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Tier und Stall => Rinder => Thema gestartet von: Klaus am 07. Mai 2007, 19:19:24

Titel: Steigende Milchpreise?
Beitrag von: Klaus am 07. Mai 2007, 19:19:24
Hallo,

heute kam übers Bauernverbands Mailabo folgende Pressemitteilung rein:

Molkereien zeigen Stärke gegenüber Lebensmitteleinzelhandel

DBV zum Ausgang der Listungsgespräche 2007

Die diesjährigen Verhandlungsrunden über die Listungspreise des Lebensmitteleinzelhandels für Milch und Milchprodukte verlaufen sehr positiv. Den deutschen Molkereien wird es gelingen, auch Dank nachdrücklicher Unterstützung der Landesbauernverbände und des Deutschen Bauernverbandes (DBV), seit Jahren erstmals eine deutliche Verbesserung der Molkereiabgabepreise zu erzielen. So dürften sich die Preise für Butter, Frischmilch, H-Milch usw. deutlich um mehr als 10 Prozent erhöhen. Damit gelingt es erstmals, Kostensteigerungen in der gesamten Milchwirtschaft bis zum Verbraucher durchzureichen und den jahrelangen Preisrückgang zu stoppen. Möglich wird dies vor allem durch eine weltweite Erholung des Milchmarktes mit deutlich verbesserten Exporterlösen. Auch die deutsche Molkereiwirtschaft erzielt gegenwärtig in den Öl und Rohstoff exportierenden Ländern sowie in den Schwellenländern Asiens und Lateinamerikas mehr als bei den nur über den Preis vermarktenden Discountern.

Der Milchpräsident des Deutschen Bauernverbandes, Udo Folgart, stellte angesichts dieser positiven Entwicklung klar, dass nur mit einer konsequenten, aber auch Vertrauen erweckenden Interessenpolitik, Landwirte und Molkereien am Markt erfolgreich sein können. �Auf diesem Wege werden wir weiterarbeiten und damit den Milchbauern in Deutschland über steigende Auszahlungspreise der Molkereien eine Perspektive sichern�, so Folgart. Diese sei auch für eine Gesellschaft, die in einer gepflegten Kulturlandschaft leben will, äußerst wichtig.

http://www.bauernverband.de/presseservice.html



Wollen wir mal das beste hoffen.

Gruß
Klaus
Titel: Re: Steigende Milchpreise?
Beitrag von: Klaus am 08. Mai 2007, 18:05:27
Hallo,

hier die Meldung über die Preisabschlüsse.

DBV begrüßt höhere Preisabschlüsse bei Milch und Molkereiprodukten

Weltweite Marktknappheit bei Milch

Die deutschen Milchbauern haben auf die bisherigen Ergebnisse der Preisverhandlungen zwischen Molkereien und Lebensmittelhandel mit Genugtuung reagiert. �Aufgrund der weltweit guten Marktlage ist es den Molkereien erstmals wieder gelungen, deutlich höhere Preise gegenüber dem Lebensmitteleinzelhandel durchzusetzen und den Abwärtstrend beim Milchpreis zu stoppen und umzukehren�, erklärte der Generalsekretär des Deutschen Bauernverbandes (DBV), Dr. Helmut Born. Aus der Branche verlautet, dass ein um mindestens 8 Cent je Liter höherer Abgabepreis erzielt wird. Der Rohstoff Milch sei weltweit durch die ansteigende Nachfrage in China, Indien und den Rohstoff exportierenden Ländern knapp. Die Verkaufserlöse der Molkereien seien deshalb im Export besser als beim Absatz an Discounter mit Schleuderpreis-Praktiken. Auch die Milchbauern benötigten zur Existenzsicherung dringend höhere Erzeugerpreise.

Born forderte deshalb die Molkereien auf, die durchgesetzten Preiserhöhungen an die Milchbauern weiterzugeben. Er geht aufgrund der langfristigen Weltmarktentwicklung davon aus, dass der Aufwärtstrend der Milchpreise die kommenden Jahre anhalten wird. Der Deutsche Bauernverband und seine Landesbauernverbände hätten durch zahllose Aktionen gegenüber dem Lebensmitteleinzelhandel und der Öffentlichkeit mit der Kampagne �Lebensmittel sind mehr wert!� für faire Milchpreise gekämpft. Das völlig inakzeptable Preisdiktat des Lebensmittelhandels, vor allem der Discounter, sei argumentativ und nicht zuletzt auch mit Unterstützung der Verbraucher erfolgreich beendet worden. Das sei eine gute Botschaft für nachhaltig wirtschaftende Milchbauern, betonte Born.

http://www.bauernverband.de/presseservice.html


Gruß
Klaus
Titel: Re: Steigende Milchpreise?
Beitrag von: zara am 08. Mai 2007, 23:45:02
...
Born forderte deshalb die Molkereien auf, die durchgesetzten Preiserhöhungen an die Milchbauern weiterzugeben.
...

Für den Abrechnungsmonat April 2007 hat "unsere" Molkerei mit der Begründung auf die "Milchknappheit" einen (geringfügig) höheren Auszahlungspreis angekündigt - Abrechnung wird aber wohl erst Ende der Woche kommen, dann kann ich mehr dazu sagen.
Titel: Re: Steigende Milchpreise?
Beitrag von: Biobauer am 09. Mai 2007, 09:26:06
Hallo,also irgednwer hat nu ne ente verkündet ,entweder der dbv oder unsere tageszeitung.da steht nämlich heute drin ,das die verhandlungen noch mindestes zwei wochen andauern und dann eventuell eine geringe preiskorrektur nach oben stattfindet. ich muss ehrlich gestehn ,ich glaub mal meiner tageszeitung,der dbv hat schon zuviel verkündet was sich als unwahr rausstellte.
servus
Titel: Re: Steigende Milchpreise?
Beitrag von: Ede am 09. Mai 2007, 09:47:14
Hallo,also irgednwer hat nu ne ente verkündet ,entweder der dbv oder unsere tageszeitung.da steht nämlich heute drin ,das die verhandlungen noch mindestes zwei wochen andauern und dann eventuell eine geringe preiskorrektur nach oben stattfindet. ich muss ehrlich gestehn ,ich glaub mal meiner tageszeitung,der dbv hat schon zuviel verkündet was sich als unwahr rausstellte.
servus

Ich denke auch, daß die Verhandlungen noch andauern, denn sonst hätte der BDM sich den heutigen Aktionstag bei den Molkereien schenken können, mit dem er ja höheren Milchpreisen Nachdruck verleihen möchte.

MfG
Ede
Titel: Re: Steigende Milchpreise?
Beitrag von: Biobauer am 10. Mai 2007, 18:47:04
Hallo,stellt sich nun nur noch die frage,warum der dbv so nen bockmist verbreitet . wollten sie die ersten sein die die frohe botschaft verkündet und den sieg auf ihre fahnen schreiben ,oder sehn die nun ihre felle schon davonschwimmen und versuchen noch zu retten was übrig ist.viel ist es zumindest bei den milchbauern nicht mehr,hier treten die gleich ostschaftsweise aus dem bauernverband aus.
servus Herbert
Titel: Re: Steigende Milchpreise?
Beitrag von: Ede am 10. Mai 2007, 19:56:53
Hallo,
der DBV sieht seine Felle schon länger schwimmen, er ist doch Milchsektortechnisch erst wach geworden, als der BDM richtig aktiv geworden ist.

MfG
Ede
Titel: Re: Steigende Milchpreise?
Beitrag von: Matthias am 10. Mai 2007, 20:19:11
Hallo,

nur weil man am lautesten Schreit und sich jede Woche vor eine andere Molkerei stellt, heißt das noch lange nicht das man den richtigen Weg bestreitet. Und die aktuelle Bewegung im Milchmarkt hat nun wirklich nichts mit dem BDM zu tun.

Ich sehe immer noch die Landwirte vor der Müllermilch wegen zu niedriger Milchpreise demonstrieren, welche ihre Milch übernommen hat, nachdem sie bei ihrer Molkerei rausgeflogen sind. Solche Aktionen die an die Existenz der Landwirte gehen (und nicht dem BDM) sind ja wohl voll daneben.

In dem Pressebericht ist ja auch von "bisherigen erfolgreichen   Preisverhandlungen" die Rede

Mfg
Matthias
Titel: Re: Steigende Milchpreise?
Beitrag von: Ede am 10. Mai 2007, 21:14:08
nur weil man am lautesten Schreit und sich jede Woche vor eine andere Molkerei stellt, heißt das noch lange nicht das man den richtigen Weg bestreitet. Und die aktuelle Bewegung im Milchmarkt hat nun wirklich nichts mit dem BDM zu tun.

Da hast du vollkommen recht, aber der DBV hat genauso wenig damit zu tun.

Ich sehe immer noch die Landwirte vor der Müllermilch wegen zu niedriger Milchpreise demonstrieren, welche ihre Milch übernommen hat, nachdem sie bei ihrer Molkerei rausgeflogen sind. Solche Aktionen die an die Existenz der Landwirte gehen (und nicht dem BDM) sind ja wohl voll daneben.

Auch damit hast du recht, aber bei solchen Aktionen ist der einzelne Bauer auch selbst immer noch bei, und wenn er nicht merkt wanns gut ist, ist es letztlich auch sein Problem. Die werden ja nicht nur rausgeflogen sein, weil sie im BDM sind.

MfG
Ede

P.S.: Wir sind auch nicht im BDM, aber grundsätzlich bleib ich bei meiner Meinung, daß der BV erst aktiv geworden ist, als der BDM groß wurde. Wer nun den richtigen Weg geht, muß und wird sich zeigen.
Titel: Re: Steigende Milchpreise?
Beitrag von: Franky am 10. Mai 2007, 22:14:15
Hab grad meine Milchgeldabrechnung für April gesehen da is der Milchpreis unverändert 27,65 ct/kg (bei 3,7 % Fett und 3,4 % Eiweiß + 0,5 ct S-Zuschlag). War ein Schreiben dabei dass die Milchpreisverhandlungen noch offen und wohl Hoffnung auf einen Zuschlag in absehbarer Zeit bestünde.

Gruß Franky
Titel: Re: Steigende Milchpreise?
Beitrag von: Matthias am 10. Mai 2007, 22:38:50
Da hast du vollkommen recht, aber der DBV hat genauso wenig damit zu tun.

Ich hab ja nicht behauptet das der DBV was damit zu tun hat.
Zitat
Auch damit hast du recht, aber bei solchen Aktionen ist der einzelne Bauer auch selbst immer noch bei, und wenn er nicht merkt wanns gut ist, ist es letztlich auch sein Problem. Die werden ja nicht nur rausgeflogen sein, weil sie im BDM sind.

MfG
Ede

P.S.: Wir sind auch nicht im BDM, aber grundsätzlich bleib ich bei meiner Meinung, daß der BV erst aktiv geworden ist, als der BDM groß wurde. Wer nun den richtigen Weg geht, muß und wird sich zeigen.

Die haben dem BDM ihre Milch zum vermarkten abgetreten, und der hat es bei den Verhandlungen überreizt.
Die Spedition die bei uns die Milch abgehohlt hat, hat mehrfach wöchentlich die Milch von Hannover nach Leppersdorf (bei Dresden) oder nach Berlin  gekarrt, auch in unserer Molkerei (Fahrtstrecke 550 km)  wurde Milch verarbeitet. Es wurde extra ein neuer Tanker angeschafft.

Das schäbige an der ganzen Sache das dann noch nicht einmal die Rechnung bezahlt wurde, so das der Spediteur sofort ausgestiegen ist.

Solche Geschichten machen schon Eindruck, ich will auch nicht auch keine Werbung für den DBV machen, ich stehe dem auch kritisch gegenüber.

Aber am Ende kann sich keiner an den Gesetzen des Marktes vorbeimogeln.

MfG
Matthias

Titel: Re: Steigende Milchpreise?
Beitrag von: Thomas am 11. Mai 2007, 13:15:01
Moin,

in unserem Bauernblatt hat der Bauernverband schon verkündet, dass die Molkereien ein Plus von 8 Cent erreichen werden.

Da bin ich ja gespannt.

Gruß
Thomas
Titel: Re: Steigende Milchpreise?
Beitrag von: Frank am 11. Mai 2007, 13:17:46
Sind wir mal ehrlich, wenn es dann 4ct werden, sind auch die meisten glücklich.

Schön ist auf jeden FAll, dass die MArktposition der Discounter gebrochen ist und das veredelte Produkt Milch nun preislich besser positioniert werden kann.
Dies zeigt doch ganz schön, dass Angebot und Nachfrage auch diesen regulierten Markt noch beeinflussen können.
Titel: Re: Steigende Milchpreise?
Beitrag von: Ede am 11. Mai 2007, 16:11:02
Sind wir mal ehrlich, wenn es dann 4ct werden, sind auch die meisten glücklich.

Schön ist auf jeden FAll, dass die MArktposition der Discounter gebrochen ist und das veredelte Produkt Milch nun preislich besser positioniert werden kann.
Dies zeigt doch ganz schön, dass Angebot und Nachfrage auch diesen regulierten Markt noch beeinflussen können.

Wenn die Molkereien 8ct rausholen, dann werden wohl sowieso max. 5 ct ankommen.

MfG
Ede
Titel: Re: Steigende Milchpreise?
Beitrag von: Thomas am 11. Mai 2007, 20:29:28
Wenn die Molkereien 8ct rausholen, dann werden wohl sowieso max. 5 ct ankommen.

MfG
Ede

Selbst das wäre schon ein ganzes Milchgeld mehr.

Gruß
Thomas
Titel: Re: Steigende Milchpreise?
Beitrag von: Andreas am 11. Mai 2007, 23:13:31
wir hatten heute 23,5 cent/l Milch Grundpreis bei Campina (3,7/3,4). Ich finde das schon heftig. Vielleicht kann ja jeder hier mal seinen Grundpreis posten. Alerdings sind das bei uns nur ca. 95% Vorschusspreis, es gibt ja noch eine Nachzahlung.....

mfg Andreas
Titel: Re: Steigende Milchpreise?
Beitrag von: Thomas am 12. Mai 2007, 08:30:23
27 Cent Schmalfeld-Hasenmoor
Titel: Re: Steigende Milchpreise?
Beitrag von: ct am 12. Mai 2007, 18:21:55
Moin,
 Nordmilch 26 Cent für April.
Ohne den BDM
- wäre keine so offene und aktive Diskussion um kostendeckende Milchpreise europaweit im Gange.
- würde sich der DBV weiterhin einen Dreck um die Milchbauern kümmern und nur nach der Meinung und Interessenlage der Molkereien Milchpolitik betreiben, wie bisher.
- wäre es nicht sichergestellt das wir Milcherzeuger auch etwas vom ausgehandelten Kuchen abbekommen.
Nun haben wir ein Druckmittel, eine gemeinsame Organisation, Solidarität.

Auch die Aufklärung der Verbraucher durch den BDM wird von diesen sehr positiv aufgenommen.
Nur weil die aktive Milchvermarktung seinerzeit in die Hose gegangen ist sollte man nicht den BDM zukünftig als Organisation der Milcherzeuger ablehnen.

MfG Christian  ;D
Titel: Re: Steigende Milchpreise?
Beitrag von: Ede am 13. Mai 2007, 16:07:50
Moin,
Humana 27 Cent für April.

MfG
Ede
Titel: Re: Steigende Milchpreise?
Beitrag von: zara am 16. Mai 2007, 22:40:46
Für den Abrechnungsmonat April 2007 hat "unsere" Molkerei mit der Begründung auf die "Milchknappheit" einen (geringfügig) höheren Auszahlungspreis angekündigt

Falls mein obiger Beitrag falsch rübergekommen ist: der höhere Auszahlungspreis wurde bereits Anfang April angekündigt und ging von der Molkerei direkt aus, hat also nichts mit irgendwelchen Infoveranstaltungen vor den Molkereien in Bayern zu tun.

Praktisch sah es nun so aus, dass der Milchpreis um 0,5 Cent höher war als in den Vormonaten - schon mal ein Anfang immerhin. Und mal sehen, was nach den heutigen Infos dann in den kommenden Monaten noch so geht.

Auszahlungspreis für Mai war (bei 3,7 % Fett / 3,4 % Eiweiss) 28,53 Ct (S-Klasse) zuzüglich dem Staffelzuschlag (0,01 Ct pro 1.000 gelieferte kg/Monat) (Molkerei: Allgäuland)

Jetzt im Mai gibt es noch eine ganz "nette" Nachzahlung für 2006 und eine Treueprämie für 2007 - insgesamt gesehen gibt das momentan gerade wirklich Grund zur Hoffnung!

Positiv aufgefallen ist mir letzte Woche beim Einkaufen auch, dass 250g Butter von "unserer" Molkerei immerhin 4 Ct "teurer" geworden ist - wird aber meiner Ansicht nach immer noch viel zu billig verkauft.


wir hatten heute 23,5 cent/l Milch Grundpreis bei Campina (3,7/3,4). Ich finde das schon heftig. Vielleicht kann ja jeder hier mal seinen Grundpreis posten. Allerdings sind das bei uns nur ca. 95% Vorschusspreis, es gibt ja noch eine Nachzahlung.....

@ Andreas

Das ist ja :o :o :o !!! Selbst wenn der Preis nur 95 % Vorschuss ist!

Was für Zuschläge kommen dann noch dazu (Staffelzuschlag etc.)?



Titel: Re: Steigende Milchpreise?
Beitrag von: Andreas am 17. Mai 2007, 10:45:41
@Zara: es kommen dazu zb. der Staffelzuschlag, Zu bzw. Abschläge für Fett und Eiweiß, dann noch der S-Milch-Pfennig und das war es dann auch schon. Ausgezahlt bekommst du dann wenn du Glück hast inkl. MwSt 28,irgendwas und das ist nicht allzuviel......

mfg Andreas
Titel: Re: Steigende Milchpreise?
Beitrag von: CS 977 am 17. Mai 2007, 20:30:59
Also ich sehe die Bedeutung des BDM für demnächst steigende Milchpreise als nicht so groß an. Es ist sicherlich so das ihr Auftreten zu mehr Aktivität des Bauernverbandes für Milchviehhalter gesorgt hat! Aber das alles zählt am Ende wenig, das entscheidene für demnächst hoffentlich höhere Erzeugerpreise ist das, das der Milchpulverexport in nicht EU-Länder anscheinend wahsinnig gut läuft und deshalb es viele Molkerei nicht nötig haben mit aller Macht ihre Milch über die Discounter zu vermarkten. Die Verbraucher können noch so viel Verständniss für unsere Lage äußern, deswegen werden aber die wenigsten freiwillig mehr Geld für Milchprodukte ausgeben. Am Ende unterliegt der Milchpreis den ganz einfachen Regeln des Marktes, der sich an Angebot und Nachfrage orientiert und wer da die Interessenvertretung für die Milchviehhalter übernimmt ist da egal. Das ist erst wichtig wenn es um Gesetze,Verordnung und Auflagen geht, also Politik. Und dann denke ich ist der DBV eindeutig besser aufgestellt als der BDM.
Aber eins darf man nicht vegessen, bis jetzt stehen die Milchviehhalter im Jahr 2007 schlechter da als zur gleichen Zeit im Vohrjahr, weil wir noch keinen höheren Milchpreis haben aber niedriger Kälbererlöse und deutlich höhere Kraftfutterkosten...
Titel: Re: Steigende Milchpreise?
Beitrag von: Klaus am 29. Mai 2007, 13:51:32
Hallo,

hier mal wieder eine Pressemitteilung des DBV.

ZMP-Marktexperten sehen Trendwende am Milchmarkt

Folgart: Die Preise für die Milchbauern müssen steigen

Die diesjährigen Verhandlungsrunden der Molkereien über die Listungspreise des Lebensmitteleinzelhandels für Milch und Milchprodukte sind positiv verlaufen. Die erzielten Preisverbesserungen müssen nun an die Milchbauern weitergegeben werden. Dies sagte Udo Folgart, Vizepräsident des Deutschen Bauernverbandes (DBV) bei einem Pressegespräch der Zentralen Markt- und Preisberichtstelle (ZMP) zur Situation am Milchmarkt. Die Milchbauern hätten in den vergangenen fünf Jahren stetig sinkende Milchpreise und gestiegene Produktionskosten verkraften müssen. Dadurch sei die Milcherzeugung auf vielen Höfen nicht mehr kostendeckend gewesen. Neben höheren Milcherzeugerpreisen forderte Folgart von den Molkereien, ihre Strukturen in einem kontinuierlichen Prozess weiter zu verbessern, damit eine höhere Wertschöpfung auch bei einem konzentrierten Lebensmitteleinzelhandel erreicht werden könne. An die Milchbauern appellierte Folgart, eher in die Produktion als in Produktionsrechte zu investie
 ren.

Die Trendwende am Milchmarkt sei vor allem durch eine weltweite Erholung des Milchmarktes mit stark verbesserten Exporterlösen ausgelöst worden, sagte Folgart. Dadurch sei die Zukunftsentwicklung am Milchmarkt positiv einzuschätzen. Bestätigt wurde diese Einschätzung von ZMP-Marktexperte Erhard Richarts. Nach Angaben der ZMP ist der Markt nach jahrzehntelangen Schwierigkeiten mit Überschüssen in ein Gleichgewicht gekommen. Die Chancen, dass diese positive Marktsituation jetzt auch für die Landwirte zu steigenden Milchpreisen führen wird, seien gegeben. Experten gingen davon aus, dass ab Sommer bis Ende des Jahres die Auszahlungspreise je Kilogramm Standardmilch (3,7 % Fett; 3,4 % Eiweiß) bei 30 Cent und mehr liegen werden. Mit dieser nachhaltigen Entwicklung sei eine günstige Ausgangsposition für das Jahr 2008 und Folgejahre geschaffen. Richarts rechnet nicht mit einem baldigen Ende der Verknappung. Ursache hierfür sei die allgemein steigende Nachfrage nach Milch am europäisc
 hen Binnenmarkt und am Weltmarkt.

http://www.bauernverband.de/presseservice.html

---------------------------------------

Diese Information ist ein Service von:

Pressestelle Deutscher Bauernverband
Claire-Waldoff-Straße 7
10117 Berlin
Tel.: 030 / 31 904 239
Mail: presse@bauernverband.net
Internet: www.bauernverband.de
Titel: Re: Steigende Milchpreise?
Beitrag von: Thomas am 30. Mai 2007, 12:35:15
Moin,

ist ja alles schön, wenn die Milchpreise steigen. Man sollte nur nicht vergessen, dass von den 4 oder 4,5 Cent (wenn sie denn kommen) mehr Milchgeld 2,5 Cent für die steigenden Futtermittelpreise weitergereicht werden. Also zu übertriebener Euphorie reicht das noch nicht ganz. Aber es ist ja schon mal ein Ansatz und hat die Situation der Milcherzeuger etwas in den Blickpunkt der Öffentlichkeit gestellt.

Gruß
Thomas
Titel: Re: Steigende Milchpreise?
Beitrag von: Klaus am 01. Juni 2007, 08:15:42
Es ist nicht die Erkentniss, daß 49 ct (bzw. 55 ct) pro Liter bei Aldi evtl. das Problem sein könnte - nein es waren einfach zuviele Milchbauern und wenn genügend pleite, bankrott oder tot gegangen sind, dann wird die Verknappung schon den Preis nach oben treiben...

Einspruch euer Ehren,

wenn Milchbauern pleite gehen oder sterben verändert sich nicht die Anzahl der gemolkenen Kühe. Die Quote und eventuell auch die Kühe werden von anderen Betrieben übernommen und dort wird dann fröhlich weiter produziert.

In der Vergangenheit gab es kein Marktgleichgewicht, es wurde mehr Milch produziert wie Milch und Milchprodukte verkauft werden konnten.

Das hat sich geändert. Mittlerweile gibt es eine riesige weltweite Nachfrage nach Milchprodukten. Vor allem Milchpulver ist gefragt. Molkereien die sich auf die Herstellung von Milchpulver spezialisiert haben, wurden vor Jahren noch totgesagt, verdienen heute eine Wahnsinnsgeld.

Die Aussage des Geschäftsführers einer Milchvermarktungsgesellschaft gestern Abend lautete: Ich kann Milch für 40 ct/l verkaufen, habe dafür aber keine Milch (weil die für ihn verfügbaren Mengen vertraglich gebunden sind).

Ein Kollege (Milcherzeuger und intimer Kenner der "Milchszene") wagte dazu folgende Prognose: Zum Herbst hin wird der Milchauszahlungspreis beim Produzenten auf sicher 33 ct/l, mit Chance auf 35 ct/l steigen.

Positive Ausichten!

Die Auswertung schleswig-holsteinischen Buchführungsabschlüsse besagen, auf das letzte Wirtschaftjahr bezogen, für die Futterbaubetriebe aus, dass 50 % der Betriebe ein Auskommen mit dem Einkommen hatten und teilweise eine positive Eigenkapitalsentwicklung vorweisen können. 25 % der Betriebe haben gutes Geld verdient und die restlichen 25 % gehen den Bach runter.

War es denn doch nicht so schlimm wie es immer gesagt wurde? Bei den Marktfruchtbetrieben (Ackerbau) sieht die Bilanz wesentlich negativer aus.

Fakt ist aber auch, dass die jetzt hoffentlich kommende Preiserhöhung um bummelig 2 - 2,5 ct/l gerade mal die immens gestiegenen Futterkosten abdecken.

Gruß
Klaus
Titel: Re: Steigende Milchpreise?
Beitrag von: hoschscheck am 01. Juni 2007, 10:44:20

Hallo in die Runde,
folgende Notiz aus dem Ernährungsdienst:


Upländer Molkerei zahlt 40 Cent pro Liter
Die Upländer Bauernmolkerei GmbH im sauerländischen Usseln zahlt ab 1. Juli 2007 an ihre Mitglieder 40 Cent pro Liter Milch. „Damit sind wir die erste Molkerei in Deutschland mit diesem Auszahlungspreis an die Landwirte“ erklärte Josef Jacobi, Vorsitzender des Unternehmens anlässlich des Tages der Milch, der morgen bundesweit stattfindet. „Wir wollen zeigen, dass es anders und besser geht. Mit fairen Erzeugerpreisen leisten wir einen Beitrag zur besseren Qualität und zu einer ausreichenden Bezahlung bäuerlicher Arbeit, aber auch zur Schaffung und Erhaltung von Arbeitsplätzen in ländlichen Regionen“, unterstrich Karin Artzt- Steinbrink, Geschäftsführerin der Molkerei diesen Schritt. Goerg Janßen, Bundesgeschäftsführer der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) rief Molkereien im Bundesgebiet auf, dem Beispiel zu folgen. (dg

Gestiegene Kraftfutterkosten, gestiegene Beiträge in Sozialversicherung (BG, Rente, KV), Düngemittelpreise, Diesel, Lohnunternehmer, Strom; Lieber Thomas dafür reichen die 4 Eurocent gerade so.
Damit sind noch keine alten Löcher gestopft oder Rücklagen für das nächste Tal angelegt.

Die 4o Eurocent pro Liter müssen her sonst wird gestreikt und das seichte verständnisvolle Gerede lässt die Molkereien wieder erstärken. Wir schreiben und lesen nicht allein hier und der TOP-Agrar Rindertreff ganz bestimmt auch nicht!!
Übrigens sollte aufgrund der gestiegenen Steuereinnahmen jeder noch mal bei seinem Bundestagspolitiker anrufen und daran erinnern, dass die Landwirte in den schlechten Zeiten auf ihre Dieselrückvergütung verzichten mussten und diese Wettbewerbsverzehrung sollte nach damaliger Aussage schnellst möglich wieder abgebaut werden.

Hoschscheck, der grüßt!!
Titel: Re: Steigende Milchpreise?
Beitrag von: ct am 02. Juni 2007, 09:34:11
Hallo Klaus,
ein paar Ergänzungen :     :pfeiff:

In der Vergangenheit wurde auch keine Milch weggeschüttet oder vernichtet, die sogenannte Übermenge ist schon seit Jahren nicht mehr wirklich vorhanden gewesen. Es wurde lediglich etwas Milchmenge durch Exporterstattungen verbilligt auf den Weltmarkt gebracht und uns als Übermenge um die Ohren gehauen und dann damit die Preise runtergeredet.
Damit ist jetzt Schluß  :kloppe:

Thema Buchführungsabschlüsse :

Da stellen sich mir immer die Nackenhaare auf, wenn jemand uns Milcherzeugern erzählen will, das es die 25 % Besten schaffen sollen alle Faktoren zu entlohnen und weitere 50 % ..... na ja diese Formulierung lasse ich jetzt mal weg. ***würg   :kotz:

Fakt ist, die Buchabschlüsse sind zuerst einmal ohne den eigenen Lohnanspruch und obendrein wenn alle Faktorkosten entlohnt werden sollen müssen auch Oma, Opa, Kinder, Verwandte, Nachbarn und sonstige freiwillige Helfer, etc, die bisher alle dort nicht mit erfasst werden, aber trotzdem auf fast jedem Milchviehbetrieb fleißig mitarbeiten, in eine solche Berechnung mit einbezogen werden.  :klugscheiss:
Dann sieht die Sache ganz anders aus und von gutem Geld verdienen ist dann bei den 25 % Besten mit Sicherheit auch keine Rede mehr von. Alles reine Darstellungssache, hier wird viel schöngerechnet und uns hinterher um die Ohren gehauen, obwohl sich doch kein Geld auf dem Konto stapelt, weil nämlich von dem ausgewiesenen Gewinn sich die täglichen Brötchen gekauft werden müssen.  :o

Nix für ungut

Gruß Christian



In der Vergangenheit gab es kein Marktgleichgewicht, es wurde mehr Milch produziert wie Milch und Milchprodukte verkauft werden konnten.

Die Auswertung schleswig-holsteinischen Buchführungsabschlüsse besagen, auf das letzte Wirtschaftjahr bezogen, für die Futterbaubetriebe aus, dass 50 % der Betriebe ein Auskommen mit dem Einkommen hatten und teilweise eine positive Eigenkapitalsentwicklung vorweisen können. 25 % der Betriebe haben gutes Geld verdient und die restlichen 25 % gehen den Bach runter.
Titel: Re: Steigende Milchpreise?
Beitrag von: Klaus am 02. Juni 2007, 12:39:34
Moin Christian,

bei deiner Kritik an den Buchführungsabschlüssen mußt Du dann aber auch sagen, dass gleiches auch für den Marktfruchtbetreib gilt.
Von daher bleibt dann die Relation zwischen den Betriebformen wieder gleich.

Wo die "Übermilch" letztendlich herkam weiß ich nicht. Ich weiß aber, und kenne sie auch, dass es Betriebe gibt die in den letzten Jahren ihre quotierte Milchabliefermenge reichlich (um bis zu 100 %) übererfüllt haben. Größtenteils ist es wegen der Saldierung ohne größere "Superabgaben" gelaufen.

Gruß
Klaus
Titel: Re: Steigende Milchpreise?
Beitrag von: ct am 02. Juni 2007, 15:26:17
bei deiner Kritik an den Buchführungsabschlüssen mußt Du dann aber auch sagen, dass gleiches auch für den Marktfruchtbetreib gilt.

Natürlich Klaus, dort gilt es auch, wenn der Opa mit der Oma 365 Tage Getreide umschaufelt, Rüben hackt oder den Schlepper morgens bis Abends bewegt ......

Weiterhin gibt es noch einen anderen entscheidenden Nachteil, denn uns Milcherzeugern sind solche Preisanstiege durch freie Märkte wie beim Weizen total verwehrt, da wir die Milch nicht solange in die Halle kippen können bis der Preis auf einem akzeptablen Niveau ist.
Unser Produkt ist für die Molkereien immer täglich verfügbar und obendrein schnell verderblich.
Deshalb braucht es auch in Zukunft eine Mengensteuerung um die Milchpreise auf einem kostendeckenden Niveau halten zu können.

Na ja nur so am Rande und nicht dazu gedacht den einen gegen den anderen Aufzuhetzen .... ;)

Gruß Christian
Titel: Re: Steigende Milchpreise?
Beitrag von: Klaus am 02. Juni 2007, 15:57:33
Weiterhin gibt es noch einen anderen entscheidenden Nachteil, denn uns Milcherzeugern sind solche Preisanstiege durch freie Märkte wie beim Weizen total verwehrt, da wir die Milch nicht solange in die Halle kippen können bis der Preis auf einem akzeptablen Niveau ist.

Absolut richtig Christian,

aber Hast Du dir mal überlegt  wie viele Getreide produzierende Betriebe bisher von dem bisherigen Preisanstieg einen Nutzen hatten?
Der weit aus größere Teil verkauft doch in oder kurz nach der Ernte. Wenn man dann auch noch Futterbauer ist, dann hat man sein Getreide "billig" verramscht und kauft es teuer als Kuhschrot wieder.

Gruß
Klaus
Titel: Re: Steigende Milchpreise?
Beitrag von: ct am 02. Juni 2007, 16:06:39
Aus diesem Grund verfüttern wir auch unser eigenes Getreide.

Von den momentanen Preisanstiegen auf dem Milchpulver-sektor haben auch nur die Molkereien profitiert.
Bei uns ist noch kein Cent angekommen, obwohl wir nach Meinung der Molkereiwirtschaft und DBV ja bereits riesige Milchpreisanstiege zu verbuchen haben und die gesamten Milcherzeuger gerettet sind, so wird es jedenfalls aktuell in den Medien verbreitet.
Die mit dem Handel erreichten Preisabschlüsse werden bei weitem nicht ausreichen allein nur die gestiegenen Kraftfutter-, Treibstoff- und Energiekosten zu decken.
Unter dem Strich brauchen wir zwingend 40 Cent und nicht etwas um die 30 im Jahresschnitt.
Titel: Re: Steigende Milchpreise?
Beitrag von: Klaus am 02. Juni 2007, 16:25:25
Hallo Christian,

ich würde euch die 40 ct ja auch gönnen, bin mir aber absolut nicht sicher ob es in nächster Zukunft soweit rauf geht.
Ohne es jetzt irgendwie hochspielen zu wollen, von Brüssel angedacht waren ja eher Preissenkungen auf 22 - 21 ct/kg, daher ja auch die Einführung der Milchprämie.

Freuen wir uns also darüber, dass es anders gekommen ist, auch wenn es vorerst nur 30 - 35 ct werden.

Gruß
Klaus

Titel: Re: Steigende Milchpreise?
Beitrag von: ct am 02. Juni 2007, 16:34:55
in der neuen Top Agrar ist im Rindviehspezialteil eine Übersicht über den Rohstoffwert der Milch, zurückberechnet auf Basis der Großhandelsabgabepreise für Butter und Magermilchpulver.
Dort stehen bereits sage und schreibe 38 Cent !!! :klugscheiss:
Titel: Re: Steigende Milchpreise?
Beitrag von: Thomas am 02. Juni 2007, 19:18:51
Moin,

in irgendeiner Zeitung stand doch auch, dass bereits eine Meierei in D 40 Cent auszahlt. topagrar, dlz, DLG, irgendwo hab ich das gelesen.

Übers Land gesehen erwarte ich kurzfristig eher Preise zwischen 30 und 35 Cent und das - ich erwähnte es ja bereits - kann ja noch nicht ganz zu Freudentänzen reichen, ist aber schon mal was. Auf manchen Betrieben, mit denen ich gesprochen habe, ist die Liquidität gut, auch wenn bei Vollkostenrechnung die Rentabilität noch nicht ganz reicht. Aber mein BWL - Dozent hat mir ja mal beigebracht: Liquidität vor Rentabilität. Nur auf Dauer muss der Betrieb auch rentabel sein, sonst wird das nichts.

Ich bin ganz froh, dass ich den Getreideanteil meines Kraftfutters aus eigener Ernte bestreite. Somit macht mein vielseitiger Betrieb dann doch wieder Sinn.

Grüße,
Thomas
Titel: Re: Steigende Milchpreise?
Beitrag von: Ede am 02. Juni 2007, 19:50:38
Moin,
soweit ich weiß, ist das mit den 40 Cent eine Biomolkerei (Upländer Molkerei), von daher ist das wohl noch nicht so der große Wurf.


MfG
Ede
Titel: Re: Steigende Milchpreise?
Beitrag von: ct am 02. Juni 2007, 19:51:48
Hallo Thomas
das ist die Upländer Bauermolkerei aus dem Sauerland.  :idee:
Ist aber eine Biomilch-Molkerei.
Die zahlen jetzt wirklich 40 Cent aus, allerdings ist Biomilch immer teurer, zu Recht. :daumen:

Guckst Du hier :
 http://www.ernaehrungsdienst.de/nachrichten/aktuell/pages/protected/show.prl?params=%26recent%3D1%26type%3D1&id=22948&currPage=

Gruß Christian
Titel: Re: Steigende Milchpreise?
Beitrag von: cara am 02. Juni 2007, 19:57:57
steht auch schon auf Seite 2 dieses Themas ;)
Titel: Re: Steigende Milchpreise?
Beitrag von: Klaus am 08. Juni 2007, 14:09:40
Moin,

hier mal wieder eine Pressemitteilung des DBV.

Rohstoffwert Milch gewaltig gestiegen

DBV: Erzeugerpreise müssen jetzt folgen

Der Rohstoffwert von Milch ist im Mai auf die neue Rekordmarke von 38,39 Cent je Kilogramm hochgeschnellt und liegt damit 4 Cent über dem Wert des Vormonats und 13 Cent über dem Wert des Vorjahresmonats. Der Rohstoffwert Milch auf Basis von 3,7 Prozent Fett und 3,4 Prozent Eiweiß wird von der Bundesforschungsanstalt für Ernährung und Lebensmittel in Kiel berechnet und gibt nur die Erlöse für Butter und Magermilchpulver wieder. Er ist also als Index zu verstehen und nicht als Auszahlungspreis von Milch einer bestimmten Molkerei.

Nach Auffassung des Milchpräsidenten des Deutschen Bauernverbandes (DBV), Udo Folgart, verdeutlicht der gewaltige Anstieg des Rohstoffwertes die Dynamik auf den Milchmärkten. Der Weltmarkt sei leergefegt. Butter und Magermilchpulver stellen seit langer Zeit wieder alternative Verwertungsmöglichkeiten zu Konsummilch und Käse dar. Diese hervorragende Situation war und ist Grundlage für höhere Preisabschlüsse zwischen Molkereien und Lebensmitteleinzelhandel. Jetzt müsse sich dies auch in einer deutlichen Erhöhung der Milcherzeugerpreise wiederfinden, forderte Folgart. Unabdingbar sei, dass diese Verhandlungsergebnisse der Molkereien sofort an die Milchbauern weitergegeben würden. Der Anstieg des Rohstoffwertes Milch verdeutliche auch, wie sich die früheren auf die Intervention ausgerichteten Produkte Butter und Magermilchpulver heute aufgrund der weiterhin starken Marktnachfrage zu einer Preislokomotive entwickelt haben.

http://www.bauernverband.de/presseservice.html
Titel: Re: Steigende Milchpreise?
Beitrag von: Matthias am 13. Juni 2007, 19:13:25
Hallo,

Müllermilch hat von 27,5 auf 28,5 ct im Mai erhöht, unsere Molkerei hat nachgezogen und ab Juni soll es bei Müller 30 ct geben.
Die Preise werden langsam Steigen, 35 ct zum Jahresende scheinen möglich zu sein. Die Molkereien müssen ja auch erst mal das Geld einnehmen.

MfG
Matthias
Titel: Re: Steigende Milchpreise?
Beitrag von: Franky am 13. Juni 2007, 22:09:27
Milchhof Albert im Mai 29,15 ct bei 3,7 % Fett und 3,4 % Eiweiß  + 0,5 % S-Zuschlag
Das sind 1,5 ct mehr als im April

Gruß Franky
Titel: Re: Steigende Milchpreise?
Beitrag von: Hans am 13. Juni 2007, 22:16:49
Das sagt der Börsenbauer zum Milchpreis:

http://boersenbauer.de/ (http://boersenbauer.de/)

Damit es klar ist, ich bin es nicht.

Hans
Titel: Re: Steigende Milchpreise?
Beitrag von: hoschscheck am 18. Juni 2007, 11:24:56
Hallo in die Runde,

der Milchleistungsfutterpreis könnte nach Meinung von Auguren zum Winterkontrakt o7/o8 nochmals um 2-3 Euro je dt ansteigen. Trotz Soja-Rekordernte in Argentinien, nur weil der Käufermarkt liquider eingeschätzt wird.


Gruß Hoschscheck
Titel: Re: Steigende Milchpreise?
Beitrag von: Andreas am 18. Juni 2007, 12:13:49
Hallo, ich weiß nicht ob es sinvoll wäre für Kraftfutterpreise mal nen eigenen Thread aufzumachen...

2-3 € teurer hat man uns auch gesagt. Haben meistens Kofu Maxi Lac drinnen, kostete sonst immer so über 15€. Letzten Monat kosteten 6 tonnen dann auf einmal 17,35€, die letzte Rechnung kam am Samsatag wieder für 6 Tonnen dann für 21,50€!!  :frage: Das ist doch wohl der Hammer. Mit so einem drastischen Anstieg hatten wir nicht gerechnet. Naja wir werden uns jetzt (mal wieder) umhören (müssen) aber so viel werden es die anderen wohl auch nicht billiger können.

mfg Andreas
Titel: Re: Steigende Milchpreise?
Beitrag von: hoschscheck am 18. Juni 2007, 12:32:02
Hallo Andreas,

die lauthals verkündeten Milchpreiserhöhungen wecken eben auch bei anderen Begehrlichkeiten.
Von 15,- auf 21,5o- sind ja über 4o%.

Abzocke!!

Ich denke wir sollten doch im Herbst für 5o Cent/kg Milch streiken


gruß Hoschscheck
Titel: Re: Steigende Milchpreise?
Beitrag von: Andreas am 18. Juni 2007, 12:41:53
naja das ist im Prinzip auch immer genau das was ich sage. Sollten die 40 cent wirklich kommen (ich glaube nicht dran) dann wird doch alles andere so teuer das sich der Vorteil wieder selbst wegmacht. Gut einige Bauern könnten ihre Schulden gegenüber den Landmaschinenwerkstätten, dem Futterhändler und der Genossenschaft erstmal abzahlen und dann gehts doch erst los. Alleine die Pachtpreise machen dann wahrscheinlich alles wieder wett. Dann hält sich der hohe Preis für die Milch nicht, aber unsere Einkaufspreise bleiben oben. Vielleicht drehen wir uns auch gerade selbst einen Strick!
Titel: Re: Steigende Milchpreise?
Beitrag von: cara am 18. Juni 2007, 17:24:56
Andreas, verstehe ich dich richtig? Du willst gar nicht 40ct/kg haben? :gruebel:
Titel: Re: Steigende Milchpreise?
Beitrag von: cara am 18. Juni 2007, 17:36:32
Hallo, ich weiß nicht ob es sinvoll wäre für Kraftfutterpreise mal nen eigenen Thread aufzumachen...



hab ich mal einfach gemacht:
http://www.agrowissen.de/de/forum/index.php?topic=444.0
Titel: Re: Steigende Milchpreise?
Beitrag von: Hans am 18. Juni 2007, 19:17:54
naja das ist im Prinzip auch immer genau das was ich sage. Sollten die 40 cent wirklich kommen (ich glaube nicht dran) dann wird doch alles andere so teuer das sich der Vorteil wieder selbst wegmacht. Gut einige Bauern könnten ihre Schulden gegenüber den Landmaschinenwerkstätten, dem Futterhändler und der Genossenschaft erstmal abzahlen und dann gehts doch erst los. Alleine die Pachtpreise machen dann wahrscheinlich alles wieder wett. Dann hält sich der hohe Preis für die Milch nicht, aber unsere Einkaufspreise bleiben oben. Vielleicht drehen wir uns auch gerade selbst einen Strick!

Also, alles beim alten und trotzdem auf der anderen Seite steigende Produktionskosten und niedrige Kälberpreise?? :frage: :frage:

Kanns auch nicht sein

Hans
Titel: Re: Steigende Milchpreise?
Beitrag von: Andreas am 18. Juni 2007, 22:44:22
Andreas, verstehe ich dich richtig? Du willst gar nicht 40ct/kg haben? :gruebel:

nein, so auch nicht! Aber es bring auch wieder unendliche viele Nachteile mit sich...man weiß ja nicht wie es sich entwickeln wird..
Titel: Re: Steigende Milchpreise?
Beitrag von: hoschscheck am 19. Juni 2007, 01:28:00
Hallo Andreas,

ich würde ein riesen Faß aufmachen wenn es 4o cent/kg geben würde, alles reinfallen lassen (vielleicht werden es ja auch noch 5o Cent/kg) und mich dann anschließend drauf setzen und möglichst keinen ran lassen.
ICH will entscheiden wöfür ich MEIN Geld ausgebe. Wenn Du keine Verwedung dafür hast oder nicht weißt was Du jetzt damit machen sollst, leg es an die Seite.

Gruß Hoschscheck
Titel: Re: Steigende Milchpreise?
Beitrag von: ct am 19. Juni 2007, 07:39:14
Vollkommen richtig Hoschschek,

was wir im Sack haben, haben wir im Sack.
Wer so wie Andreas argumentiert hat höhere Wertschöpfung über bessere Milchpreise nicht wirklich verdient, sorry Andreas ist nicht böse gemeint.
Hier müssen wir Milcherzeuger aber zwingend mit einer Zunge sprechen .....

Gruß Christian
Titel: Re: Steigende Milchpreise?
Beitrag von: Hans am 19. Juni 2007, 08:13:42
Hallo wir reden aber schon ein bisserl von ungelegten Eiern - oder?

Die Verhandlungen meiner Molkerei mit den Abnehmern sind schon durch - Milchpreis? - der gleiche- bis jetzt! (29,75 ct netto)

Hans
Titel: Re: Steigende Milchpreise?
Beitrag von: hoschscheck am 19. Juni 2007, 09:13:01
Hallo Hans,

Natürlich wäre der Spatz in der Hand (sprich 4oct/kg) besser als die Taube auf dem Dach (5oct/kg).
Natürlich sollten wir das Fell des Bären erst verteilen wenn er erlegt ist.
Natürlich sollte man nicht über ungefangene Fische sprechen.
Natürlich, wir müssten nur irgendwann Anfangen etwas hiervon zu tun sonst verhungern wir beim beobachten und zusammen geht es noch viel Leichter.

Wenn wir zusammen halten wäre es kein Problem den Bären zu erlegen und IHM mal das Fell über die Ohren zu ziehen.
Jetzt beim noch mal lesen vielleicht etwas provokant, aber ich lass es mal so stehen.
 
gruß vom Hoschscheck
Titel: Re: Steigende Milchpreise?
Beitrag von: Hans am 19. Juni 2007, 10:31:20
Hallo Hoscheck,

genau meine Meinung, aber unser LW-Minister lobt je zur Zeit die steigenden Einkommen der Landwirte bis in die höchsten Höhen (war in den Argar-nachrichten zu lesen), mir scheint es aber eher so, dass sie jetzt den leichten Aufwärtstrend der eben erst begonnen hat (eben die ungelegten Eier) schon gleich am liebsten wieder stoppen würden, wenn man sich die Aussagen so durchliest.

Hans (der auch gerne auf Bärenjagd geht, und sich auch nicht leicht einen aufbinden lässt ;) und einer der wenigen Bayern ist, der nicht die "große" Partei mit dem C vorndran wählt)


Hab die Meldung doch noch gefunden: 15.6.07

Milchqoutenregelegung
Seehofer will Milchbauern unterstützen
Berlin - Bundeslandwirtschaftsminister Horst Seehofer (CSU) hat den Bauern Unterstützung beim Wegfall der Milchquotenregelung zugesagt.


"Da dürfen wir die Bauern unter keinen Umständen allein lassen", sagte Seehofer am Mittwoch im Bundestag in Berlin. Er werde das Auslaufen der Quote 2015 nur unterstützen, wenn die EU-Kommission bis zum kommenden Jahr "klipp und klar" sage, wie Begleitmaßnahmen aussehen sollten.

Dies hatten auch die Länder gefordert. Es dürfe nicht dazu kommen, dass Betriebe in Existenznot geraten, sagte Seehofer. Er rechnet damit, dass die Milchquote bis 2015 in der EU wegfällt. Die Opposition forderte von ihm klare Aussagen zur Milchpolitik.

Union und SPD sprachen sich grundsätzlich für ein Auslaufen der Quote aus. "Dann werden wir auch für Übergangsszenarien zu sorgen haben", sagte CDU-Agrarpolitiker Peter Bleser. Der FDP-Abgeordnete Hans-Michael Goldmann sagte, die Bauern hätten auf dem Weltmarkt mehr Chancen ohne die Quotierung. Die Bundestagsmehrheit lehnte einen Antrag der Liberalen ab, dass die Bundesregierung einen Beschluss zum Auslaufen der Milchquote fassen und auf staatliche Regulierungen verzichten soll. Der Linkspartei-Parlamentarier Hüseyin Aydin warnte davor, dass bei einer Freigabe des Marktes zehntausende Familien bedroht sein könnten. Die Quotierung soll die Bildung von "Milchseen" verhindern.

Die gesamte Agrarwirtschaft steht nach Angaben Seehofers derzeit glänzend da. "Die Landwirtschaft boomt in einem Ausmaß, wie wir das nicht erträumt haben", sagte Seehofer. Er führe dies auf eine geringere Belastung durch Bürokratie und auf Kontinuität in der Agrarpolitik zurück. "Deshalb haben wir im Stimmungszyklus bei den Bauern eine große Bereitschaft zu Innovation, zu Investitionen." Besonders freue er sich darüber, dass junge Menschen wieder "grüne Berufe" erlernen wollten. (dpa)


Titel: Re: Steigende Milchpreise?
Beitrag von: ct am 21. Juni 2007, 09:20:58
Moin,
ja ja, wenns nach der Politik und einigen anderen geht sind schon mindestens 2 Bären erlegt und wir Bauernlümmel sollen mal lieber artig wieder nach Hause gehen, denn dort wartet schon der Weihnachtsmann und bringt jedem seinen gerechten Anteil am "Bären-Fell".
 :frage: :rolleyes:
Nur gut das ich nicht mehr an den Weihnachtsmann glaube ..... ;D

Gruß Christian
Titel: Re: Steigende Milchpreise?
Beitrag von: Waste am 21. Juni 2007, 12:37:22
Habt ihr Bären oder Kühe zuhause ;-)?
Jetzt hab ich schon mal paar Fragen an euch.
Wie wollt ihr einen Milchpreis von 50 Cent? Erst 40 Cent fordern und dann gleich 50 Cent? Jetzt gibts doch nicht mal 30 Cent!

ACHJA!
Ihr wollt ja Streiken das hab ich ja ganz vergessen. Ihr habt recht, wenn man paar Tage streikt tu es den Molkerein sehrrrrrrrr weh! Vorallem Butter, Käse, Joghurt, Milchpulver lassen sich sehr lange lagern (schaut doch einfach mal auf eure Verpackung und dann müsst ihr noch 1 - 1, 5 Wochen bis zur Milcherzeugung rechnen!)
Damit mein ich das sich die angekündigten Streiks (die ja schon lange bekannt sind!) sehr gut planen lassen können von den Molkerein. Auch pastorisierte Frischmilch ist lange haltbar!
Deshalb hilft es doch nichts wenn man 3 Tage streikt! OK toll ist es für die Molkerein nicht aber ich glaube einen großen Ausfall haben die doch auch nicht oder?

Dazu kommt das es sowieso wieder welche gibt die ihre Milch liefern und somit ist das Problem doch ganz schnell wieder gelöst für die Molkerein!

Ich hab bei uns mal in der Schule gehört das sie die Zufuhrstraßen für Auslieferungslager und Supermärkte gesperrt haben! Ihr wisst aber schon, dass das Strafbar ist oder? Euch kann die Polizei schnell zurechtweißen und somit ist der ganze Spaß vorbei!

Ich finde es auch gerechtfertigt das die Milchbauern einen höheren Milchpreis bekommen -> aber so wie ihr das machen wollt ? Ich glaub kaum dass das zu einen großen und vorallem langfristigen Erfolg führt!

Meiner Meinung nach machen doch viele Milchbauern ihren eigenen Preis kaputt, das ständige Überliefern der Milch verdeutlicht den Molkerein doch nur das sie kein großes Problem haben Milch zu bekommen!

Ihr kauft doch auch beim billigsten Landmaschinenhändler wenn es sich um gleiche Qualität etc. handelt oder?
Titel: Re: Steigende Milchpreise?
Beitrag von: Hans am 21. Juni 2007, 19:41:38

Meiner Meinung nach machen doch viele Milchbauern ihren eigenen Preis kaputt, das ständige Überliefern der Milch verdeutlicht den Molkerein doch nur das sie kein großes Problem haben Milch zu bekommen!



................und deshalb erhöhen wir die Quote, oder schaffen sie ab :-X

Hans
Titel: Re: Steigende Milchpreise?
Beitrag von: Waste am 21. Juni 2007, 20:08:11
................und deshalb erhöhen wir die Quote, oder schaffen sie ab :-X

Hans

das ist aber jetzt nur ein Scherz oder??
Wenn die Quote abgeschaft wird oder erhöt wird passiert doch das ganz das selbe! Die Milchmege steigt bzw. bleibt zumindest gleich und der Preis fällt weiter/wieder ab und jeder kann jammern!!!
Also das verstehe ich nicht ganz!

Außerdem hätte ich dann angst das die Milch nicht mehr angenommen wird wenn sie  zu viel haben (dann gibts hald wie bei Kartoffeln oder Braugerste verschiedene Qualitätsmerkmale und wenn man die unterschreitet darf man dann hald nicht mehr liefern-> Keimzahl zu hoch etc. ZUMINDEST ist es eine Preisdrückerei!!
Titel: Re: Steigende Milchpreise?
Beitrag von: Hans am 21. Juni 2007, 20:23:49
Sag mal Waste,

viel Zeitung oder so liest du aber nicht - oder? Die Quote wird abgeschafft 2015 und bis dahin auch schrittweise erhöht. Bitte selbst recherchieren, denn mich interessiert ws eigentlich im Detail% nicht mehr

Hans
Titel: Re: Steigende Milchpreise?
Beitrag von: Waste am 21. Juni 2007, 20:29:37
Ich weis das die Quote teilweise erhöt wird bzw 2015 abgeschafft wird!!
aber das kann doch nicht das Interesse der Milchbauern sein oder?
Titel: Re: Steigende Milchpreise?
Beitrag von: Hans am 21. Juni 2007, 20:31:07
Ich bin dagegen, aber genügend andere und unsere Politiker sehen das anders!

Hans
Titel: Re: Steigende Milchpreise?
Beitrag von: Waste am 21. Juni 2007, 20:41:26
Ich verstehe das auch nicht!
OK für die Politiker ist das vielleciht schon ganz toll -> offener Markt aber für die Milchbauern?
Und da ist ja auch nicht pauschal zu sagen das es die großen Betriebe dadurch leichter haben!"!
Wer für die Abschaffung ist soll mir mal paar Gründe schreiben würde mich total interessieren wie ihr das Argumentiert!
Titel: Re: Steigende Milchpreise?
Beitrag von: Hans am 21. Juni 2007, 20:55:16
Hier würde ich das Thema trennen!!

Milchquote -quo vadis!
Titel: Re: Steigende Milchpreise?
Beitrag von: cara am 26. Juni 2007, 17:45:37
Hier würde ich das Thema trennen!!

Milchquote -quo vadis!

Hans, eine gute Idee ;o)
Über Milchquote gehts weiter in der Agrarpolitik:
http://www.agrowissen.de/de/forum/index.php?topic=504.msg5739#new
Titel: Re: Steigende Milchpreise?
Beitrag von: Thomas am 08. September 2007, 08:17:03
Aktueller Milchauszahlungsgrundpreis meiner Meierei Schmalfeld - Hasenmoor: 43 Cent  :party: :party: :bier: :bier: :bier: :bier:

Gruß
Thomas
Titel: Re: Steigende Milchpreise?
Beitrag von: Klaus am 08. September 2007, 08:43:13
Glückwunsch!

Das hatte ich auch schon gehört und bei der Nordmilch sollen es aktuell nur 33 ct sein. :( >:( :runter:

Wenn das keine Unruhe unter gibt....

Gruß
Klaus
Titel: Re: Steigende Milchpreise?
Beitrag von: CS 977 am 08. September 2007, 13:33:10
Natürlich gibt das Unruhe! Aus unsrer Gegend (LK Cuxhaven-Süd) geht ja auch Milch da hin! Es ist aber vielleicht nen Jahr her da wurde bei Schmalfeld auch viel gekündigt weil sie nicht den Erwartungen entsprechend ausgezahlt haben. Und die Nordmilch wird nie in der Lage sein den Milchpreis zu zahlen wie kleine spezialisierte Molkerein. Das Problem ist nur das wenn sich einzellne Märkte für Milchprodukte drehen das dann die Molkereien die jetzt spitze auszahlen nicht mehr so gut dar stehen. Aber dann wird da auch nicht mehr drüber geredet. Es gab doch im Südwesten ne Top-Molkerei die die letzten Jahre immer in der Spitze bei der Auszahlung war, aber weil sie nur Trinkmilch macht, liegt sie glaube ich jetzt bei nur 30 cent. Uns wurde aber gesagt das die Nordmilch auch noch im Verlauf des Jahres auf knappe 40 cent erhöhen will. Das ist mir vorallem langfristig sicherer, auf jeden Fall sicherer als irgendwelche Milchhändler...
Ich bin das Gejammere über Nordmilch wirklich richtig Leid...
Titel: Re: Steigende Milchpreise?
Beitrag von: Matthias am 08. September 2007, 13:55:02
Hallo,

ich halte die aktuelle Situation auch ein wenig ungesund. Ich denke das die Preise so schnell klettern ist gefährlich.

Wir haben hier im Umkreis von 100 km nur 4 Molkereien. Erhöht die eine ziehem die anderen nach und überbietet. Wir bekommen im August 36,5 ct Grundpreis, Müller Milch Leppersdorf zahl 37,5 ct. Gerade die Molkereien die gerade nicht das "richtige" Produkt  im Sortiment haben kann da schnell in Schwierigkeiten geraten. Was nützt mir dann 40 ct Milchpreis wenn man 3 Monate auf das Milchgeld warten muss oder es gar nicht kommt, weil die Molkerei in Insolvenz geht

Mfg
Matthias
Titel: Re: Steigende Milchpreise?
Beitrag von: Henriette am 08. September 2007, 16:13:18
Also hier oben ist es derzeit wirklich interessant:

Schmalfeld, Breitenburg, Wasbek, Struvenhütten... 43 cent
Viöl sogar 47

und die Meierei Witzwort ist gestern abgebrannt, was Aldi in Frischmilchmangel bringt

Hier noch der Artikel (http://www.shz.de/index.php?MID=30&TEMPLATEID=60&LIVETICKER=1&RUBRIKID=890&REDID=1405361&LIVETICKER=1)
Titel: Re: Steigende Milchpreise?
Beitrag von: CS 977 am 08. September 2007, 16:39:07
Das ist ja ärgerlich! Wo der die Frischmilchkontrakte so gut waren! Jetzt muss die Milch wohl erstmal auf dem Spotmarkt. Ärgerlich,ärgerlich... ;)
Titel: Re: Steigende Milchpreise?
Beitrag von: Thomas am 08. September 2007, 19:43:41
Natürlich gibt das Unruhe! Aus unsrer Gegend (LK Cuxhaven-Süd) geht ja auch Milch da hin! Es ist aber vielleicht nen Jahr her da wurde bei Schmalfeld auch viel gekündigt weil sie nicht den Erwartungen entsprechend ausgezahlt haben. Und die Nordmilch wird nie in der Lage sein den Milchpreis zu zahlen wie kleine spezialisierte Molkerein. Das Problem ist nur das wenn sich einzellne Märkte für Milchprodukte drehen das dann die Molkereien die jetzt spitze auszahlen nicht mehr so gut dar stehen. Aber dann wird da auch nicht mehr drüber geredet. Es gab doch im Südwesten ne Top-Molkerei die die letzten Jahre immer in der Spitze bei der Auszahlung war, aber weil sie nur Trinkmilch macht, liegt sie glaube ich jetzt bei nur 30 cent. Uns wurde aber gesagt das die Nordmilch auch noch im Verlauf des Jahres auf knappe 40 cent erhöhen will. Das ist mir vorallem langfristig sicherer, auf jeden Fall sicherer als irgendwelche Milchhändler...
Ich bin das Gejammere über Nordmilch wirklich richtig Leid...

Moin,

sicher, in dem genannten Zeitraum war Schmalfeld nicht mehr in der Spitzenposition in Norddeutschland, aber immer noch im guten Bereich. Der Unterschied ist halt geringer geworden. Und dann muss man auch berücksichtigen, dass die Substanz der Meierei gut ist. Es wurde ja nicht nur die großen Bautätigkeiten mit Eigenkapital durchgeführt (es sind zudem noch bauliche Reserven vorhanden), es ist ja auch jetzt noch ein Millionenvermögen vorhanden. Die Molkerei soll kein Sparverein sein, aber es sind halt bedeutende Reserven vorhanden und das Produktsortiment ist über die Jahre einfach gut. Es gibt keine großen Abhängigkeiten, man ist am Markt gut abgesichert. Ich sehe im Moment nicht, dass die Zukunft auch im Ansatz in Frage gestellt ist.

Wann will die Nordmilch denn auf "knappe 40 Cent" erhöhen? Im Dezember wird der Preis doch wieder fallen. Und wo landen dann die anderen Meiereien? Das ein so großes Unternehmen nicht oben im Preis stehen kann ist auch klar, aber da wird doch seit Jahrzehnten umstrukturiert und jedes mal heißt es :"Jetzt wirds besser...". Größe ist eben nicht alles, gilt auch für die Landwirte.

Gruß
Thomas
Titel: EU Agrarrat denkt über Quotenerhöhung nach
Beitrag von: Klaus am 28. September 2007, 17:24:03
Hallo,

der EU Agrarrat denkt doch tatsächlich über eine befristete Quotenerhöhung nach.

http://www.bauernverband.de/index.php?redid=152813&mid=188301


kopfschüttelnde Grüße
Klaus
Titel: Re: Steigende Milchpreise?
Beitrag von: Ede am 28. September 2007, 19:24:06
Ist doch klar, damit die Quote wieder ihren eigentlichen Sinn bekommt: nämlich für günstige Verbraucherpreise sorgen...

MfG
Ede
Titel: Re: Steigende Milchpreise?
Beitrag von: Henrik am 29. März 2008, 21:28:16
Ist doch klar, damit die Quote wieder ihren eigentlichen Sinn bekommt: nämlich für günstige Verbraucherpreise sorgen...

MfG
Ede

Das ist jetzt ja auch schon quasi eingetreten. Gerade gelesen das Müller in Schwaben die Bauern direkt angeschrieben hat um die Erzeugergemeinschaften zu übergehen. Kommt zufällig jemand aus der Gegend und ist betroffen?
Titel: Re: Steigende Milchpreise?
Beitrag von: Heinrich am 30. März 2008, 13:50:52
Der Bayerische Bauernverband veranstaltet am kommenden Montag eine Großdemonstration bei der Privatmolkerei Müller Milch in Aretsried.

Grund ist der unfaire Umgang der Molkerei Müller mit den Milcherzeugergemeinschaften (MEG) Augsburg-West, Ausgburg-Süd und Nordschwaben in den letzten Wochen. Die bisherigen Verhandlungen zwischen den MEG und der Molkerei Müller waren erfolglos. Der Bayerische Bauernverband (BBV) spricht in diesem Zusammenhang von Preisdrohungen und erpresserischen Vorgängen der Müller Milch gegenüber den MEG. Die Protestveranstaltung wird vom Bundesverband Deutscher Milchviehhalter (BDM) unterstützt.

In einem Schreiben fordert die Molkerei Müller die Mitglieder der MEG auf, diese zu verlassen und Einzelverträge mit der Molkerei abzuschließen. Die Vorstände der MEG seien nicht willig, langfristige Milchlieferverträge mit der Molkerei einzugehen, heißt es weiter. Die Molkerei zahlt daher seit dem 1.März 2008 nur noch einen Milchpreis aus, der auf dem "Kieler Rohstoffwert" basiert. Dieser liegt derzeit bei ca. 30 Ct/kg. Laut Müller würde der Abschluss eines Zweijahresvertrages einen Milchpreis von 41 Ct/kg bedeuten. Diese Verträge bietet die Müller GmbH jetzt einzelnen Landwirten direkt an inklusive einer vorformulierten Austrittserklärung aus der MEG, die die Landwirte nur noch unterschreiben müssen.

Angesichts dieser Verhandlungspolitik veranstaltet der BBV am kommenden Montag, den 31. März 2008, um 10:30 Uhr auf dem landwirtschaftlichen Betrieb von Josef Zott, Bauernstraße 2 in Aretsried eine Großdemonstration. Der Betrieb befindet sich in direkter Nähe zur Molkerei Müller. In einem Pressegespräch auf dem Betrieb wird Leonhard Keller, Bezirkspräsident des Bayerischen Bauernverbandes und Reinhold Meyer als betroffener Milcherzeuger Informationen zum unfairen Umgang der Molkerei Müller gegenüber den Milcherzeugern geben.

Abschließend soll mit einem Trauerzug vorbei an der Molkerei Müller die "Fairness" symbolisch zu Grabe getragen werden.   

Ist mal ein Auszug aus Top-Agrar online.
Müller scheint nicht mehr mit MEG verhandeln zuwollen.
Heinrich
Titel: Re: Steigende Milchpreise?
Beitrag von: wilma80222 am 05. April 2008, 19:03:24
Hallo, wo wir wieder beim Thema waeren, muessen landwirte das verhandlen lernern, welches ja an anderer Stelle existiert. Da die entsprechenden Verhandlungsfuehrer bei Mueller clevere Geschaeftsleute sind, die dafuer bezahlt werden die Rohstoffkosten fuer Mueller so gering wie moeglich zu halten, aber gleichzeitig die Versorgungssicherheit herzustellen, scheinen Sie sich Ihrer Sache sicher zu sein, dass die Landwirte trotzdem liefern werden. Wenn ein Schrotthaendler, der bei Euch auf den Hof kommt, daemliche Sprueche ablaesst, dann kriegt er das Zeug nicht. Da kann er zum Schluss ruhig ein bischen mehr bieten, er bekommt es einfach nicht.

Wenn es um die Milch geht wird anders gedacht, und mir ist klar, dass es sich um eine andere Dimension an Geld geht und alle auf diese Einkommensquelle angewiesen sind.

Welches ist das Argument, was jedem einen Grund zum Abschluss eines Vertrages gibt, wenn er etwas braucht? Er will die Ware haben. Mueller bekommt die Ware, ohne dass sie sich zu einem Commitment hinreissen lassen. Und mit jedem l Milch waechst die Abhaengigkeit. Clever, wie Mueller ist, zahlen Sie nicht nichts, sondern etwas, damit nicht sofort die Banken den Bauern den Hahn abdrehen. Dann waeren Amoklaeufe vorprogrammiert. Aber so ein bischen, und dann den Rest schoen behalten, damit die Abhaengigkeit waechst. Und waechst.

Es ist eine Schande, dass Muelller dieses Spiel schon seit ueber 4 Wochen spielen kann, und Sie erdreisten sich gerade auch noch die Konzentrierung zu einer angemessenen Verkaufskraft in den EG zu unterlaufen. Das hat drei Effekte: Sie ueben einen enormen Druck auf die Verhandlungsfuehrer der Gemeinschaft aus, denn die wollen ja niemanden verlieren und muessen daher schneller zu einem Erfolg kommen, bevor jemand abspringt. Wenn jemand abspringt schwaecht das den Rest ungemein fuer die Zukunft und Mueller hat damit noch mehr Verhandlungsmacht als vorher! Teilweise werden "abtruennigen" auch hoehere Preise geboten als der Gesamtgruppe, um diese zu zermuerben.

Milch in die Guellegrube zu kippen tut jedem Bauern in der Seele weh, aber Sie zu verschenken kann auch nicht die Loesung sein. Um das zu verhindern, muss man alternativen haben, 2-3 Kunden, sodass man einen Kunden "trockenstellen" kann, wenn auch nur fuer ein paar h, Tage. Zu liefern ohne den Preis zu kennen, schafft unnoetige Abhaengigkeiten.
Ich wuensche den Verhandlungsfuehrern viel Kraft, starke Schultern und eine geschlossene Gruppe hinter sich. Ansonsten werden der gesamten Milchwirtschaft incl. Lebensmitteleinzelhandel Tuer und Tor geoffnet, den Preisverfall ohne Grenze nach unter fortzufuehren.

Die Milchbauern muessen an einem Strang ziehen, der ruf nach Politik und EU kann nie mehr als Schadenbegrenzung bringen und hilft wenig, aber eine geschlossene Gruppe, die nicht bereit ist unter einem Preis x einen l Milch vom Hof fahren zu lassen, wird erfolgreich vermarkten koennen, vielleicht nicht jeden l, aber dafuer zu einem anstaendigen Preis.

Viel Erfolg!
wilma80222
Titel: Re: Steigende Milchpreise?
Beitrag von: Thomas am 27. Juni 2008, 20:29:52
Moin,

bevor wir uns auf das hoffentlich bald steigende Milchgeld freuen können:

Nach Kalkulation des Bauernverbandes werden für die Überlieferungen 16,4 Cent pro Liter fällig.

Da ist für manch einen mal locker ein Milchgeld weg und ich kenn einen, da langt das noch lange nicht (1/3 der Gesamtquote überliefert  :P :P :P )

Trotzdem noch einen schönen Abend,

Thomas
Titel: Re: Steigende Milchpreise?
Beitrag von: Onno am 06. September 2008, 10:43:56
Ich war gestern auf einem Geburtstag, dort wurde berichtet das der Milchpreis eher fällt als steigt? Ist es nur in SH so oder auch wo anders?

Gruß

Onno
Titel: Milchpreis rutscht um 20 % nach unten
Beitrag von: Henrik am 03. November 2008, 19:33:40
http://www.n-tv.de/1047630.html

Michpreis rutscht um 20 % nach unten, zufall oder Absicht das so eine Nachricht heute lanciert wird bei bekanntgabe der Quotenpreise?
Titel: Re: Steigende Milchpreise?
Beitrag von: Matthias am 03. November 2008, 19:38:07
Glaube das ist eher Zufall

Klar war es ja schon vor ein paar Tagen, nur heute wird es umgestzt
 http://www.aldi-essen.de/PV_D/index45.shtml
Titel: Re: Steigende Milchpreise?
Beitrag von: Matthias am 03. November 2008, 19:53:05
hier mal die Entwicklung des Rohstoffwertes für Milch der letzten Monate


Quelle:
http://www.ife-ev.de/
Titel: Gerechte Preise
Beitrag von: jimnew am 10. November 2008, 08:36:59
Hallo Agrowisser,

wahrscheinlich läuft bei weiter sinkenden Preisen alles wieder auf einen Lieferstopp hinaus.

Macht mit beim blog 43cent.net für gerechte Milchpreise.

http://www.cent.net (http://www.cent.net)

Gruß
Jim
Titel: Re: Steigende Milchpreise?
Beitrag von: Georg am 10. November 2008, 09:05:37
jimnew

Nenn mir nur einen der als erster mit dem Lieferstop anfängt.........

Anscheinend gibt es wirklich noch ein paar Milcherzeuger, dei der Realität des Marktes - der Marktmacht nicht in die AUgen schauen können/wollen

Du wirst doch wohl zugeben, das die Looser des Streikes dijenigen waren, die ihre Milch weggeschüttet haben
Titel: BDM fordert 500 Mio. Euro Rettungspaket
Beitrag von: Klaus am 11. November 2008, 18:45:34
Moin,

heute ist mir eine Pressemitteilung des BDM ins Haus geflattert, in der er jetzt, nach der Bundesratsentscheidung, den Staat in der Verantwortung sieht, und für die deutschen Milcherzeuger ein Rettungspaket in Höhe 500 Mio. Euro fordert.
Weiteres entnehmt bitte der pdf-Datei im Anhang.

Gruß
Klaus
Titel: Re: Steigende Milchpreise?
Beitrag von: Thomas am 11. November 2008, 19:41:41
Moin,

mal ein Zitat daraus:

Der BDM wird auch weiterhin seine marktwirtschaftlich ausgerichtete Linie und
Strategie verfolgen.

Wenn ich sowas lese, frage ich mich ernsthaft, auf welchem Planeten der BDM lebt. Die fordern massiv marktregulierende Maßnahmen, die nur die deutsche Milchwirtschaft betreffen (und das im wesentlichen negativ) und schreiben solchen Quark.... :irre:

Liegt wahrscheinlich an mir, aber da fehlt mir wirklich jedes Verständnis.

Gruß
Thomas
Titel: Re: Steigende Milchpreise?
Beitrag von: Moin am 11. November 2008, 23:44:37
Das schlimmste am BDM ist, das die Mitglieder glauben was dort veröffentlicht wird. Es wird eben nicht jeder Milchbauer mit 40 Kühen in Zukunft noch melken. Das schlimme am Milchpreis ist bloss das die auslaufenden Betriebe nicht mehr investieren und daher keine oder wenig FK haben, die Betriebe die investiert haben sind da schlimmer dran.
Titel: Re: Steigende Milchpreise?
Beitrag von: Komet am 12. November 2008, 00:27:07
Und ich hab gemeint, es gibt dieses EMB auch noch? Normalerweise müßte ja dieses auf europäischer Ebene was machen. Aber davon hört man ja überhaupt nix.
Wollen wir durch einen neuen Streik noch mehr Exportanteile verlieren, als wir schon beim ersten verloren haben?

Gruß Komet
Titel: Re: Steigende Milchpreise?
Beitrag von: Heinrich am 12. November 2008, 12:42:34
Das Problem des BDM ist doch das sie den Begriff Markt immer noch nicht begriffen haben.
Egal was für Massnahmen gefordert werden, sie können nur EU-weit greifen. Und alle Massnahmen die der BDM fordet gelten nur für Deutschland.
Klar macht es uns Spass unsere Milchuote zukürzen, den unsere Europäischen Nachbaren müssen ihre Milch ja auch loswerden. Die lachen sich doch über die Forderungen des BDM tot.
Und spasseshalber haben einige während des Streiks auch mal ein paar Liter vernichetet.
Bloss ein paar Tage später fordern sie eine anhebung der Quote.
Und jeder der sich auch nur etwas mit den Gesetzten des Marktes auskennt weiss das Angebot und Nachfrage den Preis machen. Und da hilft auch kein Politiker bei.
Um den preis zustabliersiern muss EU-weit die Milchmenge runter und da es dafür keine Mehrheiten gibt müssen wir mit dem Milchpreis leben.
Und des ist müssig jetzt über Aldi und Lidl zuschimpfen. An deren Stelle würden wir doch alle das selbe tuen.
Im kleinen machen wir das ja auch so.
Wer das preisgünstigste, nicht billigste, weil billig oft teuer ist, Milchleistungsfutter anbietet, darf doch auch liefern. Da fragt auch keiner wie der Händler davon leben soll.
Heinrich
Titel: Re: Steigende Milchpreise?
Beitrag von: lilly am 12. November 2008, 14:14:22
ehrlich, ich als verbraucher steige bei all diesen infos nicht mehr durch.  :irre:

gibt es im www eine quelle wo ich die milchpreise von verschiedenen molkereien verfolgen kann-
- OHNE mich durch für mich verwirrende texte wühlen zu müssen?

oder sind hier genug milchlieferanten, dass wir eine eigene liste mit preisinfos hinbekommen?
so ala:

molkerei:      lillys-milchwerk
cent je liter: 75 (weil sehr gute molkerei  ;D)
sonderzahlungen: ........

wenn die milchlieferanten dazu lust haben, dann fangt doch bitte damit an! :daumen:

mich würde das sehr interessieren und ich denke ich bin da nicht alleine!
Titel: Re: Steigende Milchpreise?
Beitrag von: hanna am 12. November 2008, 15:40:19
Hej Lilly,
eine Übersicht über die Milchpreise findest du hier :
http://www.agrarheute.com/?redid=102117&id=Milch%3A3

**
Inga
Titel: Re: Steigende Milchpreise?
Beitrag von: Moin am 30. Dezember 2008, 10:46:20
Was bekommt ihr derzeit für die Milch? Neulich hat einer was von 23 ct erzählt, kann das sein?
Titel: Re: Steigende Milchpreise?
Beitrag von: euro am 30. Dezember 2008, 11:22:16
Rücker/Wismar soll im November für 3,7/3,4 nur 23,5 gezahlt haben
Die MUH hat 32,6 für das Gleiche gezahlt, Auszahlungspreis war 41 ct mit gegebenen Inhaltsstoffen und Steuer.
Titel: Re: Steigende Milchpreise?
Beitrag von: Thomas am 30. Dezember 2008, 14:39:44
Angeblich will Rücker die weiter entfernt liegenden / ungünstigeren Lieferanten mit derartigen Preisen möglichst rasch loswerden, da die Milch wohl nicht absetzbar ist. Dort gibt es aber auch sehr kurzfristige Kündigungsfristen (bis 3 Monate), von daher vermutlich auch formell und sachlich so korrekt.

So wurde mir das berichtet.

Gruß
Thomas
Titel: Re: Steigende Milchpreise?
Beitrag von: Igel am 14. Januar 2009, 16:01:59
Hallo,

wie es denn derzeit der Stand der Dinge? Hier werden derzeit Preise von 22-26ct genannt, Tendenz weiter fallend.

Gruss Henrik
Titel: Re: Steigende Milchpreise?
Beitrag von: Matthias am 14. Januar 2009, 16:11:38
Ich habe deutschlandweit Preise zwischen 21 und 30 ct mitbekommen. Wir liegen mit 25,5 ct in der Mitte. Die Preise beziehen sich auf Lieferanten mit Liefervertrag. Spotmarkt wird wohl weit unter 20 ct liegen.

lesenswert dazu:
http://www.ife-ev.de/attachments/063_Minusrekord-beim-Rohstoffwert.pdf
Titel: Re: Steigende Milchpreise?
Beitrag von: Thomas am 14. Januar 2009, 18:21:22
Spotmarkt habe ich 15 Cent gehört.

Gruß
Thomas
Titel: Re: Steigende Milchpreise?
Beitrag von: Andre am 14. Januar 2009, 18:30:14
Hallo,

Was ist Spotmarkt?

Andre
Titel: Re: Steigende Milchpreise?
Beitrag von: Rapeseed am 14. Januar 2009, 19:45:50
Das Gegenteil vom Terminmarkt. Man kauft/verkauft also nicht in der Zukunft, sondern an Ort und Stelle.

Gruß
Titel: Re: Steigende Milchpreise?
Beitrag von: CS 977 am 15. Januar 2009, 07:13:41
Also Rücker hat auf jeden Fall hier bei uns in Niedersachsen viel zu viel Milch! Ende 2008 sollen schon bei über 100 Landwirte die Lieferverträge nicht verlängert worden sein und trotzdem muß er wohl viel Milch noch über den Spotmarkt verkaufen. Die Milch soll für die besagten 15 Cent an die Nordmilch gehen...
Rücker Aurich hat für Dezember 22 Cent gezahlt, ist aber mehr als vorher erwartet wurde...
Titel: Re: Steigende Milchpreise?
Beitrag von: Thomas am 15. Januar 2009, 09:34:33
Das Gegenteil vom Terminmarkt. Man kauft/verkauft also nicht in der Zukunft, sondern an Ort und Stelle.

Gruß

Anders ausgedrückt: Nicht vertraglich gebundene Milch.

Gruß
Thomas
Titel: Re: Steigende Milchpreise?
Beitrag von: Thomas am 15. Februar 2009, 18:53:37
Hallo,

wie ist denn derzeit die Milchpreissituation in den übrigen Regionen?

Die Meiereien in unserer Region liegen (noch) bei 20 Cent. Das ist nicht wirklich viel. Eine Trendumkehr ist aber noch nicht erkennbar.

Bin gespannt auf den nächsten Börsentermin.

Gruß
Thomas
Titel: Re: Steigende Milchpreise?
Beitrag von: Ede am 15. Februar 2009, 19:11:30
Humana hat für Januar 26 Cent ausgezahlt.

Interessant sind die Milchpreispostings bei Top Agrar im Rindertreff, leider mittlerweile nur noch für Abonnenten zugänglich.

MfG
Ede
Titel: Re: Steigende Milchpreise?
Beitrag von: Henrik am 19. Februar 2009, 19:05:01
Hallo,

wie ist denn derzeit die Milchpreissituation in den übrigen Regionen?

Die Meiereien in unserer Region liegen (noch) bei 20 Cent. Das ist nicht wirklich viel. Eine Trendumkehr ist aber noch nicht erkennbar.

Bin gespannt auf den nächsten Börsentermin.

Gruß
Thomas

Meinst du die gehen noch unter 20ct?
Titel: Re: Steigende Milchpreise?
Beitrag von: Thomas am 19. Februar 2009, 20:13:08
Also für Februar hat eine Meierei in der Gegend noch mal 20 versprochen, was danach kommt, ist schwer abzuschätzen. Aber die Anlieferung steigt noch, die Marktsituation wird nicht besser, die Wirtschaft auch nicht. Und im Frühjahr ist es immer noch weiter runter gegangen.
Vom Bauchgefühl sehe ich noch Luft nach unten, leider. Einge sind ja schon unter 20, Rücker z.B..

Gruß
Thomas
Titel: Re: Steigende Milchpreise?
Beitrag von: lilly am 07. April 2009, 14:27:30
ich bin da wirklich nicht mehr auf den laufenden....

wie sind denn die milchpreise im moment?
gestiegen?
Titel: Re: Steigende Milchpreise?
Beitrag von: Georg am 07. April 2009, 14:50:59
Im Laden gestiegen(Futter ist doch jetzt Genfrei! :frage: ;D) und bei den Bauern gefallen und wegen des genfreien Futters sind auch noch die Futterkosten gestiegen.... >:(
Titel: Milch hat ein Gesicht - wir bauen die Galerie für einen gerechten Milchpreis
Beitrag von: jimnew am 21. Mai 2009, 21:14:59
Hallo agrowissen-freunde

unter http://www.43cent.net  (http://www.43cent.net)

könnt Ihr Eure Bilder und Kommentare für einen gerechten Milchpreis hinterlegen.

Bitte beteiligt Euch zahlreich. Vielen Dank.

Gruß
faster
Titel: Re: Steigende Milchpreise?
Beitrag von: Moin am 25. Mai 2009, 11:22:46
@faster

Was ist gerecht?

Solange es noch zuviele Milchbauern bzw. zuviel Kühe gibt, wird sich der Milchpreis nicht verändern. Im Herbst wird der Milchpreis dann stark ansteigen.
Titel: Re: Steigende Milchpreise?
Beitrag von: Georg am 25. Mai 2009, 11:35:28
Mal ein Vorschlag um den Michpreis in die Höhe zu treiben:

Für die nächsten Monate sind ja die Kontrakte mit den Diskountern gemacht, also demzufolge ändert sich auch nichts am Milchpreis!

Mein Vorschlag wäre, das die Milchbauern sämtliche Milch ab dem 1. Oktober wenndie neuen Kontrakte abgeschlossen werden selbst aufkaufen!
Eigentlich ist das kein Risiko, denn Milch wird ja gebraucht! Und wenn 95% aus dem MArkt gekauft werden dann wird der Preis sehr schnell nach oben gehen und zwar innerhalb 2 Tagen! Dann hat der die MAcht der der Eigentümmer der Milch ist! Ich bin überzeugt, das man die Milch nicht mal abnehmen muss! Die Discounter bekommen Panik und werdenjeden geforderten Preis bezahlen!
Der Preis wird also um ca das doppelte steigen. Dafür kann man dann zu den jetzigen Bedinungen eigentlich die Hälfte der Milch wegschütten!
Da wir aber nur ca 105 % Versorgung haben, müssen letztendlich nur 5% der Milch vernichtet werden um eine nachhaltige Milchpreisstabilität zu bekommen!

Übrigens, das "Selbstaufkaufen" ist in der Wirtschaft ein recht probates Mittel! Um Aktienkurse in die höhe zu treiben, kaufen auch hin und wieder mal Firmen größere Mengen Aktien selbst auf, und verkaufen die dann wieder!
Porsche hatte das allerdings bei den VW Aktien versäumt, die wieder zu verkaufen!
Nur Knappheit bewegt den Preis nac oben! Und für Kanppheit kann man selbst sorgen!
Es bräcuchte lediglich von Frau Aigner ne Bürgschft über ca. 5 Milliarden Euro, damit die Molereien die Verträge auch abschließen! Das Risiko, da die Bürgschaft in Anspruch genommen werden würde ist gleich Null! Zumindest ist das RIsiko wesentlich geringer wie bei den BAnken! Dort werden doch auch derzeit wertlose Aktien vom Staat finanziert(bad BAnk)! Weshalb dann nciht die wertlose Milch?
Titel: Re: Steigende Milchpreise?
Beitrag von: Heinrich am 26. Mai 2009, 13:07:12
Mal ein Vorschlag um den Michpreis in die Höhe zu treiben:

Für die nächsten Monate sind ja die Kontrakte mit den Diskountern gemacht, also demzufolge ändert sich auch nichts am Milchpreis!

Mein Vorschlag wäre, das die Milchbauern sämtliche Milch ab dem 1. Oktober wenndie neuen Kontrakte abgeschlossen werden selbst aufkaufen!
Eigentlich ist das kein Risiko, denn Milch wird ja gebraucht! Und wenn 95% aus dem MArkt gekauft werden dann wird der Preis sehr schnell nach oben gehen und zwar innerhalb 2 Tagen! Dann hat der die MAcht der der Eigentümmer der Milch ist! Ich bin überzeugt, das man die Milch nicht mal abnehmen muss! Die Discounter bekommen Panik und werdenjeden geforderten Preis bezahlen!
Der Preis wird also um ca das doppelte steigen. Dafür kann man dann zu den jetzigen Bedinungen eigentlich die Hälfte der Milch wegschütten!
Da wir aber nur ca 105 % Versorgung haben, müssen letztendlich nur 5% der Milch vernichtet werden um eine nachhaltige Milchpreisstabilität zu bekommen!

Übrigens, das "Selbstaufkaufen" ist in der Wirtschaft ein recht probates Mittel! Um Aktienkurse in die höhe zu treiben, kaufen auch hin und wieder mal Firmen größere Mengen Aktien selbst auf, und verkaufen die dann wieder!
Porsche hatte das allerdings bei den VW Aktien versäumt, die wieder zu verkaufen!
Nur Knappheit bewegt den Preis nac oben! Und für Kanppheit kann man selbst sorgen!
Es bräcuchte lediglich von Frau Aigner ne Bürgschft über ca. 5 Milliarden Euro, damit die Molereien die Verträge auch abschließen! Das Risiko, da die Bürgschaft in Anspruch genommen werden würde ist gleich Null! Zumindest ist das RIsiko wesentlich geringer wie bei den BAnken! Dort werden doch auch derzeit wertlose Aktien vom Staat finanziert(bad BAnk)! Weshalb dann nciht die wertlose Milch?

Das wird den selben Effekt haben wie der Streik. Die Unternehmen kaufen einfach im Eu-Ausland die benötigte Milch. Und dann sind unsere Molkeein draussen.  Ich denke der jetzige Preis ist einfach ein vom Handel gewollter. Er spielt bei der Milch alle Macht aus die er hat. Selbst wenn die Milch im Laden 20 Cent mehr kosten würde, würd der Absatz kaum zurück gehen. Der Verbrauch dürfte nur nicht das Gefühl haben er würde die Milch irgendwo billiger bekommen.
Ich glaube der grösste Fehler den wir machen können ist in Deutschland die Menge runterzufahren, solange es EU weit genug mM Milch giebt.
Titel: Re: Steigende Milchpreise?
Beitrag von: donnershag am 26. Mai 2009, 14:56:08
Wenn wir höhere Milchpreise wollen, so muß schnellstens Menge vom Markt. Einlagerung in welcher Art auch immer fällt uns immer wieder auf die Füsse. Mein Vorschlag wäre 25 % der Milch im Schweinetrog zu verwerten. Der Gegenwert liegt dort bei ca 20 Cent pro Liter. Für unsere Mädels vom BDM besteht auch wieder die Möglichkeit die Milch als besten Naturdünger zu verwerten. Schaber wird es euch danken!

Aber im Ernst, was meint Ihr was passiert, wenn im Herbst 25% der Milchmenge (über Molkereien gesteuert) in die Schweinefütterung geht??

Martin
Titel: Re: Steigende Milchpreise?
Beitrag von: Igel am 26. Mai 2009, 19:15:04
Wenn wir höhere Milchpreise wollen, so muß schnellstens Menge vom Markt. Einlagerung in welcher Art auch immer fällt uns immer wieder auf die Füsse. Mein Vorschlag wäre 25 % der Milch im Schweinetrog zu verwerten. Der Gegenwert liegt dort bei ca 20 Cent pro Liter. Für unsere Mädels vom BDM besteht auch wieder die Möglichkeit die Milch als besten Naturdünger zu verwerten. Schaber wird es euch danken!

Aber im Ernst, was meint Ihr was passiert, wenn im Herbst 25% der Milchmenge (über Molkereien gesteuert) in die Schweinefütterung geht??

Martin

Hallo,

ist auch keine Lösung, geht ja nur mit Flüssigfütterung und man muss es lagen können, was bei den wenigsten Schweinemästern der Fall sein wird, weiß auch gar nicht, ob das überhaupt erlaubt ist? Molke setzt der ein oder andere hier ein, aber mit Milch bekommst du ja kaum noch Futter ins Tier. Wie wär es mit 25 % Kühe abschaffen? das hiilft mir Sicherheit vorran...  ;)

Aber wenn ich mal ehrlich sein darf, mir geht das gejammere um die niedrigen Milchpreise mitlerweile ziemlich auf den Keks! Klar, dass die Milchviehhaltern damit nicht kostendeckend arbeiten können, aber so ist das woanders auch (gewesen)! Gab es bei Schlachtschweinepreisen von 1,20 € und tiefer oder Ferkel für 25 € so einen Riesen Aufstand?? Auch musste man sich lange Zeit mit Getreidepreisen  vom höchstens 10€/dt zufrieden geben...Irgendwie habe ich das Gefühl, dass die Milcherzeuger immer ne Extrawurst haben wollen, merke ich auch oft genug bei vielen Milcherzeugern hier in der Gegend...ganz schlimm Beim Thema Milchquote, viele wollen (warum auch immer) nicht wahrhaben das diese bald weggfallen soll, jeder glaubt, dass es dann was anderes geben wird (ziemlicher Quatsch, dann kann man auch gleich die Quote lassen), jeder spricht von Betrug und Enteignung, aber dass diese damals kostenfrei verteilt wurde will dann keiner mehr wissen...Selbst beim Landvolk ist hier Milch immer Thema Nr.1

Gruss Henrik
Titel: Re: Steigende Milchpreise?
Beitrag von: Ede am 26. Mai 2009, 19:52:22
...jeder spricht von Betrug und Enteignung, aber dass diese damals kostenfrei verteilt wurde will dann keiner mehr wissen...


Henrik,
was wäre wohl los, wenn die Direktzahlungen wegfallen würden? Die wurden auch "damals kostenfrei verteilt". Und wenn jetzt jemand sagt, daß diese an den Verpächter durchgereicht werden, dann sag ich nur, beim unterschreiben des Pachtvertrages war auch jeder selbst dabei.

MfG
Ede
Titel: Re: Steigende Milchpreise?
Beitrag von: joe am 26. Mai 2009, 20:04:00
das letzte was wir gebrauchen können ist , das wir anfangen uns gegeseitig anzufeinden !
letztendlich sitzen wir alle in einem boot oder sehe ich das falsch ?
Titel: Re: Steigende Milchpreise?
Beitrag von: Ede am 26. Mai 2009, 20:09:01
das letzte was wir gebrauchen können ist , das wir anfangen uns gegeseitig anzufeinden !
letztendlich sitzen wir alle in einem boot oder sehe ich das falsch ?


Das siehst du völlig richtig.
Falls du mich angesprochen hast mit deinem Beitrag: Ich wollte Henrik nur aufzeigen, daß man alles immer von mehreren Seiten betrachten kann/muß.

MfG
Ede
Titel: Re: Steigende Milchpreise?
Beitrag von: joe am 26. Mai 2009, 20:26:51
nur mal so ins unreine gedacht :
warum bekommen ackerbauern eine betriebsprämie , die ursprünglich mal an die fläche gekoppelt war ?
weil sie unter den europäischen rahmenbedingungen nicht zu weltmarktpreisen produzieren können !
wenn die milchquote als mengenventil und preisstütze versagt hat , danach sieht es z.z aus , dann ist es doch nur logisch die kontegentierung abzuschaffen und die differenz von 43 cent zum weltmarktpreis mit direktzahlungen auszugleichen und alle sind glücklich , voran die discounter , weil sie ihre milch zum spottpreis bekommen und die verbraucher weil sie hochwertige lebensmittel hinterhergeworfen bekommen .
finanziert wird das alles dann durch eine milch steuer , welche auf den handel und verbrauch erhoben wird .
Titel: Re: Steigende Milchpreise?
Beitrag von: Ruedi am 26. Mai 2009, 20:33:41
nicht noch eine neue steuer  >:(
Titel: Re: Steigende Milchpreise?
Beitrag von: jochen53 am 26. Mai 2009, 21:18:52
finanziert wird das alles dann durch eine milch steuer , welche auf den handel und verbrauch erhoben wird .

Das ist eine geniale Idee, die man auf die gesamte Wirtschaft anwenden sollte. Ein Boom ohnegleichen wäre sicher. Z.B. bekämen die Autohersteller dann für jeden Wagen, den sie für 20.000 EURO herstellen und für 5.000 verkaufen, vom Staat 15.000 Ausgleichszahlung, unabhängig davon ob sie nun 3 oder 20 Millionen Autos pro Jahr herstellen. Falls trotz der Niedrigpreise sich nicht alle Autos verkaufen lassen, kommen sie eben vom Fließbqand direkt in die Schrottpresse, die 15.000 gibt es immer. Wenn der Staat nach 3 Tagen kein Geld mehr hat, macht das nichts, dann wird eben neues Geld gedruckt.

Das ist ein Fall für den Wirtschafts-Nobelpreis.
Titel: Re: Steigende Milchpreise?
Beitrag von: tuning Esel am 26. Mai 2009, 21:19:16
Man kann es drehen und wenden wie man es will,aber es gibt meiner ansicht nach nur noch eins,es muss alles einfach zu boden gehen,kaputt gewirtschaftet werden um das Problem zu lösen,und das problem wirt sich von selbst lösen wen man die Quoten ud direktzahlungen ganz wegläst,nen anderen Weg wirt es auf langer sicht nicht geben
Wie mehr Direkzahlungen,wie mehr ist man abhängig von jemadn,von was,die liebe Quote,solange die vom Staat geregelt war und nicht verhandelbar ging es ja noch,aber die Landwirt sind einfach nicht im stand nen Markt selber auf trab zu halten,da wirt einfach gemolken was das zeug hält und dan wirt geweint und geklönt das der Preis im Keller ist...
Es ist hart aber es braucht nun mal diese Situation das es einge auf der Strecke bleiben müssen,anader mal nen neue denkweise auf den Tag legen und dritte  vom Hohen Ross runter kommen müssen,da hilft kein Streik oder so
Solange die Solidarität unter produzenten und alle mal am gleichen strick,in die gleiche Richtung ziehen wollen,braucht es noch nen kraftakt...
Warum werden auf Versamlungen Preise besprochen,und dan am Nächsten tag unterschreiben alle zu nen viel niedrigeren???
Was ich auchs chon gemerkt habe ist das sehr viele Bauern nicht rechnen,wollen oder können,es ist ja viel wichtiger Super Kühe im Stall zu haben und den Fendt im Schuppen,wen man den preis anspricht dan kommt imemr na aj wir nehem was kommt und die werden uns schon nicht kaputt gehen lassen,und da ist eben so ein Punkt,viele Bauern glauben immer noch der Staat wir tuns nicht im Stich lassen,das problem wirt einfach auf andere abgewälzt und dan wirt einfach der Gurt noch ein wenig enger geschnalt und jeder hoft auf ein Wunder...
So wirt es auf das ergebnis kommen wie ichs chon oben beschriben habe,und dan wen alles am Boden ist kann man auf guten Grund neu aufbauen..
Titel: Re: Steigende Milchpreise?
Beitrag von: Michi am 26. Mai 2009, 21:24:14
meiner meinung nach sollten die molkereien mit den landwirten befristetet verträge über den absatz einer bestimmten milchmenge machen. und über den vertragszeitraum wird der preis garantiert. d.h. für beide seiten planungssicherheit und wettbewerb unter den molkereien und landwirten um das beste angebot. im prinzip wie wir es jetzt mit biogas haben. auf eeg kann bei milch verzichtet werden. gefahr hier natürlich das die großen betriebe übervorteilt werden. aber nicht zwangsweise.
Titel: Re: Steigende Milchpreise?
Beitrag von: Kai am 26. Mai 2009, 21:35:17
eins verstehe ich nicht ganz.
ich bin kein milchbauer.
aber wieso liefert ein milchbauer 15-20% mehr menge wie er darf ?
als rübenanbauer will man möglichst wenig überleifern, um andere früchte anzubauen.
eine kuh weniger bedeutet weniger arbeit, weniger platz und futter.
Titel: Re: Steigende Milchpreise?
Beitrag von: joe am 26. Mai 2009, 22:06:14
finanziert wird das alles dann durch eine milch steuer , welche auf den handel und verbrauch erhoben wird .

Das ist eine geniale Idee, die man auf die gesamte Wirtschaft anwenden sollte. Ein Boom ohnegleichen wäre sicher. Z.B. bekämen die Autohersteller dann für jeden Wagen, den sie für 20.000 EURO herstellen und für 5.000 verkaufen, vom Staat 15.000 Ausgleichszahlung, unabhängig davon ob sie nun 3 oder 20 Millionen Autos pro Jahr herstellen. Falls trotz der Niedrigpreise sich nicht alle Autos verkaufen lassen, kommen sie eben vom Fließbqand direkt in die Schrottpresse, die 15.000 gibt es immer. Wenn der Staat nach 3 Tagen kein Geld mehr hat, macht das nichts, dann wird eben neues Geld gedruckt.

Das ist ein Fall für den Wirtschafts-Nobelpreis.

es wäre besser gewesen ich hätte den inoniesmiley drunter gesetzt !
ich weis gar nicht warum du dich so aufregst jochen , denn diese politik ist in diesem unseren lande spätestens seit der wirtschaftskriese längst real , nur mit dem kleinen aber feinen unterschied , das die landwirtschaft keine lobby hat !
neuseeland liegt zwar am ende der welt aber dort hat man seinerzeit subwentionen von heute auf morgen abgeschaft und das in allen bereichen .
was würde wohl geschehen wenn wir das eu-weit 1:1 übernehmen ?
ich könnte mir vorstellen , das bei uns dann bürgerkriegsähnliche verhältnisse herschen würden ?
wollen wir das ?
als mensch mit minderer bildung und bürger einer demokratie bleibt mir nichts anderes übrig als mein kreuz hoffentlich an der richtigen stelle zu machen ,in der hoffnung das die politik es schon richten wird .

gruß jürgen
 
Titel: Re: Steigende Milchpreise?
Beitrag von: heike am 26. Mai 2009, 22:29:53
eins verstehe ich nicht ganz.
ich bin kein milchbauer.
aber wieso liefert ein milchbauer 15-20% mehr menge wie er darf ?
als rübenanbauer will man möglichst wenig überleifern, um andere früchte anzubauen.
eine kuh weniger bedeutet weniger arbeit, weniger platz und futter.
Hallo
Die Milchquote (Freischein zum Milchliefern) trägt doch eine besonders große Schuld an dem niedrigen Milchpreis. Solange die Milchquote existiert und jeder meint hat ein Anrecht zu liefern, hat ja dafür bezahlt, egal ob an der Milch was verdient oder nicht, einfach weiter liefert wird das mit dem Milchpreis nix. Sich über die Saldierung aufzuregen nützt auch nichts. Wer Milchquote hat und sie nicht vollmelkt, hat irgendwo doch selber Schuld. Warum verkauft man die nicht solange sie noch etwas Wert hat.

Müssen diejenigen nicht bald aufhören die letzten xx Jahre auch schon nix an der Milch verdient haben. 43 cent sollen es sein. Betriebe die mit 35cent gutes Einkommen haben, mit Urlaub und alles, zahlen bei 43cent Steuern ohne Ende. Oder es wird investiert und gewachsen, Landpreise steigen himmelhoch. Für Neuanfänger ist es jetzt schon schwierig einen Start zu schaffen. Wie viele erweitern, bei hohem Milchpreis nicht wieder ihre Milchproduktion um zu vermeiden dass sie Steuer zahlen müssen? Alles muss ein Maß haben, auch der Milchpreis.

Wenn einer wirklich mehr als 40cent braucht und der Erhalt seines Betriebes ist für die Gegend wertvoll/sinnvoll, dann ist das vielleicht ein Fall für den eigenen Landkreis um den Erhalt zu subventionieren. Nach meinem Empfinden darf der Milchpreis gar nicht so sehr viel steigen, er muss im Verhältnis zu den anderen Produktionsbereichen wie Schweine, Obst oder Ackerbau passen.

Irgendjemand muss aufhören wenn die Milchmenge zu groß ist. Vor allem jetzt zu erwarten dass Jeder weniger liefert, wie viel weniger muss das den sein? Mindestens 20% damit der Milchpreis richtig steigt? 20% weniger würden auch Betriebe nicht verkraften denen es jetzt wirtschaftlich noch einigermaßen gut geht.
Heute gelesen: Die USA will 92.000 ton Milchprodukte mit Exportzuschuss auf den Weltmarkt schicken. Je weniger wir produzieren um so schneller füllen andere die Löcher. http://www.landbrugsavisen.dk/Nyheder/Netnyheder/2009/5/26/Mejeristoette+i+USA+vaekker+vrede.htm

Titel: Re: Steigende Milchpreise?
Beitrag von: Ede am 26. Mai 2009, 22:32:34
meiner meinung nach sollten die molkereien mit den landwirten befristetet verträge über den absatz einer bestimmten milchmenge machen. und über den vertragszeitraum wird der preis garantiert. d.h. für beide seiten planungssicherheit und wettbewerb unter den molkereien und landwirten um das beste angebot. im prinzip wie wir es jetzt mit biogas haben. auf eeg kann bei milch verzichtet werden. gefahr hier natürlich das die großen betriebe übervorteilt werden. aber nicht zwangsweise.

Michi,
welches Interesse hat ne Molkerei, die Milchmenge zu begrenzen? Die Folge für die Molkerei sind nicht ausgelastete Produktionskapazitäten, die den Preis für die Verarbeitung je verarbeitetes Kilo hochdrücken.

Also, die Molkereien wollen ihre Produktionskapazitäten auslasten, um die Kosten auf möglichst viele Liter Milch umzulegen.

Die Mitglieder unserer Molkerei, der Humana, haben eine Referenzmenge von rund 1,2 Mrd. kg Milch. Wenn ich mich nun richtig an die Zahlen erinnere, verarbeitet die Humana aber rund 2,5-3 Mrd. Kg Milch. Also, welches Interesse hätte diese Molkerei, ihre Mitglieder in der Menge zu begrenzen? Überhaupt keins. Und da liegt das Problem.

MfG
Ede
Titel: Re: Steigende Milchpreise?
Beitrag von: jochen53 am 26. Mai 2009, 22:53:30


es wäre besser gewesen ich hätte den inoniesmiley drunter gesetzt !
ich weis gar nicht warum du dich so aufregst jochen , denn diese politik ist in diesem unseren lande spätestens seit der wirtschaftskriese längst real , nur mit dem kleinen aber feinen unterschied , das die landwirtschaft keine lobby hat !
neuseeland liegt zwar am ende der welt aber dort hat man seinerzeit subwentionen von heute auf morgen abgeschaft und das in allen bereichen .
was würde wohl geschehen wenn wir das eu-weit 1:1 übernehmen ?
ich könnte mir vorstellen , das bei uns dann bürgerkriegsähnliche verhältnisse herschen würden ?
wollen wir das ?
Ich hatte die Ironie schon vermutet. Ist das mit "keine Lobby" auch ironisch gemeint?

Das mit der Subventionsabschaffung geht auch ohne Bürgerkrieg. Man muss das nur von heute auf morgen in allen Branchen gleichzeitig einführen. Die Tagesschau hat nur 15 Minuten, das ist nicht genug Zeit um allen Lobbyisten Gelegenheit zu geben, den Untergang des Abendlandes an die Wand zu malen. Das hatten die Neuseeländer erkannt und deshalb hat es auch gefunzt.
Titel: Re: Steigende Milchpreise?
Beitrag von: Michi am 26. Mai 2009, 23:21:50
eine molkerei weiss doch auch wieviel milch sie braucht und kann denmach eine entsprechende menge einkaufen. natürlich hat sie in der jetzigen situation gar kein interesse das zu ändern oder keinen druck es ändern zu müssen. das rohmaterial schwemmt sich quasi von allein an. andererseits steht sie auch unter dem druck den ganzen milchbestand zu vermarkten. wiederum gut für den leh. großes angebot, niedrige preise!

was natürlich sein kann, ist das die landwirte dann in einen ähnlichen konkurrenzdruck geraten wie zulierer in der automobilindustrie.

Titel: Re: Steigende Milchpreise?
Beitrag von: Georg am 27. Mai 2009, 00:18:16
Ihr könnt jetzt alle von mir denken was Ihr wollt!

Aber mehr und mehr bin ich inswischen der festen NEinung das die Misere ihren Ausgangpunkt an der Katastrophalen Forderung des BAuenrverbandes liegt, die ihm ja gelungen ist, das Verkäufer von Lebensmittel nicht mehr unter EInstandspreis verkaufen dürfen!

Milch und Zukcer ist und der Schweinebraten sind nun al die Lockangebote der Discounter! Verluste bei irgend einem Artikel wwerden dann bei andern Mitnahmeartikeln sie Hundefutter oder Waschpulver wieder doppelt draufgeschlagen! Das dürfen nun die Discounter nicht mehr, dem BAuernverband sei Dank!!! udn nun haben alle Labensmittelproduzenten das Ergebnis tagtäglich in form der Abrechnung auf dem Tisch!

Sorgt bei EUren Demos dafür das diese unseelige Gestz wieder aufgehoben wird und schnell ist die Wlet wiedr in einigermaßen geordneten Bahnen!

Als kleines Beispiel: Mir wäre das scheißegal, wenn Aldi ode rsonst einer bei mir 10 000 Navisystem zu meinem Preis kaufen würde, und die dann an arme BAuern verschenken würde! Sollte ich etwa da Protest dagegen einlegen? Dei folge wäre das Aldi entweder gar nicht smehr kauft, oder mich zwingt noch billiger zu verkaufen oder eben meinen LAden dicht zu machen!

Kann mir bitte mal jemand plausibel erköären weshalbe Aldi und Co die Milch etc. nicht unter Einkaufspreis verkaufen sollten???? Dem Milchbauern sein Schaden wäre es doch nciht? Er könnte sogar dann in den Aldi LAden gehen, di emilch dort billiger als er sie verkauft hat weider kaufen udn nochmals verkaufen! SO habens in der DDR meine Frau ihre Verwandten mit Stallhasen geamcht! 200 Stück produzeirt und 1000 Stück verkauft! Den dort war es so, das man für die Stallhasen vom Staat mehr bekommen hat wei sman sie dann im Konsum kaufen knnte! Die haben doch tatsächlich dann ihre eigenenStall hasen vorne, die sien en halbe Stunde vorher hinten bgeliefert haten wieder komplett gekauft und sind lediglich ums Gebäude damit gefahren und haben sie weider verkauft! Und das gleich 5 mal an einem Tag! Jeder hats gewußt und alle haben mitgemacht!
Titel: Re: Steigende Milchpreise?
Beitrag von: Michi am 27. Mai 2009, 16:25:50
hallo georg, da hast du einen aspekt reingebracht, den ich noch gar nicht auf dem zettel hatte. in der tat ist das ein argument das mir sehr plausibel erscheint und wovon durchaus alle seiten profitieren könnten.
Titel: Re: Steigende Milchpreise?
Beitrag von: donnershag am 27. Mai 2009, 18:29:58
Hallo Georg, ;)
endlich die Idee wie ich ohne weitere Investitionen meinen Tanker täglich liefern kann... Wie verhält sich das mit der Quote?? Aber ich denke das Anti Dumping Gesetz stammt aus einer Zeit als man noch glaubte, 40 cent seien der richtige Milchpreis für 1 Liter Milch. Enstanden ist so was mehr aus der Diskussion der ABL und Grünen, welche Lebensmittel nicht "verramschen" wollten.

Die momentane Situation zeigt uns mal wieder, das Milchquote nonsens ist. Sie verhindert nur die Anpassung der Produktion an die Nachfrage. Aber ABL und Grüne spielen mal wieder mit der Angst auf Kosten der Milcherzeuger diesmal mit der vorm Quotenausstieg, vor einigen Jahren mit BSE. Eine Frage, weiß jemand von euch ob die außer dem Geschäft mit der Angst noch was können???

Martin
Titel: Re: Steigende Milchpreise?
Beitrag von: Christoph am 27. Mai 2009, 22:51:54
Interessante Kommentare unter dem Weltartikel zum Lieferstreik.

http://www.welt.de/wirtschaft/article2041157/Milchbauern_wollen_europaweiten_Streik_anzetteln.html
Titel: Re: Steigende Milchpreise?
Beitrag von: canuck am 28. Mai 2009, 03:48:35
@donnershag
hier sehe ich das ganze anders!
eine ouote sollte  die produktion  der nachfrage anpassen. warum es nicht funktioniert  kann ich nicht beurteilen.
die aussage  von einem  milchbauern , der mit 20cent und einem moeglichst grossen  milchtank ,es den gruenen zeigen will ,stimmt mich ein wenig nachdenklich.

gruss  aus dem nachfrage angepassten  kanada  canuck
Titel: Re: Steigende Milchpreise?
Beitrag von: hoschscheck am 28. Mai 2009, 10:07:16
@donnershag
hier sehe ich das ganze anders!
eine ouote sollte  die produktion  der nachfrage anpassen. warum es nicht funktioniert  kann ich nicht beurteilen.
die aussage  von einem  milchbauern , der mit 20cent und einem moeglichst grossen  milchtank ,es den gruenen zeigen will ,stimmt mich ein wenig nachdenklich.

gruss  aus dem nachfrage angepassten  kanada  canuck

Hallo canuck,

die Persönlichkeit einiger Komamelker, vielleicht besser Snipermelker, definiert sich eindeutig nur über die Milchmenge.

Hoschscheck
Titel: Re: Steigende Milchpreise?
Beitrag von: hoschscheck am 28. Mai 2009, 10:33:40


Mmh, komisch,...

jetzt soll ein Gericht beschlossen haben das Doc Morris nicht günstigere Medikamente nach Deutschland liefern darf.
Zum Schutze des deutschen Verbrauchers/Patienten dürfen nur einheimische Apotheker gute und sichere Medikamente verkaufen.
http://www.handelsblatt.com/unternehmen/handel-dienstleister/desaster-fuer-doc-morris;2283229
Zum Teil identische Produkte oder gleiche Vorlieferanten bei identischen Wirkstoffvormischungen für die Medikamente interessieren das Gericht, mit Verlaub, einen Scheiß.
Es wird sich auf ein altes Gesetz berufen, dem muss genüge getan werden.
Bezahlen müssen wir das alles, na super, ... als Patienten, als Beitragszahler unserer Kassen.

Warum hat die Bundes FDP mit Guido als Marktretter der Nation hier nicht aufgeschrien?
Ach, das ist ja ihr eigenes Wahlklientel. Na dann. ;)

Gute Arbeit des Apothekerverbandes, ach ja das sind auch Unternehmer, die dort ihren Markt schützen.

Und unser Verband (DBV) befürwortet die globale Butter, …- das ist besser für uns. … ?

Hoschscheck
Titel: Re: Steigende Milchpreise?
Beitrag von: hoschscheck am 28. Mai 2009, 10:50:37
Ihr könnt jetzt alle von mir denken was Ihr wollt!

Aber mehr und mehr bin ich inswischen der festen NEinung das die Misere ihren Ausgangpunkt an der Katastrophalen Forderung des BAuenrverbandes liegt, die ihm ja gelungen ist, das Verkäufer von Lebensmittel nicht mehr unter EInstandspreis verkaufen dürfen!

Milch und Zukcer ist und der Schweinebraten sind nun al die Lockangebote der Discounter! Verluste bei irgend einem Artikel wwerden dann bei andern Mitnahmeartikeln sie Hundefutter oder Waschpulver wieder doppelt draufgeschlagen! Das dürfen nun die Discounter nicht mehr, dem BAuernverband sei Dank!!! udn nun haben alle Labensmittelproduzenten das Ergebnis tagtäglich in form der Abrechnung auf dem Tisch!

Sorgt bei EUren Demos dafür das diese unseelige Gestz wieder aufgehoben wird und schnell ist die Wlet wiedr in einigermaßen geordneten Bahnen!

Als kleines Beispiel: Mir wäre das scheißegal, wenn Aldi ode rsonst einer bei mir 10 000 Navisystem zu meinem Preis kaufen würde, und die dann an arme BAuern verschenken würde! Sollte ich etwa da Protest dagegen einlegen? Dei folge wäre das Aldi entweder gar nicht smehr kauft, oder mich zwingt noch billiger zu verkaufen oder eben meinen LAden dicht zu machen!

Kann mir bitte mal jemand plausibel erköären weshalbe Aldi und Co die Milch etc. nicht unter Einkaufspreis verkaufen sollten???? Dem Milchbauern sein Schaden wäre es doch nciht? Er könnte sogar dann in den Aldi LAden gehen, di emilch dort billiger als er sie verkauft hat weider kaufen udn nochmals verkaufen! SO habens in der DDR meine Frau ihre Verwandten mit Stallhasen geamcht! 200 Stück produzeirt und 1000 Stück verkauft! Den dort war es so, das man für die Stallhasen vom Staat mehr bekommen hat wei sman sie dann im Konsum kaufen knnte! Die haben doch tatsächlich dann ihre eigenenStall hasen vorne, die sien en halbe Stunde vorher hinten bgeliefert haten wieder komplett gekauft und sind lediglich ums Gebäude damit gefahren und haben sie weider verkauft! Und das gleich 5 mal an einem Tag! Jeder hats gewußt und alle haben mitgemacht!


Mit Einführung der Abwrackprämie hat sich der Kaufpreis für einen Neuwagen für den Endverbraucher reduziert.
Meinst du nach Beendigung der Prämienaktion steigt dieser wieder auf das alte Niveau?
Im Gegenteil, Händler bieten jetzt sogar für weitere Modelle, die nicht in dieses Programm fallen eigene Rabattaktionen an.
Der Marktpreis wurde über die ganze Produktpalette jetzt um die Prämie abgesenkt.
Und hinterher ist jeder satt und braucht erst mal kein Neuwagen mehr.

Und die alten Autos? Versuch mal ne gute Kiste (mit zwei Jahren TÜV) noch für 75o,- Euro zubekommen.
Das war vorher möglich.

Die Milchmenge muss dem Bedarf angepasst werden, sonst werden wir von den ganzen schlauen Aktionen wie im Moment nicht unabhängig.
 :o Vielleicht sollen wir das ja auch gar nicht.
Unabhängige Bauern, die Verträge selbst aushandeln.


Hoschscheck
Titel: Re: Steigende Milchpreise?
Beitrag von: Matthias am 28. Mai 2009, 12:42:41
Hier mal eine Einschätzung der Situation von Erhard Richards vom IFE Institut Kiel http://www.ife-ev.de/
dort kann man sich auch über den aktuellen Rohstoffwert der Milch informieren bzw als Newsletter erhalten


http://www.ife-ev.de/attachments/063_Milchkrise.pdf
   
Titel: Re: Steigende Milchpreise?
Beitrag von: Henriette am 28. Mai 2009, 14:02:48
Laut Top Agrar soll der Spotmarkt langsam anziehen.
Aber für Euphorie ist es noch viel zu früh.
Titel: Re: Steigende Milchpreise?
Beitrag von: Georg am 28. Mai 2009, 15:14:20
Hallo Hoschscheck

Ich weiß nicht, weshalb Du mit so nem Kommentar zu meinem Beitrag antwortest , denn ich sehe irgendwei keinen Bezug!

Mich interessiert im Bezug auf den Milchpreis absolut nicht was andere Branchen machen! Ob ein Koreaner oder VW seine Autos verschenkt oder noch Geld dazugibt ist einem Milcherzeuger  absolut Wurst, da er noch nicht mal mehr das Geld aufbringt um so ein Auto zu tanken und demzufolge auch zu fahren!
Aber Dein Beispiel belegt ja gerade meine These, denn ich kenne einige Autohändler die immer wieder Autos auch unter Einkaufspreis verkaufen! Wer meckert da gegen Antidumping? Da kommt dann der Kommenar mit "freier Markt udn freie Preise in Europa" oder: "free trade in a free world"!!!!

Und Du bestätigst ja in Deinem nächsten Beitrag das es bei sehr guter Lobbyarbeit in Deutschland möglich ist, für eine kleine Gruppe ein sehr gutes Einkommen auf Kosten der Allgemeinheit zu sichern! Also warum nicht für Milcherzeuger!

Ich kann den Krampf wegen Übermenge etc. bald nicht mehr hören! Definitv wird ja von allen Seiten bestätigt, das sich der Milchverbrauch in Duetschland auch oder trotz der Niedrigpreise in den Läden nicht geändert hat! Weder nach oben noch nach unten! Demzufolge hat die Menge bei der Milch keinen Einfluss auf den Preis?!?!?
Ich bin inzwischen der festen Meinung das der Preisverfall einzig und allein an diesem unseeligen Anitdumping Gesetz bei Lebensmittel liegt!
Die Diskounter haben Milch schon immer als Kundenlogmittel benutz und werden das auch weiterhin machen! Und das geht halt nur über einen neidrigen Preis! Das ist anscheinend auf der ganzen Welt so ein ungeschreibenes Gesetz, weils anscheinend schon immer so war!

Ehrlich gesagt, mir könnte es eigentlich egal sein da ich ja kein Milcherzeuger bin und mich um mein Geschäft kümmernmuss.
Leider kann es mir nich tegal sein, da anscheined 50% meiner Kunden Micherzeuger waren oder sind! Wennich so durch meine Kundenliste schaue, dann kommts auch so ungefähr hin!
Nun könnt Ihr Euch vorstellen was das für mein Geschäft bedeutet? Die Milcherzeuger sind als Kunden in disem Jahr fast ganz ausgefalen! Das heißt 50% weniger Umsatz! OK, ich konnte das durch einige andere Vekäufe fast kompensieren! Aber ich weiß von einigen Landmaschiennehändlern das sie derzeit einen EInbruch von bis zu 50% haben, in den Milchgebieten auch noch mehr!
Güllelohnunternehmer und Lohnhäcser trauen sich schon fast nicht mehr das Telefon abzuheben wenn ein Milcherzeuger anruft. Klar er muss Häckseln lassen oder die Gülle muss auch ruas aus der Grube! Aber es ist eigentlich ein Scheißgefühl, wenn man bei ner Auftragsannahme schon weiß, das der Kunde eigentlich gar kein Geld hat umd auch pünktlich zu bezahlen! Klar, Milcherzeuger sind in der Regel die besten Bezahler aber was hifts wenn nun so langasam der Chasflow darniedergeht, und die Bank plötzlich versucht Ratschläge zu erteilen wo man vieleicht noch was sparen könnte?
Es wundern sich sicherlich einige über Michis aktivitäten in Unterstützung der Milchbauernproteste!
Hallo Michi, weshalb machst DU das? Doch nicht wohl aus juchs und Tollerei? Anscheinend merkst Du auch, das die Geschäfte bei den Milcherzeugern schwieriger werden, bzw schon sind?!?!?
Das Problem für die NAchfolgende Kette der LAndwirtschaft ist ja, das ein drittel der Landwirte in Duetschland irgendwas mit Milch zu tun haben, und die derzeit als Kunden fast ausfallen!
Ich wundere mich eigentlich, das die ganze Landmaschinenbranche so ruhig da sitzt und da zuschaut wie ihr Kleintel zusammenbricht!
Die Arzneimittelhersteller mizusammen mit den Apothekern machen das irgendwie besser!
Ich hab von disem Verband bis heute kein Dankeschön an die Politiker gehört! Unser "aller geliebter" BBV Guru Sonni, hatte doch gestern nichts besseres zu tun, als sich in aller öffntlichkeit bei den Politikern wegen des Diselsteueralmosen großartig zu bedanken! Uiiiii, das tut weh! Und ne ganze Reihe Milcherzeuger haben noch Aplauss gegeben! Nun wissen die Politiker das sie genug getan haben!

Ich finde mich langsam damit ab, das es in den nächsten 2 Jahren in Deutschland ca. 30 000 weniger potentionelle Kunden geben wird! Aber mache sagen das das eh der "schwund" durch den Strukturwandel sein wird! Er wird halt durch den Milchpreis derzeit lediglich etwas beschleunigt!
Titel: Re: Steigende Milchpreise?
Beitrag von: hoschscheck am 28. Mai 2009, 17:10:26
Hallo Hoschscheck

Ich weiß nicht, weshalb Du mit so nem Kommentar zu meinem Beitrag antwortest , denn ich sehe irgendwei keinen Bezug!

....

Es ist eine Preisspirale nach unten.
Wie soll man eine Wertschöpfung, nicht nur für den eigenen Betrieb, sondern auch Volkswirtschaftlich generieren, wenn das eigene Produkt immer unter Wert an den Endverbraucher abgegeben wird.

Dieses Gesetz auf das du dich beziehst gibt es in Frankreich schon Jahre länger. Ohne das Ergebnis deines Gedankenganges.

Mein Vergleich mit der Abwrackprämie: Auch die Autobauer haben jetzt diese Preisspirale nach unten. Und zwar Staatlich organisiert. Es wird sehr, sehr schwer werden die Preise wieder auf ein brauchbares Niveau zubekommen.

Apotheker; Ja alles ist möglich, wenn, ja wenn unser Verband nur wollte.
Nur der Generalsekretär des DBV sagte gestern in Phönix (oder war es vorgestern), dass noch 95% der deutschen Milcherzeuger Mitglied im DBV sind, => ... also muss unsere Politik ja Richtig sein. Sonst wären sie ja schon ausgetreten. :o
Nur hat der DBV seine Mitglieder (Milcherzeuger) mal Simpel gefragt was sie wollen?
Nicht diese verklausulierten endlos Fragen mit eingenähter Antwort (Ala: Wer malte die Bilder von Rembrandt?)

Zum Beispiel: Was wollt Ihr?
1. Eine Bedarfsorientierte Milchmengenerzeugung mit Preisbasis?
Oder
2. Den totalen, offensiven, globalen Buttermarkt?

Zugegeben etwas polemisch. ;)
Aber ähnlich dem Zuckermarkt könnte der Strukturwandel im Milchsektor, der weiter gehen wird, mit deutlich mehr Intelligenz durchsetzt sein.


Hoschscheck
Titel: Re: Steigende Milchpreise?
Beitrag von: Friedhelm am 28. Mai 2009, 22:03:16
Georg, sicherlich merken wir das die Milcherzeuger nur sehr verhalten investieren zur Zeit.
Sicher ist auch das das für einige die finanziell scharf gerechnet haben bei Investionen zur Zeit die Existenz gefährdet weil keine Reserven vorhanden sind.
Das ist für die ganze Branche mit vor- und nachgelagerten Bereichen gefährlich.

Aber, wer hat für die Ferkelerzeuger die letzten 2 bis 3 Jahre protestiert und bessere Preise gefordert? Denen ging es sehr lange schlecht und teilweise war es dort noch viel schlechter (10,- bis 15,-€ Verlust je Ferkel das wegging.....)

Wir haben den BDM Protest damals auch unterstützt und unterstützen auch diese Proteste jetzt. Egal ob DBV oder BDM Mitglied, es sind alles unsere Kunden von denen wir letztendlich leben.
Aber es wäre besser wenn alles eine geschlossene Front bildet und sich nicht derart auseinander dividieren lässt. Damals sind wir, einige Kollegen aber noch extremer, mit nicht so schönen Worten teilweise bedacht worden weil wir ein paar Kisten Bier und andere Getränke zum Streikbüro des örtlichen BDM Ringes gebracht haben.......


Titel: Re: Steigende Milchpreise?
Beitrag von: donnershag am 29. Mai 2009, 21:52:02
Besuch bei A. Merkel zeigt Wirkung!
Die Terminmärkte für Milch scheinen, sofern ich keiner Falschinformation aufgesessen bin, zu explodieren. So etwa 45 % im Plus. Wenn ein Besuch in Berlin immer so viel bringt, dann sollte der Landfrauenverband dies öfter organisieren. Hier der link: www.finanzen.net/rohstoffe/Milchpreis


Martin



Titel: Re: Steigende Milchpreise?
Beitrag von: Georg am 29. Mai 2009, 22:17:11
Das kann ja gut und gern sein, aber grundsätzlich ändert das doch nichts!

Was soll eigentlich die ganze "Falschspielerei" der Molkereien! Vor allen Dingen der genossenschftlichen! Das gibts nen Geschäftsführer, und ne VOrstandschaft! Dieser Vorstandschaft ist der Geschäftsführer berichtspflichtig! Oder wissen etwa die Vorstände, die ja in der Regel dann auch aus Milcherzeugern bestehen, etwa nicht, welche Kontrakte der Geschäftsführer abgeschlossen hat? Die Kontrakte mit den DIskountern wird in der REgel 3 Monate vor LAufzeit abgeschlossen und läuft dann meist 6 Monate! Da die gesamt DIscounterschar derzeit die Milch so günstig im LAden anbietet, und ja nicht unter Einkauf verkaufen darf, ghe ich mal davon aus, das DIe die Milch ja entsprechend günstig einkaufen bzw. so günstige Kontrakte mit den Molereine abschleißen konnte?!?!
Also, wie soll sich demzufolge der Milchpreis kurzfristig zählbar erhöhen?  Oder sind 2 oder vieleicht 3 cent "Verhandlungserfolg" bie nem Basispreis von 20 cent schon der große allgemein zufriedenstellende "Durchbruch"!

Mag ja für den einzelnen Milcherzeuger eine Hilfe sein, ich weiß es nicht! Ich weiß lediglich das für meine Geschäft das nicht genug ist! Denn wenns nicht wieder auf 30 cent oder mehr raufgeht, haben die Milcherzeuger kein Geld für Investitionen und kaufem dementsprechend mir nichts ab!
Titel: Re: Steigende Milchpreise?
Beitrag von: donnershag am 30. Mai 2009, 08:39:20
Hallo Georg,
neue spannende Produkte für uns Kuhbauern mußt Du entwickeln, dann kommen wir wieder ins Geschäft. Spaß beiseite, der Preisanstieg von gestern scheint auch mir nicht real, aber zum Herbst hin kosten die hundert Pfund durchaus 15 Dollar, sprich ein Preisanstieg von ca. 50% bis zum Herbst in in den USA durchaus über die Börse absicherbar.

Martin
Titel: Re: Steigende Milchpreise?
Beitrag von: Georg am 30. Mai 2009, 10:36:07
Hallo Martin

Ich tu mein Bestes um meinen neuen F@rmnavigator, der auch für Milchbauern interessant sein wird, bis zu Beginn der Ernte fertig zu bekommen!

Mal ne Frage: Wie willst Du als Milcherzeuger Preis absichern?

Ich hab ja da nicht sehr viel Ahnung, aber soweit ich weiß haben Milcherzeuger einen Leifervertrag mit einer Molkerei und da ist man zumindest während der Vertragslaifuzeit auf "Gedeih und Verderb" von den Geschicken des Geschäftsführers der jeweiligen Molkerei abhängig?!?!

Ist das etwa nicht mehr so?

Deshalb verstehe ich auch die ganze Demonstrierei der Milcherzeuger langsam nicht mehr! Die müssten doch eigentlich die VOrstandschaft und die Geschäftsführere mit der Peitsche aus den Büros der zumindest genossenschaftlichen Molkeireien treiben!
Verkaufen Molkereien eigentlich noch Milch? Ich glaube NEIN!!!!! Die unterschreiben doch nur noch ledgiglich die ANgebote der Discounter!
Anstatt die BAuern mit KArtellamt zu jagen, ist die MAchenschaft der Discounter beim Milchpreis in meinen Augen ein absoluter Beispeilsfall für das KArtellamt! Die Molkereien klagen aber nicht, da sie nach meine Anscicht anscheinend mit den Diskountern unter einer Decke stecken??? Es sieht für mich immer mehr so aus, als hätten wir Welweit bie der Milchvermarktung klassische Maffiastrukturen! Das geht ja schon bei edem staatlichen ANtidumping Gesetz los! Die Marketingmaffia lacht nur darüber! Die haben sich damals gedacht: "Was? Ihr wollt ANtidumping? Na dann werden wir Euch mal zeigen was dabei heruaskommt! WIr verzichten nicht auf unseren Gewinn! Da werdet Ihr Milchbauern mal schön selbst dafür bluten"!
SO oder so ähnlich haben die gedacht als sie das Antidumping Gesetz gefeiert haben!
Titel: Re: Steigende Milchpreise?
Beitrag von: hoschscheck am 30. Mai 2009, 11:32:23
Hallo Georg,

hier verkennst du den Herdentrieb von Milcherzeugern auf Molkereiversammlungen.

Milcherzeuger, die hier kritische Fragen stellen oder gar der Geschäftsführung Unfähigkeit diagnostizieren, diese Milcherzeuger gelten als Nestbeschmutzer.

Versuch mal dort andere Beschlüsse gegen die Vorstandsempfehlung durchzusetzen.

Sicherlich haben unsere Molkereien jahrelang den Dornröschen Schlaf in Sachen Produktentwicklung gehalten.
Die Milcherzeuger hatten genug damit zu tun ihre Höfe zu entwickeln.
Wenn es in der Vergangenheit gereicht hat Arbeiten über den Maschinenring oder LU auszulagern, hier und da noch mal was anzuschleppen oder umzubauen, die Leistungen durch mehr "Komfort" zu steigern ist jetzt der nächste Schritt ein riesiger.

Wer dann als Wachstumsbetrieb auf den Versammlungen in der Vergangenheit noch über zu niedrige Preise geschimpft hat wurde als "Nimmersatt" abgestempelt.

Milchbauern sind ein fürchterliches Volk, ich weiß das, ich gehöre zu ihnen. ;D

Hoschscheck

Titel: Re: Steigende Milchpreise?
Beitrag von: Rapeseed am 30. Mai 2009, 11:57:05
Mal ne Frage: Wie willst Du als Milcherzeuger Preis absichern?

Terminmarkt mit Barausgleich.

Gruß!
Titel: Re: Steigende Milchpreise?
Beitrag von: Henrik am 04. September 2009, 16:10:19
http://www.n-tv.de/wirtschaft/Milchbauern-fuerchten-Pleiten-article490593.html

Milchbauern fürchten Pleiten. Hat sich bei den Preisen was getan oder ist besserung in Sicht?
Titel: Re: Steigende Milchpreise?
Beitrag von: gpi am 04. September 2009, 17:31:54
Natürlich ist Besserung inSicht aber wann,wens zu spät ist.Was nützt eine Besserung im Jahr 2010 wen die Bank morgen keine Rechnung mehr überweist.
Titel: Re: Steigende Milchpreise?
Beitrag von: hanna am 04. September 2009, 20:18:46
http://www.n-tv.de/wirtschaft/Milchbauern-fuerchten-Pleiten-article490593.html

Milchbauern fürchten Pleiten. Hat sich bei den Preisen was getan oder ist besserung in Sicht?

Na aber hallo....die Preise steigen  8)

Juni09 - 18ct
Juli09 - 19ct
Aug09 - 20ct
-wenn diese Entwicklung ein paar Monate so anhält, dann macht das Melken wieder Spass.

**
Inga,
die froh ist, dass sie nicht mehr morgens und abends im Melkstand stehen muss.
Titel: Re: Steigende Milchpreise?
Beitrag von: Moin am 05. November 2009, 15:29:57
Wie sieht es beim Milchpreis derzeit aus? An der Börse haben die Preise ja deutlich angezogen. Kann also nicht mehr so schlecht sein oder?
Titel: Re: Steigende Milchpreise?
Beitrag von: Matthias am 05. November 2009, 15:52:03
Um mal für Sachsen zu sprechen.

Müller Leppersdorf           23,5 ct
Vogtlandmilch Plauen       24 ct
Heinrichtaler Milchwerke   22,5 ct
Molkerei Niesky               21,95 ct

Die höheren Preise müssen erst mal eingenommen werden und die Käsemolkereien (die beiden letzteren)  können momentan auch noch nicht von den höheren Preisen profitieren, da hier noch keine große Bewegung im Markt ist und zum Teil noch lange billige Kontrakte laufen. 
Titel: Re: Steigende Milchpreise?
Beitrag von: postman am 05. November 2009, 16:05:45
Das heisst ja da die meisten jetzt bei + - 0 sind, für 23cent müsste man heutzutage ja Produzieren können, oder?
Bei den Schweinen ist es zur Zeit ähnlich... zum Glück sind die Ferkel etwas billiger, sonst wäre das auch ein Dickes MINUS
mfg
Titel: Re: Steigende Milchpreise?
Beitrag von: Georg am 05. November 2009, 16:39:09
Hallo postmam
Es ist ja schön Dich, das die Ferkel billiger sind! Damit ist das Problem dann abgeschoben auf die Ferkelerzeuger?!?!

Wie heißts es so schön: Des Einen Freud, des Anderen Leid.
Titel: Re: Steigende Milchpreise?
Beitrag von: Thomas am 05. November 2009, 17:34:17
Das heisst ja da die meisten jetzt bei + - 0 sind, für 23cent müsste man heutzutage ja Produzieren können, oder?
...
mfg

Nö, irgendwie nicht.

Oder ich hab da was Grundlegendes verpasst? Dann bitte ganz schnell erläutern, wie man bei 23 Cent nachhaltig unter Berücksichtigung aller Kosten Milch produzieren kann.

Gruß
Thomas