur Quote sei dir ungenommen.  :)

Ich frag mich halt nur so im Vergleich, wer und warum bei den Zuckerrüben unbedingt die Quote behalten will... Konnte mir schon im Zuckerrüben-Thread keiner beantworten. Wenn die Quote so Scheiße und teuer ist und nichts bringt, kann man sie doch auch dort problemlos abschaffen. Aber nein, da wird gezetert.

MfG nofear
Titel: Re: Milchpreise
Beitrag von: canuck am 09. Mai 2012, 04:05:50
angesprochen und kritisiert wird unser kanadisches system auf der ganzen welt! aber die meisten beneiden uns  ein wenig.
es ist sicher ebenfalls immer verbesserungs -oder renovationsbeduerftig, aber die tatsache besteht das 99%der milchfarmer und ein grosser teil der bevoelkerung,sogar die molkereien hinter dem system stehen.
jeder politiker  weiss ,das es politischer selbstmord ist ,ein system abzuschaffen das die letzten 40ig jahre gut fuer nicht nur die farmer war.

@stefan  ich weiss nicht wo du deine information ueber unser supply-managment her hast? aber lieber 20-30 jahre hinterher sein und mit einem trauerspiel wirtschaften ;D als deine freie marktwirtschaft mit um die 30cent milchpreis , das uebrigens dem konsumenten nicht einmal weitergegeben wird.
uebrigens wachsen fast alle milchwirtschaftsbetriebe in kanada, trotz meistens einigen millionen dollar investiert in quota allein.
der staat  zahlt keine subventionen an milch und gefuegel, der konsument zahlt ein fairer preis fuer unsere produkte.

diese aeusserungen  zeugen von einer absoluten intoleranz und einem nichtwissen. nach 31jahren milchwirtschaft hier koennte ich dir vom trauerspiel  noch einiges erzaehlen. einbildung  ist eben auch eine bildung!!!!!!!!!

ein ganz einfacher spruch mit etwas wahrheit dahinter: hat der farmer geld , haben alle geld!
schlussendlich gehts halt doch um money!

gruss von canuck

Fenstergröße verringert, Klaus
Titel: Re: Milchpreise
Beitrag von: Mathilde am 09. Mai 2012, 07:38:57
die getreidebauern sind mittlerweile weg von ihrer ablieferungsmentalität, zumindest grossteils, ........... ;) ;)

Hallo,

im Ackerbau hast Du die Möglichkeit das Getreide zu lagern und das gleich Monate bei der Milch geht das ja wohl nicht oder sollen wir gleich Butter selbst machen und lagern?
Selbst bei den Schlachttieren (männl. und weib.) kann man begrenzt schieben aber Milch ist und bleibt heikel.
Wobei auch nicht jede Kuh gemolken werden muss die man grad so findet.
Ich frag mich aber grad schon warum man nicht bei den Genossenschaftl. Molkereien das Gehalt der Vorstände an den Milchpreis knüpft. So einfach mal für 10% weniger zu arbeiten wäre doch auch mal eine Erfahrung.

LG Mathilde
Titel: Re: Milchpreise
Beitrag von: Tim am 09. Mai 2012, 08:06:47
@canuck

unterm Strich bleibt euer System aber ne teure angelegenheit und ich finds schwierig Kanada mit Deutschland zu vergleichen (ist die Veredelungsdichte und "Wachstumsfreudigkeit" genauso wie bei den stürmischen deutschen, die übers wachsen auch mal fix das rechnen vergessen?)

Ich glaube selbst in den USA gibt es Molkerei-Interne Quoten um die Milchmengen (wahrscheinlich eher logisitsch/marktgebunden) abzusichern, doch das Quotensystem in Deutschland greift einfach nicht , nicht bei hohen Preisen und nicht bei niedrigen Preisen!

Strafft man das Quotensystem werden Betriebe aufgeben müßen?!? Lässt man es so wies ist wirds auch weiterhin Betriebe geben wo von 500 Kühen 200 "schwarz" melken, ohne das eine Sanktion greift. Klar gibts welche die Ihre Quote nicht erfüllen, aber trotzdem eben keine Marktbereinigung - ist quasi schon wie freier Markt - von aher hat sich die Quote doch schon selbst erledigt

mfg tim
Titel: Re: Milchpreise
Beitrag von: Thomas am 09. Mai 2012, 08:34:37
die getreidebauern sind mittlerweile weg von ihrer ablieferungsmentalität, zumindest grossteils, ........... ;) ;)

Hallo,

im Ackerbau hast Du die Möglichkeit das Getreide zu lagern und das gleich Monate bei der Milch geht das ja wohl nicht oder sollen wir gleich Butter selbst machen und lagern?
Selbst bei den Schlachttieren (männl. und weib.) kann man begrenzt schieben aber Milch ist und bleibt heikel.
Wobei auch nicht jede Kuh gemolken werden muss die man grad so findet.
Ich frag mich aber grad schon warum man nicht bei den Genossenschaftl. Molkereien das Gehalt der Vorstände an den Milchpreis knüpft. So einfach mal für 10% weniger zu arbeiten wäre doch auch mal eine Erfahrung.

LG Mathilde

Das sind aber Dinge, die die Meierei zu lösen hat, wie ggfs durch Lagerung oder optimale Auswahl des Produktionssortiments eine optimale Verwertung der Milch erfolgt.

Als Milcherzeuger schließe ich einen Vertrag mit der Meierei, ich kann mir ja aussuchen, welche das ist. Eben weil ich - in aller Regel - nicht die Möglichkeiten habe, die Milch zu verarbeiten und weiter zu vermarkten.

Gruß
Thomas
Titel: Re: Milchpreise
Beitrag von: Ede am 09. Mai 2012, 09:10:57
Ich glaube selbst in den USA gibt es Molkerei-Interne Quoten um die Milchmengen (wahrscheinlich eher logisitsch/marktgebunden) abzusichern, doch das Quotensystem in Deutschland greift einfach nicht , nicht bei hohen Preisen und nicht bei niedrigen Preisen!

Weil die Quote nie dazu benutzt wurde, die Preise hochzuhalten, sondern die Preise für die nachgelagerten Bereiche niedrig zu halten. Denke mal an Quotenaufstockung, Fettreferenzverrechnung etc. Ich hab nen ziemlich niedrigen Referenzfettgehalt, und darf nun, aufgrund der halbierung der Verrechnung für die Fettreferenz, ne ganze Ecke mehr Milch liefern. Ob ich mich drüber freuen soll!? Ich weiß nicht...

Gruß
Ede
Titel: Re: Milchpreise
Beitrag von: Ede am 09. Mai 2012, 09:14:21
Das sind aber Dinge, die die Meierei zu lösen hat, wie ggfs durch Lagerung oder optimale Auswahl des Produktionssortiments eine optimale Verwertung der Milch erfolgt.
Als Milcherzeuger schließe ich einen Vertrag mit der Meierei, ich kann mir ja aussuchen, welche das ist. Eben weil ich - in aller Regel - nicht die Möglichkeiten habe, die Milch zu verarbeiten und weiter zu vermarkten.

Bleibt die Frage, wielange man noch aussuchen kann. Wenn man in einer Region wohnt, wo es nur noch eine große Molkerei gibt... Deine aussage trifft wohl eher auf Betriebe zu, die nen ganzen Zug vollmachen können alle 2 Tage. Da relativiert sich das dann wieder.

Gruß
Ede
Titel: Re: Milchpreise
Beitrag von: Stefan am 09. Mai 2012, 10:47:47
angesprochen und kritisiert wird unser kanadisches system auf der ganzen welt! aber die meisten beneiden uns  ein wenig.
es ist sicher ebenfalls immer verbesserungs -oder renovationsbeduerftig, aber die tatsache besteht das 99%der milchfarmer und ein grosser teil der bevoelkerung,sogar die molkereien hinter dem system stehen.
jeder politiker  weiss ,das es politischer selbstmord ist ,ein system abzuschaffen das die letzten 40ig jahre gut fuer nicht nur die farmer war.

@stefan  ich weiss nicht wo du deine information ueber unser supply-managment her hast? aber lieber 20-30 jahre hinterher sein und mit einem trauerspiel wirtschaften ;D als deine freie marktwirtschaft mit um die 30cent milchpreis , das uebrigens dem konsumenten nicht einmal weitergegeben wird.
uebrigens wachsen fast alle milchwirtschaftsbetriebe in kanada, trotz meistens einigen millionen dollar investiert in quota allein.
der staat  zahlt keine subventionen an milch und gefuegel, der konsument zahlt ein fairer preis fuer unsere produkte.

diese aeusserungen  zeugen von einer absoluten intoleranz und einem nichtwissen. nach 31jahren milchwirtschaft hier koennte ich dir vom trauerspiel  noch einiges erzaehlen. einbildung  ist eben auch eine bildung!!!!!!!!!



Fenstergröße verringert, Klaus

Na endlich, hab mich schon gefragt wieviel ich hier provozieren muss bis Jemandem der Kragen platzt ;D   Nein, wie gesagt nichts für ungut.

Also canuck, ich war ja schon zweimal in eurem schönen Land Dauergast und hab natürlich die Augen und Ohren auf gehabt. Mein persönlicher Eindruck war, dass es kaum moderne Milchbetriebe gibt. Zu dem Zeitpunkt hab ich mich nur gewundert, weil ich meinte es seien doch teilweise viel bessere Voraussetzungen als in Deutschland. Warum die Struktur so ist ist mir erst später bewusst geworden.
Vielleicht kennt der ein oder andere das IFCN (International Farm Comparison Network). Ich hab von denen einen Dairy Report von 2007. Da gibt es einen Vergleich der Produktionkosten der Milchfarmen in verschiedenen Ländern. Der kanadische Beispielbetrieb mit 98 Kühen hat Produktionskosten von 60 us-cent in 2006 gehabt (Damit liegt Kanada zusammen mit der Schweiz(!) an der Spitze). Davon betragen die Quotenkosten allein schon 15 cent. Der Milchpreis lag 1-2 cent drüber. Ich nehme jetzt einfach mal an, dass ein US-Betrieb ähnliche, natürliche Voraussetzungen hat (korrigier mich wenn das nicht stimmt). Der typische US-Betrieb mit 350 Kühen hat Kosten von 26 us-cent bei einem Milchpreis von 32 cent. Wenn man sich diesen Vergleich anschaut produziert der US Betrieb zu halben Kosten und macht trotzdem mehr Gewinn. In eurem Sytem hat nach diesen Zahlen also weder der Konsument noch der Farmer einen Vorteil. Dazu kommt noch, dass ihr doch eigentlich ständig Angst haben müsst, dass das System doch mal abgeschafft wird und dann???

Will hier Niemanden schlecht machen. Wenn ihr dieses System so liebt, dann bitte. Allerdings hab ich meine Zweifel, ob den Konsumenten wirklich bewusst ist was sie im Jahr mehr Zahlen dürfen...

Gruß
Titel: Re: Milchpreise
Beitrag von: euro am 09. Mai 2012, 11:10:49

Will hier Niemanden schlecht machen. Wenn ihr dieses System so liebt, dann bitte. Allerdings hab ich meine Zweifel, ob den Konsumenten wirklich bewusst ist was sie im Jahr mehr Zahlen dürfen...


Das ist eine typisch doitsche Betrachtungsweise die wohl nur noch in den Niederlanden und Dänemark geteilt wird.
Die Konsumenten in besagten Ländern haben tatsächlich niedrigere Lebensmittelpreise, die Produkte die für entsprechende Niedrigpreise sorgen, würde in andern Ländern aber kaum jemand essen.
Wenn also das Argument "der Konsument will billigen Dreck" für eine verfehlte Agrarpolitik herhalten soll, so mag das deine Meinung sein Stefan!
Titel: Re: Milchpreise
Beitrag von: Tim am 09. Mai 2012, 12:50:54
nein , DAS ist die deutsche Meinung, was billig ist muss Dreck sein - Ich würd mal eher sagen der Konsument entscheidet wie er konsumiert , und da (ich schätz mich selber so ein) sind die deutschen ziemlich respektlos vor ihrem essen, aber ob was schmeckt hat doch nichts mit dem Preis zu tun!
Titel: Re: Milchpreise
Beitrag von: Tim am 09. Mai 2012, 12:51:48
Im übrigen, wird sich der Konsument an den Angeboten ausrichten, und wenn die discounter die Preise der Molkereien immer unterbieten , dann ist das Dreck und nciht die Qualität der Produkte!
Titel: Re: Milchpreise
Beitrag von: Ede am 09. Mai 2012, 12:54:05
Na endlich, hab mich schon gefragt wieviel ich hier provozieren muss bis Jemandem der Kragen platzt ;D   Nein, wie gesagt nichts für ungut.

Also canuck, ich war ja schon zweimal in eurem schönen Land Dauergast und hab natürlich die Augen und Ohren auf gehabt. Mein persönlicher Eindruck war, dass es kaum moderne Milchbetriebe gibt. Zu dem Zeitpunkt hab ich mich nur gewundert, weil ich meinte es seien doch teilweise viel bessere Voraussetzungen als in Deutschland. Warum die Struktur so ist ist mir erst später bewusst geworden.
Vielleicht kennt der ein oder andere das IFCN (International Farm Comparison Network). Ich hab von denen einen Dairy Report von 2007. Da gibt es einen Vergleich der Produktionkosten der Milchfarmen in verschiedenen Ländern. Der kanadische Beispielbetrieb mit 98 Kühen hat Produktionskosten von 60 us-cent in 2006 gehabt (Damit liegt Kanada zusammen mit der Schweiz(!) an der Spitze). Davon betragen die Quotenkosten allein schon 15 cent. Der Milchpreis lag 1-2 cent drüber. Ich nehme jetzt einfach mal an, dass ein US-Betrieb ähnliche, natürliche Voraussetzungen hat (korrigier mich wenn das nicht stimmt). Der typische US-Betrieb mit 350 Kühen hat Kosten von 26 us-cent bei einem Milchpreis von 32 cent. Wenn man sich diesen Vergleich anschaut produziert der US Betrieb zu halben Kosten und macht trotzdem mehr Gewinn. In eurem Sytem hat nach diesen Zahlen also weder der Konsument noch der Farmer einen Vorteil. Dazu kommt noch, dass ihr doch eigentlich ständig Angst haben müsst, dass das System doch mal abgeschafft wird und dann???
Will hier Niemanden schlecht machen. Wenn ihr dieses System so liebt, dann bitte. Allerdings hab ich meine Zweifel, ob den Konsumenten wirklich bewusst ist was sie im Jahr mehr Zahlen dürfen...

Nimm doch mal die Quotenkosten raus. Die sind doch nur vorhanden, wenn man Quote kauft. Da ist doch dein Denkfehler. Genauso ists ein Irrglaube, daß dann mit einem Stichtag die Quotenkosten plötzlich weg sind, wenn die Quote fällt. Das sind sie real doch nur dann, wenn die auch wirklich bis auf Heller und Pfennig bezahlt ist. Gerechnet wird es gerne anders.

Zu deinem letzten Satz: Die Konsumenten (Gewerkschaften) gehen jährlich auf die Straße, damit sie mehr Geld bekommen, und idealerweise dafür noch weniger arbeiten müssen (ok, die letzten Jahre ja nicht mehr). Dein Schlepper wird teurer, der Handwerker wird teurer, dein Auto wird teurer, etc. pp, aber der Landwirt soll gefälligst mehr arbeiten, um seinen Lebensstandard zu halten? Hier läuft doch was falsch! Wenn durch das Wachstum der Landwirte dessen Lebensstandard/ die Lebensqualität dementsprechend steigen würde, könnte ich es verstehen, aber das sehe ich hier in meinem Umfeld bei keinem!

Gruß
Ede
Titel: Re: Milchpreise
Beitrag von: Stefan am 09. Mai 2012, 13:19:59
Nimm doch mal die Quotenkosten raus. Die sind doch nur vorhanden, wenn man Quote kauft. Da ist doch dein Denkfehler. Genauso ists ein Irrglaube, daß dann mit einem Stichtag die Quotenkosten plötzlich weg sind, wenn die Quote fällt. Das sind sie real doch nur dann, wenn die auch wirklich bis auf Heller und Pfennig bezahlt ist. Gerechnet wird es gerne anders.

Zu deinem letzten Satz: Die Konsumenten (Gewerkschaften) gehen jährlich auf die Straße, damit sie mehr Geld bekommen, und idealerweise dafür noch weniger arbeiten müssen (ok, die letzten Jahre ja nicht mehr). Dein Schlepper wird teurer, der Handwerker wird teurer, dein Auto wird teurer, etc. pp, aber der Landwirt soll gefälligst mehr arbeiten, um seinen Lebensstandard zu halten? Hier läuft doch was falsch! Wenn durch das Wachstum der Landwirte dessen Lebensstandard/ die Lebensqualität dementsprechend steigen würde, könnte ich es verstehen, aber das sehe ich hier in meinem Umfeld bei keinem!

Gruß
Ede

Nee sorry, die Quotenkosten sind auch da wenn man die Quote schon bezahlt hat! nehmen wir an ein kanadischer betrieb besitzt 500.000 Kg Quote. Ich meine ein Kg wird mit über 2€/Kg gehandelt. Dann hat der Betrieb Kapital im Wert von 1 mio € nur in der Quote gebunden. Theoretisch könnte er ja die Quote verkaufen und das Geld aufs Sparkonto legen und würde dann viel. 5% Zinsen bekommen. Das sind 50.000€ im Jahr. Diese entgangenden Zinsen stellen die Kosten der Quote da.

Titel: Re: Milchpreise
Beitrag von: Ede am 09. Mai 2012, 13:38:16
Klar, so kann man es auch rechnen. Und wenn man die Quote seinerzeit geschenkt bekommen hat, ists ebenso, aber bezahlt hat die dann vorher trotzdem keiner. Und das sind für mich reale Kosten. Das, was du aufzeigst, sind kalkulatorische Kosten.

Wenn alle Landwirte über mehrere Jahre mal ihre Vollkosten betrachten, unter nem realistischen Stundenlohn, behaupte ich, daß dann nach deiner Rechnung viele Betriebsleiter besser damit beraten wären, ihr Land zu verkaufen.
Zum Glück aber kann man alles schön- und auch schlechtreden/rechnen, je nachdem, wie man es gerade gerne hätte.

Gruß
Ede
Titel: Re: Milchpreise
Beitrag von: Mettbrötchen am 09. Mai 2012, 13:40:01
nein , DAS ist die deutsche Meinung, was billig ist muss Dreck sein - Ich würd mal eher sagen der Konsument entscheidet wie er konsumiert , und da (ich schätz mich selber so ein) sind die deutschen ziemlich respektlos vor ihrem essen, aber ob was schmeckt hat doch nichts mit dem Preis zu tun!

Qualität hat nun mal ihren Preis.
Ein Fendt ist auch teurer als ein Jinglingpinpong Trecker aus China.

Das Problem ist doch, die Reallöhne sinken massiv, gleichzeitig explodieren die Energiepreise.
Er muss also irgendwo gespart werden.
Und das wird nunmal, in Deutschland, beim Essen.

Zitat
Im übrigen, wird sich der Konsument an den Angeboten ausrichten...
Da bin ich anderer Meinung.
Es ist, meiner Meinung nach, eher so, das sich die Discounter an den Bedürfnisse der Konsumenten ausrichten.
Titel: Re: Milchpreise
Beitrag von: donnershag am 09. Mai 2012, 14:05:37


Qualität hat nun mal ihren Preis.
Ein Fendt ist auch teurer als ein Jinglingpinpong Trecker aus China.

Das Problem ist doch, die Reallöhne sinken massiv, gleichzeitig explodieren die Energiepreise.
Er muss also irgendwo gespart werden.
Und das wird nunmal, in Deutschland, beim Essen.


Genau das ist unser Problem, wir Milchproduzenten sollen die Limousinen, der Energieproduzenten bezahlen. Ich kann mich noch gut an die Zeiten erinnern, in welchen Agrardiesel und Mich den gleichen Literpreis hatten. Wir sollten den Milchpreis wieder an den Agrardieselpreis bzw. an die Energiepreise koppeln. Dann würde letztendlich jede Energiepreiserhöhung durch Inflation aufgefressen.

Mit dem canadischen System kann ich mich seit die Welt  anders ist als früher, immer besser anfreunden.


Gruß
Martin
Titel: Re: Milchpreise
Beitrag von: canuck am 09. Mai 2012, 17:03:02
@stefan

deine einschaetzung unseres systems ist laecherlich. du verwendest zahlen die mit der wirklichkeit ueberhaupt nichts zu tun haben.
diskutiere ueber sachen die du kennst und nicht ueber annahmen und unterstellungen.

1.quota wird in kg fett gehandelt
2.dein preis pro kg milch ist weit daneben
3. dein sparkonto mit 5%musst du mir sofort die adresse geben
4.quota wird buchhalterisch abgeschrieben und ist bei weitem nicht immer den jetzigen preis wert [beispiel : dein ackerland zetzt du ja auch nicht zum hoechsten handelspreis der region ein, sonst hattest du ja schon laengst dein zahltag von der bank bei 5%]
5.aehnliche  vorauszetzungen zwischen us und kanada? na da bist weit daneben. dann haettest du die gleichen wie sybirien oder marokko ;D
6. kosten fuer quota. du schreibst von 2dollar per liter und willst 15cent im jahr als produktionskosten berechnen?

meine beste investition war in quota. mir wurde schon vor 30ig jahren gesagt einmal wird das ganze abgeschafft.
gold und kanadische milchquota ,sagte mir mal ein deutscher freund,seien ein risiko aber eben doch ne sichere sache.

ich will bewusst keine zahlen hier ins net stellen, weil damit falsche schluesse gezogen werden wenn man das system nicht kennt.
nur eines kann ich dir sagen: ich kam von der schweiz . die mit den hohen produktionskosten ;D
                                       in kanada hatte ich die viel besseren moeglichkeiten um eine anstaendige milchfarm zu erbauen.
lassen wir jedem da seine.die eu wird nie ein solches system einfuehren, da sind die unterschiede viel zu gross. es ist auch eine sache der proritaeten von der regierung. schlussendlich bracht es die rueckendeckung der politik und der wille aller in der dairyindustrie. sogar der konsument muss  damit einverstaden sein.
Titel: Re: Milchpreise
Beitrag von: donnershag am 09. Mai 2012, 18:11:20
Hallo Canuck,
seit wir den ehemaligen Mitarbeiter von Otto Riemann aus Wiliamstown auf der Farm eingestellt haben und dieser mir vom Quotensystem in Canada erzählt hat, denke ich auch ein bischen anders als früher. Wollen wir Milchbauern in Europa weiter die Blödmänner sein, so müssen wir weiter machen wie bisher. Wollen wir aber überleben und nachhaltig Gewinne machen, so sollten wir uns euer System genau anschauen. Aber auch in Norwegen und Israel gibt es funktionierende Quotensysteme.

Bis vor kurzem war ich für die Abschaffung der Milchquote. Biogas etc. haben die Basisbedingungen aber total verändert. Da die Kosten in D nachhaltig steigen, brauchen wir einen hohen Milchpreis. Euer liegt bei etwa 55 bis 60 eurocent.

Gruß
Martin
Titel: Re: Milchpreise
Beitrag von: Ede am 09. Mai 2012, 18:19:30
Wollen wir Milchbauern in Europa weiter die Blödmänner sein, so müssen wir weiter machen wie bisher. Wollen wir aber überleben und nachhaltig Gewinne machen, so sollten wir uns euer System genau anschauen. Aber auch in Norwegen und Israel gibt es funktionierende Quotensysteme.

Glückwunsch zu der Erkenntnis! Hatte mich heute nachmittag ehrlich gesagt erst schon ein wenig über deine Worte gewundert. Freut mich ;)

Gruß
Ede
Titel: Re: Milchpreise
Beitrag von: Rabe am 09. Mai 2012, 19:05:26

@canuck
Wie sieht es bei euch mit Milch- Import/ Export aus? Gibts da Einschränkungen?
Titel: Re: Milchpreise
Beitrag von: Heico am 09. Mai 2012, 22:47:57
..................Aber auch in Norwegen und Israel gibt es funktionierende Quotensysteme. .......................................

Gruß
Martin

Da muss ich mal herzlich lachen.
In Norwegen hat Tine das Monopol und die kriegen es nicht gebacken ihr Monopol vernünfig zu verwalten.
Nur zur Erinnerung im Dez 2011 gab es wochenlang keine Butter in den Geschäften zu kaufen und es entstand ein kleiner Schwarzmarkt. ;D
Ok die Bauern stört das nicht, nur die Verbraucher.
Es gibt dort keine Konkurrenz und das merkt man an den Produkten.
Da ist noch viel Potenzial drin.

Persönlich interessiert mich der Milchpreis überhaupt nicht. Ich kaufe immer das Beste, was ich bekommen kann ob der
Preis für 1 l Milch 50 cent oder 1,50 €/l beträgt ist mir egal.
Titel: Re: Milchpreise
Beitrag von: canuck am 10. Mai 2012, 05:30:31
@ rabe

export ist natuerlich in einem beschraenkten rahmen , meistens in form von milch pulver. wieviel  kann ich dir nicht genau sagen.aber es ist schwierig exportgeschaefte zu machen wenn importe stark erschwert werden.
importe werden mit sogenannten tarifen oder zoellen stark verteuert. habe mal gehoert es seien ca. 5% der verkauften menge die von importen kommt.
dies ist natuerlich das ein und alles  um das ganze system zum tragen zu bringen.
aber es ist natuerlich auch der punkt den all die kritiker und free-trader immer wieder hervor bringen und die hat es auch in canada.

@donnershag

kenne otto persoehnlich. er ist , wie man auf schweizerdeutsch sagt, ein richtig bodenstaendiger typ ;

unser system wurde anfangs 1970 eingefuehrt und seit dieser zeit mehrmals veraendert , verbessert oder verschlechtert.
heute sehe ich die probleme vor allem in den hohen kapitalkosten und der ueberalterung der immer weniger werdenden  dairy farmer.
gute fortschritte wurden gemacht bei neuen produkten und den allgemeinen konsum von milch bei jungen atraktif zu machen.
in den letzten 4-5 jahren ist die expansion von milchbetrieben zu einem fast stillstand gekommen.es werden zwar immer noch hilfsprogramme angeboten , fuer junge einsteiger, um die extrem hohen kosten tragbar zu machen.

ich muss auch sagen als relativ alter farmer, der mit dem system gewachsen ist, kann ich das ganze etwas anders ansehen.
als junger einsteiger ist es sehr hart. neben all den kosten ca. 25000dollar fuer quota per kuh, wirds dann kein piece of cake mehr.

Titel: Re: Milchpreise
Beitrag von: MF6180 am 10. Mai 2012, 07:29:17
ich will bewusst keine zahlen hier ins net stellen, weil damit falsche schluesse gezogen werden wenn man das system nicht kennt.

Musst du ja auch nicht. Steht ja alles öffentlich im Netz...
http://www.dairyinfo.gc.ca/index_e.php?s1=dff-fcil

Alles über Preise, Quoten, Im- und Exporte...
Titel: Re: Milchpreise
Beitrag von: Stefan am 10. Mai 2012, 10:24:52
@stefan

deine einschaetzung unseres systems ist laecherlich. du verwendest zahlen die mit der wirklichkeit ueberhaupt nichts zu tun haben.
diskutiere ueber sachen die du kennst und nicht ueber annahmen und unterstellungen.

1.quota wird in kg fett gehandelt
2.dein preis pro kg milch ist weit daneben
3. dein sparkonto mit 5%musst du mir sofort die adresse geben
4.quota wird buchhalterisch abgeschrieben und ist bei weitem nicht immer den jetzigen preis wert [beispiel : dein ackerland zetzt du ja auch nicht zum hoechsten handelspreis der region ein, sonst hattest du ja schon laengst dein zahltag von der bank bei 5%]
5.aehnliche  vorauszetzungen zwischen us und kanada? na da bist weit daneben. dann haettest du die gleichen wie sybirien oder marokko ;D
6. kosten fuer quota. du schreibst von 2dollar per liter und willst 15cent im jahr als produktionskosten berechnen?

meine beste investition war in quota. mir wurde schon vor 30ig jahren gesagt einmal wird das ganze abgeschafft.
gold und kanadische milchquota ,sagte mir mal ein deutscher freund,seien ein risiko aber eben doch ne sichere sache.

ich will bewusst keine zahlen hier ins net stellen, weil damit falsche schluesse gezogen werden wenn man das system nicht kennt.
nur eines kann ich dir sagen: ich kam von der schweiz . die mit den hohen produktionskosten ;D
                                       in kanada hatte ich die viel besseren moeglichkeiten um eine anstaendige milchfarm zu erbauen.
lassen wir jedem da seine.die eu wird nie ein solches system einfuehren, da sind die unterschiede viel zu gross. es ist auch eine sache der proritaeten von der regierung. schlussendlich bracht es die rueckendeckung der politik und der wille aller in der dairyindustrie. sogar der konsument muss  damit einverstaden sein.

zu 1. ist es nicht egal wie die Quote gehandelt wird? kann man doch auf einen Liter Milch zurückrechnen, oder nicht?
zu 2. wie gesagt es sind Zahlen aus 2006. Außerdem stammen die Zahlen aus einer ziemlich zuverlässigen Quelle.
zu 3. okay, ist momentan schwierig, stimmt.  ;)
zu 4. Also wenn ihr so konstant hohe Milchpreise habt, gibt es ja kaum einen Grund warum die Quote im Wert auf einmal stark fallen sollte, oder? Auf wieviel Prozent vom ursprünglichen wert wird den abgeschrieben? Spielen da auch steuerrechtliche Aspekte eine Rolle?
zu 5. kommt wohl drauf an welchen Regionen man vergleicht. wenn man British Columbia mit Californien vergleicht kommt es wohl hin. Aber man könnte ja auch Ontario mit Wisconsin vergleichen. Ist der Unterschied da immer noch so groß?
zu 6. Die 15 cent und die Produktionskosten hab ich nicht selbst ausgerechnet. Das stammt, wie gesagt, vom IFCN. Meine Rechnung später muss nicht genau stimmen. Das war nur ein Beispiel um zu verdeutlichen was Quotenkosten sind.

Ich denke wir sollten uns jetzt nicht über Kleinigkeiten streiten. In deinem letzten Beitrag hast du die Problematik doch selbst beschrieben. Kaum ein junger Mensch ist bereit soviel Geld in Produktionsrechte festzulegen. Auch die etablierten Farmer haben wenig Anreize zu investieren. Wenn man erstmal in deiner Position ist, lässt es sich bestimmt nicht schlecht leben. Nur wenn es keine Anreize gibt sich zu verbessern, dann wird die Milchwirtschaft schnell nicht mehr wettbewerbsfähig.

Gruß
Titel: Re: Milchpreise
Beitrag von: Thorsten am 10. Mai 2012, 11:18:50
@stefan

deine einschaetzung unseres systems ist laecherlich. du verwendest zahlen die mit der wirklichkeit ueberhaupt nichts zu tun haben.
diskutiere ueber sachen die du kennst und nicht ueber annahmen und unterstellungen.

1.quota wird in kg fett gehandelt
2.dein preis pro kg milch ist weit daneben
3. dein sparkonto mit 5%musst du mir sofort die adresse geben
4.quota wird buchhalterisch abgeschrieben und ist bei weitem nicht immer den jetzigen preis wert [beispiel : dein ackerland zetzt du ja auch nicht zum hoechsten handelspreis der region ein, sonst hattest du ja schon laengst dein zahltag von der bank bei 5%]
5.aehnliche  vorauszetzungen zwischen us und kanada? na da bist weit daneben. dann haettest du die gleichen wie sybirien oder marokko ;D
6. kosten fuer quota. du schreibst von 2dollar per liter und willst 15cent im jahr als produktionskosten berechnen?

meine beste investition war in quota. mir wurde schon vor 30ig jahren gesagt einmal wird das ganze abgeschafft.
gold und kanadische milchquota ,sagte mir mal ein deutscher freund,seien ein risiko aber eben doch ne sichere sache.

ich will bewusst keine zahlen hier ins net stellen, weil damit falsche schluesse gezogen werden wenn man das system nicht kennt.
nur eines kann ich dir sagen: ich kam von der schweiz . die mit den hohen produktionskosten ;D
                                       in kanada hatte ich die viel besseren moeglichkeiten um eine anstaendige milchfarm zu erbauen.
lassen wir jedem da seine.die eu wird nie ein solches system einfuehren, da sind die unterschiede viel zu gross. es ist auch eine sache der proritaeten von der regierung. schlussendlich bracht es die rueckendeckung der politik und der wille aller in der dairyindustrie. sogar der konsument muss  damit einverstaden sein.

zu 1. ist es nicht egal wie die Quote gehandelt wird? kann man doch auf einen Liter Milch zurückrechnen, oder nicht?
zu 2. wie gesagt es sind Zahlen aus 2006. Außerdem stammen die Zahlen aus einer ziemlich zuverlässigen Quelle.
zu 3. okay, ist momentan schwierig, stimmt.  ;)
zu 4. Also wenn ihr so konstant hohe Milchpreise habt, gibt es ja kaum einen Grund warum die Quote im Wert auf einmal stark fallen sollte, oder? Auf wieviel Prozent vom ursprünglichen wert wird den abgeschrieben? Spielen da auch steuerrechtliche Aspekte eine Rolle?
zu 5. kommt wohl drauf an welchen Regionen man vergleicht. wenn man British Columbia mit Californien vergleicht kommt es wohl hin. Aber man könnte ja auch Ontario mit Wisconsin vergleichen. Ist der Unterschied da immer noch so groß?
zu 6. Die 15 cent und die Produktionskosten hab ich nicht selbst ausgerechnet. Das stammt, wie gesagt, vom IFCN. Meine Rechnung später muss nicht genau stimmen. Das war nur ein Beispiel um zu verdeutlichen was Quotenkosten sind.

Ich denke wir sollten uns jetzt nicht über Kleinigkeiten streiten. In deinem letzten Beitrag hast du die Problematik doch selbst beschrieben. Kaum ein junger Mensch ist bereit soviel Geld in Produktionsrechte festzulegen. Auch die etablierten Farmer haben wenig Anreize zu investieren. Wenn man erstmal in deiner Position ist, lässt es sich bestimmt nicht schlecht leben. Nur wenn es keine Anreize gibt sich zu verbessern, dann wird die Milchwirtschaft schnell nicht mehr wettbewerbsfähig.

Gruß

Hallo Stefan,

Canada und EU(Deutschland) sind 2 Extreme, mmn.
Ungezügelter Wettbewerb und reines quantitavises Wachstum ist ebenso schädlich wie vollkommene Marktabschottung.
Es müssen, grade im Agrarbereich wege gefunden werden, um sowohl investitionen(aber nicht unbedingt in die Ausdehnung der Produktion) als auch relativ sichere Unternehmensgewinne zu gewährleisten.
Der aktuelle zerstörerische Wettbewerb in Deutschland und der Eu unter fast allen tierhaltenden Betrieben ist sicher nicht zielführend und gesund.

Gruß,
Thorsten
Titel: Re: Milchpreise
Beitrag von: donnershag am 10. Mai 2012, 12:48:18
Und wen interessiert das IFCN mit seinen fiktiven Betrieben? Wir haben immer reale Betriebe in der COP.
Abgesehen von den Quotenkosten, scheinen die Canadier völlig vergleichbare Kosten zu haben.

Gruß
Martin
Titel: Re: Milchpreise
Beitrag von: Georg am 10. Mai 2012, 12:50:49
Hmm... Irgendwie wird diese Michpreisdiskussion immer "wilder und verwirrter"!
@ Thorsten
Was ist eignetlich für Dich ein "gesichertes Einkommen"?
Meinst UD damit Betreibsgewinn oder Privateikommen?

Ich weiß z.B. in meiner Firma, wiviel Umsatz ich im Jahr brauche udn welchen Protzentsatz an Umsatzrentide ich brauche.

Ich hab als Handelsbetreib natürlich den großen Vorteil, das ich meine monatlichen/Jährlichen Kosten recht gut kalkulieren kann, bzw weiß weiviel ich ausgeben darf.

Ich hab nen Finanzplan udn weiß zeimllich sicher über den Umsatz, wie es mit meinem Betrieb steht! Wenn ein bestimmter Umsatz unterschritten wird, weiß ich das ich für umsonst arbeite oder sogar Geld drauf lege.

Wird ein bestimmter Umsatz überschritten, kannich mir im Kopf ausrechnen was die Firma am Monats oder JAhresende verdient hat. Da brauchts noch nichtmal nen Buchhalter dafür!

Durch andere Enflüsse (Meist Witterung) geht sowas in der LAndwirtschaaft in der Regel nicht. OK, in ener Viehhlatung geht das Kalkulieren noch relativ gut, denn da kann man auch recht gut die Kosten kalkulieren.

Ich wundere mich immer, wenn Landwirte, (Auch hier recht oft) oftmals nur auf Höchsterträge aus sind, ohne die Produktionskosten zu berücksichtigen.

Mich würde als Landwirt als erstes interessieren, wiviel dz/ha ich brauche um meine Kosten für das ha zu decken.

Jetze sagen bestimmt viele, das ist doch eh klar!

Komischerweise, wennich aber immerwieder LAndwirte frage, können die allerwenigsten diese Frage ad hoc beantowrten! Die meisten sowieso nicht, weil da entweder gar keine Schlagkartei oder meist die Schlagkartei von den Inputkosten her sehr lückenhaft sind!

Zurück zur Höhe des Einkommens:
Ich verbrauche zusammen mit meiner Frau so in etwa 20 000 Euro im Jahr. Davon wird auch meiner Frau Ihr Auto mitgetragen.

D.h. auf gut Deutsch, wir sollten ca 20 000 Euro im Jahr nach Stueren verdienen, dann können wir so wie bisher weiterleben.

wir versuchen natürlich Jahr für etwas mehr zu verdienen, was uns meist auch gelingt ;D

Wir könnten unseren Lebensstandard, ohne große Anstrengung, aber auch auf den Verbrauch von 50 000 oder 100 000 Euro oder 200 000 Euro im Jahr ausdehnen. Es gb schon Jahre, mit sehr guten Gewinnen in unserer Firma, udn da sind dann höhere Augaben schon sehr verlockend....

Wir hatten aber auch schon Jahre mit Verlust, das heißt wir haben eben nicht die 20 000 Euro verdient!
Also nochmals die Frage: Was/wieviel ist für Dich ein sicherer Unternehmensgewinn?

Mich stört immer das Wort "Unternehmesgewinn"!

Mankann ja auch bie mir leicht argumentieren, das ich mir leicht rede! Klar, die Kosten für mein Auto, Reiskosten und sogar unser (Wach)Hund sind Betriebsausgaben.

Aber jeder Euro kosten der verursacht wird, vermindert unser Jahreseinkommen!

Wir sind genauso wie die meisten Landwirte ein Familienunternehmen und keine aktiengesellschaft! Mich ärgert immer wieder mal wenn dann bie ner Einladung zum Essen oder sonst was meinerseits, vom eingeladenen die Bemerkung fällt: Das zahlt jadie Firma! Ja richtig so ist es! Aber letztenlich zahle ich es Privat weil es ja meinen Privaten Jahresgewinn mindert!
Titel: Re: Milchpreise
Beitrag von: nofear am 10. Mai 2012, 13:41:09
Den Du dann aber auch nicht mehr versteuern musst  ;D

MfG nofear
Titel: Re: Milchpreise
Beitrag von: nofear am 10. Mai 2012, 13:54:31
@ Mathilde: Das mit den 10% weniger ist ne gute Idee... werden wohl blos private Molkereien so nicht mitmachen.
Klar, selbst die Wertschöpfung machen und lagern  ;)  Mußt dann nur noch was mit der Molke etc. anfangen... Schweine mästen z.Bsp.?

@ Thomas: Das ist halt zu kurz gedacht, wenn die Molkerei Dir alles abnehmen muß und dann auch verkaufen muß, dann ist klar, daß bei Überschuß irgendwas verramscht wird und den Preis drückt...

@ Selbst ne EZG kann sich nur bedingt aussuchen wohin sie die Milch liefern will, zumindest wenn sie eine gewisse Milchmenge vereint (was ja eigentlich Ziel sein sollte zur besseren Vermarktung) und diese nicht splitten will... es gibt dann nämlich nur noch wenige/keine Molkereien, die sone Menge schnell aufnehmen können.
Die bei Müller in Sachsen angelieferte Milch stammt nur zu ca. 50%  aus zwei großen EZGs... (wenn ichs richtig im Kopf hab)


Zu deinem letzten Satz: Die Konsumenten (Gewerkschaften) gehen jährlich auf die Straße, damit sie mehr Geld bekommen, und idealerweise dafür noch weniger arbeiten müssen (ok, die letzten Jahre ja nicht mehr). Dein Schlepper wird teurer, der Handwerker wird teurer, dein Auto wird teurer, etc. pp, aber der Landwirt soll gefälligst mehr arbeiten, um seinen Lebensstandard zu halten? Hier läuft doch was falsch! Wenn durch das Wachstum der Landwirte dessen Lebensstandard/ die Lebensqualität dementsprechend steigen würde, könnte ich es verstehen, aber das sehe ich hier in meinem Umfeld bei keinem!

Gruß
Ede

Dem ist nichts hinzuzufügen...

MfG nofear
Titel: Re: Milchpreise
Beitrag von: BNT am 10. Mai 2012, 15:35:07
Bei kleineren Firmen ist es eigentlich egal, ob der Chef das dann als Privat oder für's Unternehmen verbucht, also die Ausgaben für Geschäftsessen zum Beispiel. Aber der springende Punkt ist in meinen Augen, dass dieses Geld erst mal verdient werden muss. das ist die gleiche Geschichte wie mit Anschaffungen "wegen der AfA". Ja, kann man machen, aber eben auch nur dann, wenn sonst ordentliche Gewinne gemacht würden.
Im Übrigen hat Georg nicht nur damit Recht, dass die Rechnung immer über Jahre geht, der Fiskus das aber nicht unbedingt so sieht. Sonst würde ich jetzt gerne meine Verluste aus 2005 mit den Gewinnen von heuer aufrechnen und keine KöSt bezahlen. :)
Titel: Re: Milchpreise
Beitrag von: Friedhelm am 10. Mai 2012, 18:51:33
Hallo.

@ Georg: Dann lebt ihr aber richtig sparsam wenn davon auch noch ein PKw unterhalten wird. 
Wohnung samt Nebenkosten sind dann aber schon bezahlt , oder? Muß, ansonsten geht das garnicht......


Mal ein bisschen provokativ oder besser nachdenklich:

Umsatz, Gewinn, Wachstum, Quoten, Marktanteile,........

Alles sicherlich richtig und wichtig wenn das ganze betriebswirtschaftlich betrachtet und nur die nackten Zahlen nimmt.

Manchmal aber frage ich mich ob wir nicht alle ein wenig die Rangfolge bzw. Wertigkeit aus den Augen verloren haben?

Kann, um beim Beispiel Milchvieh zu bleiben, ein Familienbetrieb von 60 bis 100 Kühre den nicht existieren und gut leben (Ich meine einen normalen Lebenstandard mit ab und an mal ein Extra)?

Warum müssen alle wachsen und noch mehr machen? Mehr Gewinn? Mehr Arbeit? Mehr Lebensqualität? (Gilt für alle inkl. meiner Branche)

Ist eine Investition die einem die Arbeit erleichtert vielleicht nicht doch die bessere weil sie die Lebensqualität steigert , aber nicht unbedingt den Umsatz und Gewinn des Unternehmens?

Was ist es wert auch mal Zeit für Familie und Freunde zu haben, ohne das das in der Bilanz unbedingt sich positiv niederschlägt?


Wir werden alle mehr zu Sklaven unserer Arbeit finde ich.

Gruß

Friedhelm












Titel: Re: Milchpreise
Beitrag von: Tim am 10. Mai 2012, 19:29:07
Familienbetrieb mit 60 -100 Kühen , ja wenns nur die Kühe wären ...

sorry aber da ist schon arbeit wo die ?Altenteiler? voll mit dabei sind und dann Teil das Geld mal durch 4 oder 5 - und der Lohner und die pachten wollen auch noch bezahlt werden

mfg tim
Titel: Re: Milchpreise
Beitrag von: Stanky am 10. Mai 2012, 19:57:39
Moin,
Georg, ist das so richtig?:
Zurück zur Höhe des Einkommens:
Ich verbrauche zusammen mit meiner Frau so in etwa 20 000 Euro im Jahr. Davon wird auch meiner Frau Ihr Auto mitgetragen.

D.h. auf gut Deutsch, wir sollten ca 20 000 Euro im Jahr nach Stueren verdienen, dann können wir so wie bisher weiterleben.
Wie Friedhel hier schon schreibt:
Hallo.

@ Georg: Dann lebt ihr aber richtig sparsam wenn davon auch noch ein PKw unterhalten wird. 
Wohnung samt Nebenkosten sind dann aber schon bezahlt , oder? Muß, ansonsten geht das garnicht......
Da kann ich Dir und Deiner Frau nur Respekt zollen, Ihr müß ja ganz schön spartanisch leben, selbst wenn die 20.000€ nur die Barausgaben sind. Ich vermute mal, das es nur ganz wenige gibt, die als Paar von 20.000€/Anno leben.
Grüße
Stanky
Titel: Re: Milchpreise
Beitrag von: muh am 10. Mai 2012, 19:58:20
Hallo.

@ Georg: Dann lebt ihr aber richtig sparsam wenn davon auch noch ein PKw unterhalten wird. 
Wohnung samt Nebenkosten sind dann aber schon bezahlt , oder? Muß, ansonsten geht das garnicht......


Mal ein bisschen provokativ oder besser nachdenklich:

Umsatz, Gewinn, Wachstum, Quoten, Marktanteile,........

Alles sicherlich richtig und wichtig wenn das ganze betriebswirtschaftlich betrachtet und nur die nackten Zahlen nimmt.

Manchmal aber frage ich mich ob wir nicht alle ein wenig die Rangfolge bzw. Wertigkeit aus den Augen verloren haben?

Kann, um beim Beispiel Milchvieh zu bleiben, ein Familienbetrieb von 60 bis 100 Kühre den nicht existieren und gut leben (Ich meine einen normalen Lebenstandard mit ab und an mal ein Extra)?

Warum müssen alle wachsen und noch mehr machen? Mehr Gewinn? Mehr Arbeit? Mehr Lebensqualität? (Gilt für alle inkl. meiner Branche)

Ist eine Investition die einem die Arbeit erleichtert vielleicht nicht doch die bessere weil sie die Lebensqualität steigert , aber nicht unbedingt den Umsatz und Gewinn des Unternehmens?

Was ist es wert auch mal Zeit für Familie und Freunde zu haben, ohne das das in der Bilanz unbedingt sich positiv niederschlägt?


Wir werden alle mehr zu Sklaven unserer Arbeit finde ich.

Gruß

Friedhelm














alles wahre worte, und warum ist es dann wie es ist?

Titel: Re: Milchpreise
Beitrag von: Kai am 10. Mai 2012, 20:03:18


Stillstand ist Rückgang
Titel: Re: Milchpreise
Beitrag von: muh am 10. Mai 2012, 20:20:31
Ich denke eher massiver Neid ist das Wort der Wahl. Und der ist unter den Landwirten noch viel extremer als zwischen "Normalobürger" <> Landwirt.
Titel: Re: Milchpreise
Beitrag von: Stanky am 10. Mai 2012, 20:44:20
Moin,
kein Wachstum ist der Anfang vom Ausstieg, ich bin da auch nicht immer begeistert von, aber die Betriebe, die vor 30 Jahren nicht gewachsen sind, wo sind die jetzt? Von 35ha und 20 Kühen möchte ich nicht leben müssen, Georg würde das vielleicht hinbekommen ;D.
Als ich aus der Schule gekommen bin ( 1983 ) konnte man bei uns von 65ha Ackerbau gut leben und konnte 'ne ruhige Kugel schieben. Und wo sind die, die sich nicht entwickelt haben und zufrieden waren?
Wachstum ist eben sehr anspruchsvoll, und der knappeste Produktionsfaktor geht zum besten Verwerter. Auch wenn sich das bei uns wie überall für die, die nur von der Landwirtschaft leben, immer schwieriger gestaltet.
Grüße
Stanky
Titel: Re: Milchpreise
Beitrag von: Jochen am 10. Mai 2012, 20:59:12
Nur Wachstum ist auch nicht gut ...
Kenne einige Beispiele die sich auch immer einreden haben lassen "Wachsen oder Weichen" jetzt sind sie nur mehr Sklaven ihrer selbst...

Ich will da nicht zu weit ausholen weil´s ein schweres Thema ist

Und im Prinzip fällt und doch diese ganze Wachstumsscheiße mit all ihrer Gier selber am Kopf und weiter nix
um gleich beim Milchpreis zu bleiben - Was wäre wohl wenn es keine Kuh weltweit geben würde die mehr als 5000 Liter geben könnte pro Laktation?
hätte dann jeder Betrieb der noch Milch produziert noch mehr Tiere oder würde wohl weniger zum besseren Preis verkauft werden ?
 :nixweiss: :nixweiss:

@ Friedhelm - warum wir da sind wo wir sind? weil wir uns immer von anderen was einreden lassen
Titel: Re: Milchpreise
Beitrag von: BNT am 10. Mai 2012, 21:43:20
Na gut. Der Kommunismus ist 1989 unter gegangen und beim Kapitalismus sieht's auch so aus, wie wenn der sich in seinen letzten Atemzügen befindet. Mal sehen, was darauf folgt.
Titel: Re: Milchpreise
Beitrag von: nofear am 10. Mai 2012, 22:21:11
Na gut. Der Kommunismus ist 1989 unter gegangen und beim Kapitalismus sieht's auch so aus, wie wenn der sich in seinen letzten Atemzügen befindet. Mal sehen, was darauf folgt.

Die Warheit liegt irgendwo dazwischen...

Ihr müsst mal das Buch lesen: Exit. Wohlstand ohne Wachstum von Meinhard Miegel

Dort wird u.a. der ganze Wachstumswahn mal unter die Lupe genommen. Wachstum ist nötig, um für irgendjemand (vermutlich für die oberen 10.000) die Zinsen und Zinseszinsen zu bezahlen!!!

Aber es muß da doch nochwas anderes geben, nur ist unser System einfach (noch) nicht darauf eingestellt, weil es ja ne riesen Katastrophe ist, wenn die Wirtschaft mal nicht wächst. Warum eigentlich???

Ich bin der Meinung, dass mit dem Wachstum geht nicht mehr lange gut: Wenn Indien und China und noch einige andere große Völker  unseren Lebensstandard haben wollen, na dann gute Nacht mit den endlichen Resourcen. Kann gut sein, dass die nächsten Kriege auch um Land, Wasser etc. geführt werden.

Nur mal so zum Nachdenken: Stellt Euch mal vor es gibt, aus welchen Gründen auch immer, keine Produktionsmittel mehr für den Ackerbau, die auf fossilen Energien beruhen, wie z.Bsp. PSM und Düngemittel. Rechnet Euch mal aus, wieviele Tiere Ihr dann mit der euch zur Verfügung stehenden Fläche noch füttern könntet. Oder was dann noch an Ertrag zur menschlichen Ernährung käme... mal davon abgesehen, wer dann wie die Arbeit machen würde.
Dann hätte sich auch die Wachstumsdiskussion schalgartig erledigt!

MfG nofear
Titel: Re: Milchpreise
Beitrag von: Stefan am 11. Mai 2012, 01:08:13
Moin,
kein Wachstum ist der Anfang vom Ausstieg, ich bin da auch nicht immer begeistert von, aber die Betriebe, die vor 30 Jahren nicht gewachsen sind, wo sind die jetzt? Von 35ha und 20 Kühen möchte ich nicht leben müssen, Georg würde das vielleicht hinbekommen ;D.
Als ich aus der Schule gekommen bin ( 1983 ) konnte man bei uns von 65ha Ackerbau gut leben und konnte 'ne ruhige Kugel schieben. Und wo sind die, die sich nicht entwickelt haben und zufrieden waren?
Wachstum ist eben sehr anspruchsvoll, und der knappeste Produktionsfaktor geht zum besten Verwerter. Auch wenn sich das bei uns wie überall für die, die nur von der Landwirtschaft leben, immer schwieriger gestaltet.
Grüße
Stanky

Ich sehe das ähnlich. Es gibt quasie einen Automatismus zum Wachstum. Dieser wird durch technischen Fortschritt angetrieben. Der TF ermöglicht es ja mit der gleichen Anzahl an AKStunden mehr zu produzieren. Insofern stimmt es ja auch nicht zwangsläufig, dass ein Wachstumsschritt immer mehr Arbeit mit sich bringt. Vergleicht doch mal einen 20 Kuh Betrieb von früher wo mit der Hand gemistet und gemolken wurde mit einem 120 Kuh Betrieb mit Melkrobotern. Der heutige Betrieb benötigt weniger AKh und macht trotzdem sechs mal soviel Kühe. Wer sich nun auf einer bestimmten Stufe ausklinkt und keinen weiteren TF zulässt wird immer weniger wettbewerbsfähig. Wie Stanky schon richtig gesagt hat, zieht derjenige dann irgendwann den Kürzeren im Kampf um Produtionsfaktoren.
Ob das gut oder schlecht ist möchte ich nicht beurteilen. In dem jetztigen System greift dieser Automatismus aber gnadenlos. Aus einer marktradikalen Sichtweise ist das sogar wünschenswert, weil mehr Druck zur Veränderung zu Wohlstandswachstum führen sollte. Hinter diese Theorie kann man allerdings so enige Fragezeichen machen...
Titel: Re: Milchpreise
Beitrag von: kakvogl am 11. Mai 2012, 03:21:42
Servus.
Wachstum wohin wollen wir denn noch wachsen? Steuern sind noch nie soviel in die Staatskasse gespült worden wie jetzt. Und? Das Geld reicht hinten und vorne nicht mehr. Vor allem die Zinsen fressen doch alles auf. Wenn man sieht wie sich die Geldmenge vervielfacht hat. Irgendwann kann man die Guthabenzinsen nicht mehr übers Kreditwesen erwirtschaften dann kommt eben der Schnitt. Bin gespannt ob ich das noch erleben darf und dann wie. Wohl ist mir bei solchen Gedanken nicht. Was macht denn da das deutsch Völkchen? Unruhen? Bürgerkriege?????
Mal ne andere Sichtweise trotz Wachstum in Deutschland verarmt doch das Volk immer mehr. Die Volkswirtschaft blutet doch regelrecht aus. Immer größere Einheiten sollen die Lösung bringen? Was macht den Deutschland wenn die heutigen Leiharbeiter in Rente gehen? Da kurbelts den Konsum dann innerdeutsch an. Wahrscheinlich braucht man ihn dann nicht weil man sicher noch mehr Wachstum hat. Oder vielleicht gar keins mehr.

Ist zwar total out aber ich sehe die Zukunft nicht im Wachstum. Es wird auch unser Erdball nicht verkraften. Und erstens kommt es anders wie wir vielleicht alle denken.
Nur mal so angemerkt.

Servus

Titel: Re: Milchpreise
Beitrag von: canuck am 11. Mai 2012, 04:48:20
genau so ist es aber nicht nur in deutschland!

wen das wachstum ausartet ist es schon manchen zum verhaengniss geworden. startete schon sehr frueh in der menschheit.

zurueck zu milchvieh und preisen.
stimmt mich ziemlich nachdenklich wenn ich eine aussage hoere eine famillei brauche mindestens 100 milchkuehe heute zum ueberleben.
auch in unserer nachbarschaft  ist es ganz aehnlich. an der naechsten strasse ostwaerts , waren noch bis vor 20ig jahren, zehn milchfarmen .
heute noch zwei, eine mit 90kuehen die andere mit 500 und produzieren ganz sicher mehr milch als anno dazumal.dazumal lebten 10, zum teil grosse famillien davon. heute zwei und einige angestellte von nah und fern. aus mexico oder guatemala muessen die leute bezogen werden ,da die meisten von uns keine schwarzen haende mehr wollen.
das futter wird per lastwagen herbei gefuehrt und der scheissdreck eben falls tagelang ueber weite distanzen ausgebracht.
ich selber erlebte die 80iger jahre und mancher farmer  wurde von seinem wachstumswahn in die knie gezwungen. nicht weil er zuwenig produzierte, ganz einfach weil die ausgaben seite schneller wuchs.
ein gutes beispiel sind die amischen[ eine art menoniten]
leben ohne elektrisch und motoren. arbeiten in gross famillien meisten von hand oder mit pferd. haben eigene schulen und sind nur ganz wenig von der oeffentlichen hand abhaengig.
dies aber manchmal direkt neben modernster technik. sei es im privatleben oder in der landwirtschaft.
zwei verschiedene lebensauffassungen. aber ich habe darueber nachgedacht!aber sicher wollen sogar die amischen wachstum und fortschritt. nur wird dieser in anderer weise ausgedruckt.

jetzt muss ich aber aufhoeren sonst werde ich noch zum philosophen!

gut das es heute regnerisch und kuehl ist sonst koennte ich keine storys schreiben ;D      gruss canuck
Titel: Re: Milchpreise
Beitrag von: canuck am 11. Mai 2012, 05:15:00
stillstand ist rueckgang?
wenn ich zurueckdenke war es nicht immer so!
ich kam aus der schweiz in 1980. dort hatte wir beide , meine frau und ich, gute jobs. so ungefaehr hatten wir jeden monat 6000franken und zahlten eine miete und zwei autos usw. ein gutes leben wie man so schoen sagt.
kamen nach kanada mit meinen eltern und anderen familien angehoerigen.zuerst gab es 1000dollar im monat, freies haus und bezahlte nebenkosten.
hatten bald mal 4 kinder und  meine frau sagte sie wolle ihren alten job wieder aufnehmen. machte sie auch.
nun soll mir mal einer sagen ob das fortschritt oder rueckschritt ist?

dies ist wachstum im rueckwaertsgang!  canuck
Titel: Re: Milchpreise
Beitrag von: BNT am 11. Mai 2012, 08:59:33
Der technische Fortschritt ist natürlich ein wichtiger Faktor. Aber er ist nur ein Bestandteil der Rechnung und ich denke, dass wir einfach falsch rechnen, wie man ja auch an der Bankenkrise sieht. Die haben einfach mal schnell die Risikobewertung falsch gemacht oder deren Ergebnisse unter den Tisch fallen lassen. Oder, für den normalen Sklaven seiner Selbst: Noch nie wurde so viel in Effizienz investiert, doch mehr freie Zeit haben wir dann doch nicht zur Verfügung. Es gibt da sehr nette Beispiele. Man ging davon aus, dass durch die Einführung des Schnellimbiss' die Menschen weniger Zeit für's Mittagessen brauchen und dadurch wieder früher zuhause sind. Das Gegenteil war der Fall. Kürzere Mittagspause, mehr Arbeit. Bei der Email ist es das gleiche. Sie kostet nicht weniger, sondern mehr Zeit. Die Menschen arbeiten heute nicht mal die Hälfte ihrer Arbeitszeit effizient. Dennoch ist im deutschen Maschinenbau der Faktor Lohn angeblich kein relevanter Kostenfaktor mehr. Ein hoher Technisierungsgrad macht's möglich. Nur, was machen wir dann mit den ganzen Menschen, die wir nicht mehr brauchen. Denkt mal kurz nach, wie viele Mitarbeiter ihr vor 20 Jahren noch hattet, oder vor 50 Jahren. ;) Wir haben einen ganzen Haufen von Menschen, die wir eigentlich nicht mehr brauchen und das wird noch viel mehr. Der Job des Melkers wird mittelfristig aussterben, der des Traktoristens aus.
Titel: Re: Milchpreise
Beitrag von: nofear am 11. Mai 2012, 09:30:26
Was wir mit den ganzen Menschen machen, die wir in der Produktion nicht mehr brauchen: Die stecken wir in Ämter, Büros etc., denn wir sind ja eine Dienstleistungsgesellschaft und dann leisten wir halt Dienst um des Dienstes willen, ob das Sinn macht oder jemand braucht spielt doch keine Rolle... und wenn das Bedürfnis dazu noch nicht da ist, dann wecken wir es halt...

MfG nofear

PS: Vorsicht obiger Abschnitt enthält Ironie!
Titel: Re: Milchpreise
Beitrag von: BNT am 11. Mai 2012, 09:57:36
Das ist keine Ironie. Die Schulpflicht wurde auch nur eingeführt, weil man sonst nichts mit den Kriegsveteranen anzufangen wusste. Die wurden dann ganz einfach Lehrer.
Titel: Re: Milchpreise
Beitrag von: Friedhelm am 11. Mai 2012, 11:35:28
Hallo.

Warum das so ist?

Keine Ahnung, deswegen habe ich es hier einfach mal so reingesetzt.

Technischer Fortschritt macht vieles möglich..... Wir müssen Ihnen aber auch beherrschen.....

Wachsen oder weichen ist ein Spruch den ich nicht unterschreibe.

Stillstand ist Rückgang ist passender. Wobei ich eben meine das nicht unbedingt Wachstum der einzige Weg des Fortschritts sein kann oder darf.

In meiner Kundschaft gibt es Betriebe da haben die Landwirte fast nicht mehr die Zeit mal 15 Minuten einfach nur zu reden.
So sehr sind diese arbeitsmäßig eingespannt.

Jetzt geht mir auch die Zeit aus....

Gruß

Friedhelm

Titel: Re: Milchpreise
Beitrag von: BNT am 11. Mai 2012, 13:29:18
Ich glaube, dass viele technische Erfindungen gemacht werden, damit sie mal dem Menschen dienen. Oft ist es aber umgekehrt, dass der Mensch der Maschine dienen, indem er sie finanzieren muss. Irgendwie finde ich die low budget Betriebe durchaus bewundernswert.
Titel: Re: Milchpreise
Beitrag von: Georg am 11. Mai 2012, 14:13:28
Ich hab mal ne Frage, und vieleicht weiß das jemand genauer udn es wäre vieleicht die ganze Antwort auf diesen Pachtwahn udn Vergrößerungswahn!

Sowit ich weiß haben wir Bundesweit eigentlich so was ähnliches wie ein Pachtgesetz.

Das Gesetz hat zumindest früher mal besagt, das Pachtverträge von den LAndwirtschaftsämtern/Kamern genehmigt werden müssen.

Sinn der Sache (des Gesetzes) war zumindest früher, das sich der Landwirtschaftliche Grund und Boden nicht "ungesund " verteilt!

Gibt es eigentlich dieses Gesetz nicht mehr? Mir ist zumindest nicht bekannt das es mal abgeschafft wurde?! Weshalb kommt diese Kontrolle nicht mehr zum Einsatz?
Titel: Re: Milchpreise
Beitrag von: Biobauer am 11. Mai 2012, 14:32:04
Ich hab mal ne Frage, und vieleicht weiß das jemand genauer udn es wäre vieleicht die ganze Antwort auf diesen Pachtwahn udn Vergrößerungswahn!

Sowit ich weiß haben wir Bundesweit eigentlich so was ähnliches wie ein Pachtgesetz.

Das Gesetz hat zumindest früher mal besagt, das Pachtverträge von den LAndwirtschaftsämtern/Kamern genehmigt werden müssen.

Sinn der Sache (des Gesetzes) war zumindest früher, das sich der Landwirtschaftliche Grund und Boden nicht "ungesund " verteilt!

Gibt es eigentlich dieses Gesetz nicht mehr? Mir ist zumindest nicht bekannt das es mal abgeschafft wurde?! Weshalb kommt diese Kontrolle nicht mehr zum Einsatz?

meines wissens wurde  ungesunde verteilung eher dadurch definiert, das nichtlandwirte zuviel fläche anhäuften.

hier fragt kein mensch danach ob so ein vertrag registiert ist....
Titel: Re: Milchpreise
Beitrag von: Mathilde am 11. Mai 2012, 15:13:37
Hallo,

leider nicht mal mehr bei den Kaufverträgen. Wenn ganze Betriebe gekauft werden sowieso nicht.

LG Mathilde
Titel: Re: Milchpreise
Beitrag von: Georg am 11. Mai 2012, 15:16:22
Hallo Bio

Das stimmt nicht ganz! Zumindest in Bayern kann das Landwirtschaftsamt, so fern es will, "ungesunde Pachtverträge" verhindern! Und zwar auch biem Preis!
Zumindest waren da die Amter in Bayern bis in die 80er Jahre gebietsweise recht aktiv! Da wurde dann öfters aml ein niedrigerer Pachtpries in den Vertrag geschrieben, udn der Rest "unterm Tisch" bezahlt! Ohne Buchführungspflicht war das ja auch leicht möglich.....

Was ichmit meinem beitrag gemeint habe ist doch ganz einfach: Wir haben instrumente um dem Pachtwahsinn einhalt zu gebieten. Fragt sich nur, wer da von politischer Siete kein Interesse hat das diese Möglichketi genutzt wird?
Titel: Re: Milchpreise
Beitrag von: Thomas am 11. Mai 2012, 15:26:58
Hier in SH werden die Pachtverträge vom ALR genehmigt.

Gruß
Thomas
Titel: Re: Milchpreise
Beitrag von: Biobauer am 11. Mai 2012, 15:41:33

Zumindest waren da die Amter in Bayern bis in die 80er Jahre gebietsweise recht aktiv! Da wurde dann öfters aml ein niedrigerer Pachtpries in den Vertrag geschrieben, udn der Rest "unterm Tisch" bezahlt! Ohne Buchführungspflicht war das ja auch leicht möglich.....



georg, das ist 30jahre her....

seitdem hat sich einiges geändert, das lwa frägt nicht einmal mehr nach den pachtvertrag.
ich kann sogar bei der abgabe des mfa antrags flächen angeben, die ich nicht gepachtet habe , wo ich aber zb weiss, das für die  kein antrag abgegeben wird. schreibt das amt problemlos bei mir mit drauf. und nein ,ich mache sowas nicht vorsätzlich, aber anhand einer cc kontrolle bemerkte ich sowas, das ich für ne fläche kassier, die ich definitiv nicht gepachtet habe. immerhin 1000 qm. ;)
den pachtwahnsinn wirste aber mit sowas nicht in griff bekommen

servus
Titel: Re: Milchpreise
Beitrag von: muh am 11. Mai 2012, 19:33:04
Hallo Bio

Das stimmt nicht ganz! Zumindest in Bayern kann das Landwirtschaftsamt, so fern es will, "ungesunde Pachtverträge" verhindern! Und zwar auch biem Preis!
Zumindest waren da die Amter in Bayern bis in die 80er Jahre gebietsweise recht aktiv! Da wurde dann öfters aml ein niedrigerer Pachtpries in den Vertrag geschrieben, udn der Rest "unterm Tisch" bezahlt! Ohne Buchführungspflicht war das ja auch leicht möglich.....

Was ichmit meinem beitrag gemeint habe ist doch ganz einfach: Wir haben instrumente um dem Pachtwahsinn einhalt zu gebieten. Fragt sich nur, wer da von politischer Siete kein Interesse hat das diese Möglichketi genutzt wird?

da sorgen schon die richtigen "stadträte" dafür , dass die fläche dahinkommt, wo sie hingehört (zu welchem Pächter) zumindest ist das in meinem LK so.

das gesetz ist nicht mal zum arschauswischen gut.
Titel: Re: Milchpreise
Beitrag von: Hon am 11. Mai 2012, 21:26:53
Zitat
Hier in SH werden die Pachtverträge vom ALR genehmigt.

Gruß
Thomas

Das ist aber nur freiwillig. Hab da mal nachgefragt, ist nur zu rechtlichen Sicherheit. Also keine Kontrolle.
Titel: Re: Milchpreise
Beitrag von: BNT am 11. Mai 2012, 22:37:25
Der Staat ist nun, wie Michael schreibt, der letzte, der in der Lage ist, sowas zu regeln. Ganz im Gegenteil, der profitiert doch davon. Siehe BVVG.
Titel: Re: Milchpreise
Beitrag von: nofear am 12. Mai 2012, 08:25:47
Prinzipiell ist (auch ein angezeigter) Pachtvertrag, ein zwischen zwei unabhängigen Parteien geschloßener bestehender privatrechtlicher Vertrag.

Er soll zumindest hier bei der zuständigen Stelle angezeigt werden. Besser für Rechtssicherheit. Früher Landwirtschaftsamt, heute liegen diese Bodensachen (Pacht und Kauf ) in Sachsen bei den Komunen.

Es muß aber schon gute Gründe geben, damit ein Vertrag wieder aufgelöst wird, oder ein anderer das Vorkaufsrecht erhält und in einen wirksamen Kauf oder auch Pachtvertrag einsteigen kann. Und so ein Grund ist definitv nicht ein zu hoher Pacht- odere Kaufpreis...

MfG nofear
Titel: Re: Milchpreise
Beitrag von: Stefan am 18. Juli 2012, 16:05:03
Wenn wir über Raps- und Getreidepreise diskutieren, können wir die Milchpreise ja gleich mit einbeziehen... ;)

Ich bin bis vor kurzem davon ausgegangen, dass zu Beginn nächsten Jahres ein ziemlicher Preisrutsch bevorsteht. Die Preisindex der Global Dairy Trade wandert ja schon seit einem Jahr kontinuirlich nach unten. Ebenso der ife-Rohstoffindex.

Jetzt stellt sich aber natürlich die Frage, welche Auswirkungen haben die Preise für Getreide und Raps (bzw. Soja) auf die Milchpreise.
Nach meiner Logik müsste die Milchproduktion in Ländern mit hohem Kraftfuttereinsatz deutlich zurückgehen, oder zumindest stagnieren. Das wäre dann in den USA und Europa der Fall. Südamerika auch??? Wie sehr hat die Grundfutterpoduktion in den USA gelitten? Hast du da auch den Überblick, Georg? ;)

Was passiert auf der Nachfrageseite? Alles schaut nach China. Bleibt das Wachstum dort so hoch?

Gruß
Titel: Re: Milchpreise
Beitrag von: nofear am 18. Juli 2012, 17:25:12
Wenn wir über Raps- und Getreidepreise diskutieren, können wir die Milchpreise ja gleich mit einbeziehen... ;)

Ich bin bis vor kurzem davon ausgegangen, dass zu Beginn nächsten Jahres ein ziemlicher Preisrutsch bevorsteht. Die Preisindex der Global Dairy Trade wandert ja schon seit einem Jahr kontinuirlich nach unten. Ebenso der ife-Rohstoffindex.


Wer bitte soll den bei den derzeit schon hohen Kosten für Futter und sonstige Betriebsmittel (im Vergleich zur Tiefstpreisphase in 09) bei, den von Dir befürchteten, weiter fallenden Milchpreisen noch produzieren, bzw. wie lange?
Nach meiner Berechnung sind wir derzeit mit 27,5 ct Grundpreis schon genauso bescheiden drann wie damals bei 23ct. Oder siehts bei Euch anders aus?

MfG nofear
Titel: Re: Milchpreise
Beitrag von: Biobauer am 18. Juli 2012, 17:43:44
Wenn wir über Raps- und Getreidepreise diskutieren, können wir die Milchpreise ja gleich mit einbeziehen... ;)

Ich bin bis vor kurzem davon ausgegangen, dass zu Beginn nächsten Jahres ein ziemlicher Preisrutsch bevorsteht. Die Preisindex der Global Dairy Trade wandert ja schon seit einem Jahr kontinuirlich nach unten. Ebenso der ife-Rohstoffindex.


Wer bitte soll den bei den derzeit schon hohen Kosten für Futter und sonstige Betriebsmittel (im Vergleich zur Tiefstpreisphase in 09) bei, den von Dir befürchteten, weiter fallenden Milchpreisen noch produzieren, bzw. wie lange?
Nach meiner Berechnung sind wir derzeit mit 27,5 ct Grundpreis schon genauso bescheiden drann wie damals bei 23ct. Oder siehts bei Euch anders aus?

MfG nofear


und warum kommt mein landhändler dann nicht nach mit schlepperverträgen schreiben???

und wir sind sehr sehr milchlastig hier.....

Titel: Re: Milchpreise
Beitrag von: Frankenpower am 18. Juli 2012, 18:42:36
....wenn hier einer inverstiert, dann ist es ein Milchbauer, von Pachtpreisen gar nicht zu reden...
Titel: Re: Milchpreise
Beitrag von: nofear am 18. Juli 2012, 19:36:55
Entweder zehren die alle noch von Reserven, haben wenig oder keinen Kapitaldienst, Verfrühstücken die sonstigen Abschreibungen, haben Nachholbedarf bei derartigen Investitionen, Angst vor Inflation und daher lieber Soll als Haben, oder brauchen einfach keine Reserven, Antizykilisches Investieren (wobei das ja eher im Stallbereich Sinn machen soll, hier kommt im übrigen noch die Stimmungsmache für Wachsen vor Quotenende 2015 dazu) oder rechnen uU auch nicht genau nach...
also Gründe fallen mir da spontan einige ein  ;D

Ich weiß nur, dass bei der letzten Milchkrise die Zukunftsbetriebe, die viel mit Fremdkapital investiert haben/gewachsen sind, meist die ersten waren, bei denen es liquiditätsmäßig eng wurde, falls sie keine weiteren Standbeine wie BGA oder Ackerbau hatten.
Mal schauen was 2015 passiert, We will see...

MfG nofear 
Titel: Re: Milchpreise
Beitrag von: Georg am 18. Juli 2012, 19:41:19
In USA gibt es da so einen allgemeinen Spruch der übersetzt Sinngemäß so geht:

Wenn ein Bauer Geld auf der Bank hat, hat er Angst das dieses Geld einen Loch in den Banksafe brennt, und er dann für den Schaden am Safe aufkommen muss, oder das ihm die Bank 10% Lagergebühr abverlangt! Also muss das Geld wieder raus.....!!!!! ;D
Titel: Re: Milchpreise
Beitrag von: nofear am 04. August 2012, 08:33:04
Hol das mal wieder kurz nach oben:
Grundpreis (bei 3,4% Eiweiß und 4% Fett) derzeit, wie schon seit drei Monaten 27,5 ct/kg und das bei den derzeitigen Futter- und Energiekosten!!!! Ich sags ja, wir sind mindestens genauso besch... drann wie zu Niedrigstpreiszeiten von 23ct.

Mal was nebenbei um das ganze mal etwas greifbarer werden zu lassen: Es kann sich ja mal jeder überlegen wie es wäre, mit dem Einkommen von Mitte der 90er Jahre die Kosten von heute (incl. Verteuerung nach der Euro-Umstellung von fast 100% - was damals Dinge in DMark kosteten, sinds heute ja meist in €) abzudecken...

MfG nofear, der wahrschweinlich grad seine Depri-Phase hat...
Titel: Re: Milchpreise
Beitrag von: Ede am 04. August 2012, 14:44:53
Ich seh es auch so, bei derzeitigen Preisen ists nicht besser als seinerzeit bei 23ct...
Allerdings war es mMn vorauszusehen, daß es so kommt, bei den Mengen, die geliefert wurden.

Gruß
Ede
Titel: Re: Milchpreise
Beitrag von: Stefan am 04. August 2012, 16:17:44
Da wir damals ja mehrere Monate nicht mal 20 Cent bekamen, und momentan noch 28-29 Cent, ist die Stimmung hier längst noch nicht so schlecht wie damals.

Ich denke auch, dass dieser Preisverfall zu erwarten war, nach zwei guten Jahren. Ich hätte eigentlich mit einem noch dramatischeren Fall der Preise gerechnet. Nun scheint die geringe Ernte die Preise zu stützen, aber natürlich auch die Betriebsmittelpreise.

Was man auch nicht vergessen sollte ist, dass wir gerade das saisonale Tief der Preise hinter uns haben. Bin mal gespannt wie hoch die Preise im Herbst noch gehen werden. Da die Anzeichen der Global Dairy Trade ja nicht so schlecht sind, denke ich, dass wir auch noch mal Richtung 33-34 Cent kommen.

Gruß
Titel: Re: Milchpreise
Beitrag von: Thomas am 04. August 2012, 19:33:02
Im Herbst werden aber auch die Kraftfutterpreise in einer ganz anderen Dimension sein, sie sind es jetzt ja schon. Dann sind wir mit 34 Cent (wenn wir sie denn haben) auch noch nciht anders davor.

Gruß
Thomas
Titel: Re: Milchpreise
Beitrag von: Jochen am 04. August 2012, 19:39:18
Naja ob man bei derzeitigen Kraftfutterpreisen nicht drüber nachdenken sollte das man auf Leistung verzichtet ...
Ich weiß bei Milchkühen ist das nicht so einfach aber bei den Milchpreisen?

(wenn man dann noch im Hinterkopf hat das einige Betriebe dann auch noch 19,92 cent an Superabgabe zahlen durften vergeht einem das lachen dabei)
Titel: Re: Milchpreise
Beitrag von: ct am 04. August 2012, 23:17:53
Schwere Zeiten stehen den Milcherzeugern noch bevor, möchte ich einmal behaupten. Ab 2015 rechnen einige Molkereien mit bis zu 20% mehr Milchaufkommen (http://www.ln-online.de/lokales/nordwestmecklenburg/3516922/hansano-will-neue-maerkte-erschliessen (http://www.ln-online.de/lokales/nordwestmecklenburg/3516922/hansano-will-neue-maerkte-erschliessen)). Die Preistäler sind schneller da als die Liquiditätshilfen abbezahlt sind. Aufgrund der immer knapper werdenden Getreidebilanzen wird Kraftfutter auch wohl i.Z. teuer bleiben.
Auch wenn die Entscheidung 2009 nicht einfach war, wir haben uns damals von den Kühen getrennt und alles Grünland umgebrochen (anstatt Melken muss ich nun viele Steine absammeln). Bei den aktuellen Agrarpreisen ist es aber beruhigend, wenn man kein teures Getreide mehr zu billiger Milch machen muss und "steinreich" :rolleyes: ist.
Ich wünsche euch trotzdem viel Glück, vielleicht liege ich ja auch falsch.
Titel: Re: Milchpreise
Beitrag von: euro am 05. August 2012, 00:28:07
Hoffe mal das es dieses Forum noch lange genug gibt um die verheerenden Konsequenzen einer Minoritätsentscheidung, hervorgerufen von einem weiblichen nordeuropäischen "Horntier" und von einer Vielzahl der Mitglieder dieses Forums damals begrüsst, erst eimal richtig durchschlagen.
Das Net vergisst bekannterweise nix, man kann ja dann daran erinnern...
Titel: Re: Milchpreise
Beitrag von: Tim am 05. August 2012, 07:33:04
Minoritätsentscheidung, hervorgerufen von einem weiblichen nordeuropäischen "Horntier" und von einer Vielzahl der Mitglieder dieses Forums damals begrüsst, erst eimal richtig durchschlagen.

was meinst du damit ? Norddeutsche Kuh? Kenn ich net.

Es scheint als ob du deinen Sonntagmorgen auch mit Kaffe begonnen hast , der irgendwie nach schweiß schmeckt? Eventuell birngt das hier wieder etwas sonne ins gemüt
http://www.youtube.com/watch?v=Q9pxDU_eEuI

 ;D

die Zeiten für die Milchviehhalter sind schon 5 Jahre schlecht, das einzige (was mir auch teilweise deswegen angst macht weil eben auch gerade Leute und Familienbetriebe darunter sind die ich gut leiden kann) was mich stutzig macht ist wie diese Investitionswelle in den milchviehbetrieben finanziell gestemmt werden soll?!?

mfg tim
Titel: Re: Milchpreise
Beitrag von: nofear am 05. August 2012, 07:42:01
Schwere Zeiten stehen den Milcherzeugern noch bevor, möchte ich einmal behaupten. Ab 2015 rechnen einige Molkereien mit bis zu 20% mehr Milchaufkommen (http://www.ln-online.de/lokales/nordwestmecklenburg/3516922/hansano-will-neue-maerkte-erschliessen (http://www.ln-online.de/lokales/nordwestmecklenburg/3516922/hansano-will-neue-maerkte-erschliessen)). Die Preistäler sind schneller da als die Liquiditätshilfen abbezahlt sind. Aufgrund der immer knapper werdenden Getreidebilanzen wird Kraftfutter auch wohl i.Z. teuer bleiben.
Auch wenn die Entscheidung 2009 nicht einfach war, wir haben uns damals von den Kühen getrennt und alles Grünland umgebrochen (anstatt Melken muss ich nun viele Steine absammeln). Bei den aktuellen Agrarpreisen ist es aber beruhigend, wenn man kein teures Getreide mehr zu billiger Milch machen muss und "steinreich" :rolleyes: ist.
Ich wünsche euch trotzdem viel Glück, vielleicht liege ich ja auch falsch.

Naja, dieser Weg steht einem ja zumindest noch offen, wenns ganz hart kommt... zumindest wenn sich´s Fremdkapital in Grenzen hält  ;D

Was mich einfach anödet, ist die Tatsache, dass das Risiko, gebundenes Kapital und die Tatsache, dass man 365 Tage im Jahr für die lieben :kuh: :kuh: da ist und "Ernte" hat mMn einfach nicht adäquat entlohnt wird.
Aber egal dann hilft halt irgendwann nur Konsequenzen ziehen. Hoffentlich gibt´s genug Alternativen zum Einkommenserwerb, damit genug aufhören können und einfach mal der Rohstoff Milch dauerhaft knapp wird... anders begreifen manche einfach nicht, dass auch Milchbauern nicht dauerhaft von einem Liquditätshilfedarlehen ins nächste stolpern können mit ein paar (zu) kurzen guten Preisphasen dazwischen (siehe ct´s Beitrag).
Aber vielleicht hab ich auch viel zu hohe Ansprüche und zu hohe Kosten und alle anderen können einfach prächtig davon leben (und nicht nur existieren), ohne die Abschreibungen zu verfrühstücken oder Bauland zu verkaufen etc.

MfG nofear
Titel: Re: Milchpreise
Beitrag von: nofear am 05. August 2012, 09:25:28
@ Tim: Mach Dir mal keine Gedanken um die Familienbetriebe, die sind leidensfähig genug und können sich bzw. die Familie gut genug ausbeuten, weiß ich aus Erfahrung... außerdem kriegst dann auch mal zu hören: Ich weiß granicht was Du hast, wir kommen mit 27 ct gut zurecht...

Die Banken halten schon ruhig, solange zumindest die Zinsen kommen, denn was sollen die denn auch sonst mit soner Klitsche anfangen? Selber melken oder es findet sich ein anderer blöder...

MfG nofear
Titel: Re: Milchpreise
Beitrag von: euro am 05. August 2012, 10:52:34
Minoritätsentscheidung, hervorgerufen von einem weiblichen nordeuropäischen "Horntier" und von einer Vielzahl der Mitglieder dieses Forums damals begrüsst, erst eimal richtig durchschlagen.

was meinst du damit ? Norddeutsche Kuh? Kenn ich net.



Wie wäre es wenn du den Thread mal, zum besseren Verständnis, komplett durchlesen würdest?
Dann wird dir auch bewusst wer besagtes Hornvieh ist ...
Titel: Re: Milchpreise
Beitrag von: nofear am 05. August 2012, 12:20:29
Nochwas dazu, weil von verwegen Milch geliefert auf Teufel komm raus:

Wenn die Preise hoch sind, dann kann man keinem erklären, dass er wenig liefern soll, da will jeder viel verdienen... und wenn die Preise niedrig sind, dann heißt es: Ich muß mehr abliefern, damit am Ende das selbe Geld über ist...

-ohne Kommentar-
Titel: Re: Milchpreise
Beitrag von: BNT am 05. August 2012, 12:25:22
Wenn die Preise sehr hoch sind und die Menge auch noch verknappt wird, treibt man die Verarbeiter doch gradezu in Alternativen. Es hat schon seine Gründe, warum es Analogkäse und Co. gibt.

Bei uns hat der Bauernverband übrigens schon mal Protestmaßnahmen angekündigt. Aktueller Auszahlungspreis: 36 ct.
Titel: Re: Milchpreise
Beitrag von: nofear am 05. August 2012, 13:47:23
Bei uns hat der Bauernverband übrigens schon mal Protestmaßnahmen angekündigt. Aktueller Auszahlungspreis: 36 ct.

Biomilch oder was?
Titel: Re: Milchpreise
Beitrag von: Stefan am 05. August 2012, 14:02:35
Schwere Zeiten stehen den Milcherzeugern noch bevor, möchte ich einmal behaupten. Ab 2015 rechnen einige Molkereien mit bis zu 20% mehr Milchaufkommen (http://www.ln-online.de/lokales/nordwestmecklenburg/3516922/hansano-will-neue-maerkte-erschliessen (http://www.ln-online.de/lokales/nordwestmecklenburg/3516922/hansano-will-neue-maerkte-erschliessen)). Die Preistäler sind schneller da als die Liquiditätshilfen abbezahlt sind. Aufgrund der immer knapper werdenden Getreidebilanzen wird Kraftfutter auch wohl i.Z. teuer bleiben.
Auch wenn die Entscheidung 2009 nicht einfach war, wir haben uns damals von den Kühen getrennt und alles Grünland umgebrochen (anstatt Melken muss ich nun viele Steine absammeln). Bei den aktuellen Agrarpreisen ist es aber beruhigend, wenn man kein teures Getreide mehr zu billiger Milch machen muss und "steinreich" :rolleyes: ist.
Ich wünsche euch trotzdem viel Glück, vielleicht liege ich ja auch falsch.

Nur mal so, der erwartete Anstieg der Nachfrage beträgt 10-20 Mio t pro Jahr. Also ein knappes Neuseeland pro Jahr...

Mich wundert dieses Schwarzweiß mahlen immer so ein bischen. Für die Getreidebauern läuft dieses Jahr natürlich gut, aber wie hätte es ausgesehen, wenn die USA ne spitzenernte gehabt hätten... :frage: Dass von einem Jahr immer darauf geschlossen wird, dass nun das goldene Zeitalter für einen bestimmten Bereich anbricht, versteh ich nicht. Außerdem hängt doch alles zusammen. Dass die getreidepreise dauerhaft in die Höhe gehen und die Milchpreise abstürzen ist sehr unwahrscheinlich.  

MMn wird es in Zukunft mehr denn je entscheidend sein am richtigen Standort zu produzieren.
Titel: Re: Milchpreise
Beitrag von: nofear am 05. August 2012, 14:26:15
...
MMn wird es in Zukunft mehr denn je entscheidend sein am richtigen Standort zu produzieren.

Zum Glück kann man an seinem Standort adhoc so viel ändern...

Dann sieldeln wir halt alle paar Jahre um und kaufen uns dort nen Betrieb wos grad gut läuft. Hauptsache es findet sich auch einer der aufhören will und schon groß genug ist  ;D
Titel: Re: Milchpreise
Beitrag von: BNT am 05. August 2012, 14:37:14


Biomilch oder was?

Nein, ganz normale Ware. Das ist halt so, wenn die Politik sich einmischt. Darum werden jetzt dann Supermärkte bestreikt.  :frage:
Titel: Re: Milchpreise
Beitrag von: Tim am 05. August 2012, 14:42:51
@euro, sorry ich konnte die norddeutsche Kuh die das schlechte einkommen der deutschen Milchbauern verursacht immer noch nicht finden

wenn du die Künast meinst, die kommt aus Recklinghausen - das liegt wohl irgendwo in der Nähe von Dortmund - ist das schon Norddeutschland?

mfg tim
Titel: Re: Milchpreise
Beitrag von: euro am 05. August 2012, 14:52:44
@euro, sorry ich konnte die norddeutsche Kuh die das schlechte einkommen der deutschen Milchbauern verursacht immer noch nicht finden

wenn du die Künast meinst, die kommt aus Recklinghausen - das liegt wohl irgendwo in der Nähe von Dortmund - ist das schon Norddeutschland?

mfg tim

Omg, wo liest du norddeutsch?
Titel: Re: Milchpreise
Beitrag von: Tim am 05. August 2012, 14:53:52
ertappt, es war nordeuropäisch, ich weiss aber immer noch nicht was du meinst
Titel: Re: Milchpreise
Beitrag von: ct am 05. August 2012, 15:00:55
Mich wundert dieses Schwarzweiß mahlen immer so ein bischen. MMn wird es in Zukunft mehr denn je entscheidend sein am richtigen Standort zu produzieren.

Stefan, dann hoffe ich mal, dass Du auf so einem Standort bist, wo man
1. mehrere hundert ha Grünland für ein paar lausige Euros günstig zur Futterwerbung nutzen kann (20 EUR /ha) und es sonst auch keine große Konkurrenz um die Fläche gibt (viel Flächenprämie verbilligt noch zusätzlich das Futter).
2. in den letzten 20 Jahren bei den bestauszahlenden Molkereien in Deutschland dabei war, um eine finanziell gute Ausgangsposition zu haben (2-3 Cent über so einen Zeitraum sind Welten!)
3. in Zukunft von der abnehmenden Seite auch einen überdurchschnittlichen Milchpreis "zugestanden" bekommt.

Ich kenne jedenfalls Betriebe, wo das alles zutrifft und welche, wo genau das Gegenteil als äußerer, nicht beeinflussbarer Faktor vorherrscht(e). Ich selbst war auch bei der letzt genannten Gruppe und habe wie noch viele andere in unserer Gegend meine Konsequenz gezogen, denn das kannn man beim besten Willen nicht durch Selbstausbeutung und allerbeste Produktionstechnik ausgleichen. Unsere Gegend ist in den letzten 20 Jahren von den Kühen ziemlich ausgedünnt worden. Ich wünsche Dir weiterhin, dass Du Deinen grenzenlosen Optimismus beibehälst.
Titel: Re: Milchpreise
Beitrag von: Thomas am 05. August 2012, 17:41:57
Mich wundert dieses Schwarzweiß mahlen immer so ein bischen. MMn wird es in Zukunft mehr denn je entscheidend sein am richtigen Standort zu produzieren.

Stefan, dann hoffe ich mal, dass Du auf so einem Standort bist, wo man
1. mehrere hundert ha Grünland für ein paar lausige Euros günstig zur Futterwerbung nutzen kann (20 EUR /ha) und es sonst auch keine große Konkurrenz um die Fläche gibt (viel Flächenprämie verbilligt noch zusätzlich das Futter).
2. in den letzten 20 Jahren bei den bestauszahlenden Molkereien in Deutschland dabei war, um eine finanziell gute Ausgangsposition zu haben (2-3 Cent über so einen Zeitraum sind Welten!)
3. in Zukunft von der abnehmenden Seite auch einen überdurchschnittlichen Milchpreis "zugestanden" bekommt.

Ich kenne jedenfalls Betriebe, wo das alles zutrifft und welche, wo genau das Gegenteil als äußerer, nicht beeinflussbarer Faktor vorherrscht(e). Ich selbst war auch bei der letzt genannten Gruppe und habe wie noch viele andere in unserer Gegend meine Konsequenz gezogen, denn das kannn man beim besten Willen nicht durch Selbstausbeutung und allerbeste Produktionstechnik ausgleichen. Unsere Gegend ist in den letzten 20 Jahren von den Kühen ziemlich ausgedünnt worden. Ich wünsche Dir weiterhin, dass Du Deinen grenzenlosen Optimismus beibehälst.

Punkt 2 und 3 wird zutreffen.

Allerdings liegen wir hier in einer ackerbaulichen Grenzregion mit einen mehr oder weniger erheblichen Anteil an absolutem Grünland, wo dann die Rindviecher teilweise alternativlos sind.

Ich denke, dass eine gewisse Diversifizierung der Betriebe eine Überlebenschance bietet. Dabei ist die optimale Verwertung aller Produktionsfaktoren anzustreben.

Gruß
Thomas
Titel: Re: Milchpreise
Beitrag von: ct am 05. August 2012, 18:15:39
Ich denke, dass eine gewisse Diversifizierung der Betriebe eine Überlebenschance bietet. Dabei ist die optimale Verwertung aller Produktionsfaktoren anzustreben.

Hallo Thomas, das ist wohl richtig. Nur ist es bei den meisten Betrieben, die ich kenne und die in die 400er Größenklasse und mehr vervier- oder sogar verachtfacht haben oft so, dass es total in Richtung Spezialisierung (oft sogar mit Grundfutterzukauf) und nicht Diversifizierung geht.
Titel: Re: Milchpreise
Beitrag von: Thomas am 06. August 2012, 05:32:03
Ich denke, dass eine gewisse Diversifizierung der Betriebe eine Überlebenschance bietet. Dabei ist die optimale Verwertung aller Produktionsfaktoren anzustreben.

Hallo Thomas, das ist wohl richtig. Nur ist es bei den meisten Betrieben, die ich kenne und die in die 400er Größenklasse und mehr vervier- oder sogar verachtfacht haben oft so, dass es total in Richtung Spezialisierung (oft sogar mit Grundfutterzukauf) und nicht Diversifizierung geht.

Genau, die gibts hier auch. Da wurde diese Entscheidung zur Spezialisierung in der Vergangenheit getroffen, wurde ja auch von der Beratung intensiv propagiert. Dort wird dann allerdings oftmal noch eine Biogasanlage gebaut oder sowas. Ob einen das dann besser stellt, muss ja jeder selbst beantworten, denn dafür MUSS ich Gülle und Mais haben und die BG MUSS laufen, keine andere Verwendung möglich. Die Abhängigkeiten steigen noch mehr.

Gruß
Thomas
Titel: Re: Milchpreise
Beitrag von: nofear am 06. August 2012, 10:00:59
Dort wird dann allerdings oftmal noch eine Biogasanlage gebaut oder sowas. Ob einen das dann besser stellt, muss ja jeder selbst beantworten, denn dafür MUSS ich Gülle und Mais haben und die BG MUSS laufen, keine andere Verwendung möglich. Die Abhängigkeiten steigen noch mehr.

Gruß
Thomas

Ein sehr interssanter Aspekt, der mich bisher u.a. auch davon abgehalten hat in diese Richtung was zu unternehmen.

MfG nofear
Titel: Re: Milchpreise
Beitrag von: Stefan am 06. August 2012, 11:39:41

Genau, die gibts hier auch. Da wurde diese Entscheidung zur Spezialisierung in der Vergangenheit getroffen, wurde ja auch von der Beratung intensiv propagiert. Dort wird dann allerdings oftmal noch eine Biogasanlage gebaut oder sowas. Ob einen das dann besser stellt, muss ja jeder selbst beantworten, denn dafür MUSS ich Gülle und Mais haben und die BG MUSS laufen, keine andere Verwendung möglich. Die Abhängigkeiten steigen noch mehr.

Gruß
Thomas

Die Frage nach dem richtigen Grad an Spezialisierung ist wirklich interessant. Es ist wohl so, dass die Spezialisierung unter Berücksichtigung der Vollkosten vorteilhaft ist. Ist ja auch logisch, wenn man den ganzen tag nur das macht was man wirklich gut macht ist das sicher sinnvoll. In einem durchschnittlichen oder gutem Jahr würde sich das also rechnen. (Das wäre aus meiner sich dann auch die beste Verwertung von Produktionsfaktoren) Nur wie oft haben wir diese Jahre. Ich denke mit so einem starken Grad der Spezialisierung, dass man selbst das Grundfutter zukauft, steigen die Risiken dann auch stark an. Da braucht man dann einen sehr guten Draht zur Bank ;)
Das Stichwort Abhängigkeit hat Thomas schon gebracht. Okay, mMn ist man von großen Investitionen immer abhängig. Wenn man nen Stall baut, sollte der auch nicht leerstehen. Wo ist da die Besonderheit der BG? Ich finde dann die Überlegung interessanter wie man von Dritten abhängig wird. Beispiel Grundfutterzukauf, die Auswahl an Zulieferern wird dabei wohl sehr begrenzt sein. Wenn der Betrieb dann erstmal darauf ausgerichtet ist, hängt man daran wie ein Junkie an der Nadel. Und wer will schon so enden... ;D

Gruß
Titel: Re: Milchpreise
Beitrag von: Thomas am 06. August 2012, 12:46:04
Na ja, in einem Kuhstall kann ich auch (mit überschaubarem Umbau) Bullen mästen oder Jungvieh aufziehen oder Wohnwagen und Boote unterstellen oder sonst was lagern. Eine gewisse Flexibilität ist da gegeben, wenn es sein muss. Wenn der neue 750er Kuhstall auf der Wiese steht, MUSS da logischerweise auch erstmal gemolken werden, das ist auch klar.

Es gibt halt die Konstellationen, wo mehrere Betriebszweige sich ergänzen, in der Produktion und der Bereitstellung der Produktionsfaktoren sowie im Marktgeschehen (zunehmend wichtig). Man ist dann nicht immer vorne dabei, aber auch nicht hinten.

Bei allen Abhängigkeiten hat man immer nur wenige Möglichkeiten der Einflussnahme oder des Ausgleichs.

Gruß
Thomas
Titel: Re:Milchpreise
Beitrag von: JohnyD am 30. Juni 2014, 06:19:16
Moin da will ich denn mal was lustiges aus einem anderen Thread hier reinsetzen - zumal uns ja die Grünen so auf`n Kieker haben:


Zu Garrel hab ich einen:
"Christian Meyer will zum Amtsantritt sich mit dem Bauernverbandsvertreterzu einem Hubschrauber-Rundflug über das Agrarland Niedersachsen treffen.
Sie fliegen von Hannover aus gen Norden und schon nach kurzem Flug fällt ihm eine kleiner Grünlandbetrieb auf mit älteren Gebäuden und einer Plastikkuh auf dem Rasen auf.
„Das ist ein BDM“, sagt der Bauernverbandsmensch, „sieht man an den Schildern, der will die Quote behalten“, „Ah“, sagt Meyer, „da werfe ich mal 500 Euro ab, dann kann der sein Dach reparieren“, gesagt getan, Tür auf und Geld abgeworfen, der BDM-Bauer winkt glücklich zurück. Weiter geht’s übers Emsland wo sich riesige PV-Dächer und Windräder abwechseln. „Was ist denn hier?“, „Da wird erneuerbare Energie erzeugt“. „Toll“, sagt Meyer, „Aber das könnte alles viel grüner sein, die sollen Bäume dazupflanzen!“ und wirft 1000 Euro ab. Weiter Richtung Ostfriesland, da erblickt er Rinder in Moor und Dreck.
„Hier siehts aber nicht gut aus!,“ sagt er zum BV-Mann, „Naturschutz“, bekommt er zu hören, „hier hält der NABU Heckrinder, bekommen die aber nicht satt“. „Oh“, sagt Meyer und wirft ohne zu zögern 5000 Euro für Futter ab. Jetzt geht’s quer weg nach Bienenbüttel, wo ihm der Bauernverbandsvertreter den Sprossenhof zeigt, „Schlimme Sache“, sagt Meyer, „damit die alles schön neu in Bio machen, bekommen die einen 50000 Euro Scheck“!
Nun geht’s Richtung Südoldenburg weiter, hier ein Stall, dort ne BGA und wieder Ställe reihenweise, Mais soweit das Auge blickt, überall Trecker mit Güllefässer. Christian Meyer wird ganz schweigsam bis es dämmert und sie über eine Ortschaft fliegen mit nagelneuen Strassen, überall mit Fahrradwegen und Straßenbeleuchtung, viele neue Siedlungen mit tollen Wohnhäusern und Einkaufsläden, neue Feuerwehr, alles superschick!
„Was ist denn das hier für ein Ort“, fragt Meyer völlig verwundert, „Das ist Garrel! Sagt der vom BV, „Uuiiih“ sagt Meyer, während er in der geöffneten Tür vom Hubschrauber steht und aus dem Staunen nicht mehr raus kommt, “ da wird sich unser neuer Finanzminister aber freuen, wenn der die Schulden alle bezahlen soll“ , „die sind schuldenfrei“, bekommt er zu hören.,“Das Geld kommt aus der modernen Tierhaltung“, „Was rufen die da unten und warum winken die mir nur unentwegt zu“, wundert sich der neue grüne Landwirtschaftsminister.


„Spring, Christian, spring!“……"

Ist von xyxy geklaut, schönen Gruß...
Noch was da hat ein gr.Ostdeutscher Betrieb 44 Lelyrobbis geordert - da wisssen wir ja schon mal wo die Reise so ab 2015 hingehen kann, vorher aber greift die Quote sicherlich noch mal voll zu. Dies Jahr 12,63 cent Superabgabe und nicht jeder ist bei der Leuchttummolkerei und kann vorher schon mal 10% saldieren! :denk:
Titel: Re:Milchpreise
Beitrag von: Georg am 01. September 2014, 10:53:52
Gerade in den Nachrichten das Aldi den Butterpreis um 14%gesenkt hat!
Zusatzkommentar: Aldi will die gefallenen Rohstoffpreise an die Bevölkerung weitergeben!

Ist das doch nicht ein Supersozialer Laden? Der die politische Situation der Exportausfaelle nach Russland auf die Milcherzeuger abschiebt?
Soviel zu den kuerzlichen Kommentaren einiger hier, die die Russland/Ukraine Krise als "ist mir egal oder bedrifft mi h nicht" so leichtfertig abtun......
Titel: Re:Milchpreise
Beitrag von: nofear am 01. September 2014, 11:10:44
Gerade in den Nachrichten das Aldi den Butterpreis um 14%gesenkt hat!
Zusatzkommentar: Aldi will die gefallenen Rohstoffpreise an die Bevölkerung weitergeben!

Ist das doch nicht ein Supersozialer Laden? Der die politische Situation der Exportausfaelle nach Russland auf die Milcherzeuger abschiebt?
Soviel zu den kuerzlichen Kommentaren einiger hier, die die Russland/Ukraine Krise als "ist mir egal oder bedrifft mi h nicht" so leichtfertig abtun......

Georg, hier schreiben (vermute ich zumindest) zu 80% Ackerbauern  ;D
Titel: Re:Milchpreise
Beitrag von: MUKUbauer am 01. September 2014, 13:38:03
Naja Georg man kann es sehen wie man will, ich bin ja der Meinung das keiner deswegen mehr oder weniger Butter kauft, wo doch Margarine so gesund ist - Scheiße find ich zb. wenn die Bäcker bei jedem Getreidepreissteiergerung nach oben ziehen aber nie mehr billiger werden ...

Es ist wieder das alte Spiel, Getreide und Mais wird billiger als fallen die Preise für die Tierischen Produkte genauso mit - Rußlandkriese mag auch Schuld daran sein, aber nicht alleine...